Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 9. Februar 2010

Fundbüro: Stellungnahme der iranischen Atomenergiebehörde

Bismillah

Nur kurz zur Erinnerung: Wenn der Iran sich weigert Geschäfte zu machen, bei denen er befürchten muss, betrogen zu werden (Material treuhänderisch für 12 Monate ins Ausland geben in die Hände derer, die ihm genau dieses Material nicht zugestehen wollen), dann darf man das zum Kriegsgrund aufblasen:

Iranische Atomenergiebehörde: Der Westen war nicht aufrichtig
Dienstag, 09. Februar 2010 um 05:15

Teheran  (IRIB) – Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde sagte: Die westlichen Funktionsträger haben sich  hinsichtlich ihres Vorschlages zum Austausch von Brennstoff nicht ehrlich verhalten und versucht, zahlreiche Vorbedingungen aufzustellen.

Ali Akbar Salehi, der Chef der iranischen Atomenergiebehörde hat in einem Spezial-Interview mit dem Nachrichtenprogramm des Zweiten Fernsehprogramms der IRIB weiter gesagt: “Deshalb sind wir zu dem Schluss gelangt,   dass die Suche nach Vorwänden des Westens einer Art ist, dass darauf reagiert werden muss. Daher  wurde beschlossen, dass wir etwas unternehmen und den Brennstoff selber herstellen.“ Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde fügte hinzu: Der Teheraner Reaktor dient der Forschung und Lehre. Neben der Herstellung von Radiomedikamenten werden die  Studenten in diesem Fach mit der Bedienung dieses  Reaktors  in praktischen und Laborlehrgängen  vertraut gemacht.“ Salehi unterstrich:”  Die wichtigste Anwendung des Teheraner Forschungsreaktors gilt der Herstellung von Radiomedikamenten, auf die jährlich 850 Tausend Kranke im Inland angewiesen sind.”
Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde sagte in Erwiderung der Frage ob die 20-prozentige Urananreicherung als Verstoß gelte, weiter: „Auch die 100-prozentige Anreicherung wäre  kein Verstoß und  gehört zu den Rechten der Mitglieder der Agentur und es gibt in dieser Beziehung keine Hindernisse.” Salehi antwortete auf die Frage, warum die Verhandlungen mit anderen Ländern aufgenommen wurden, obwohl im Land das Potential zur Herstellung dieses Brennstoffes besteht: “Das Bedürfnis an 20-prozentig angereichertem Uran ist gering. Unser größter Bedarf besteht in dem Brennstoffbedarf des BushererAtomkraftwerkes nämlich jährlich 30 Tonnen Brennstoff mit niedriger Anreicherung.” Er sagte auch: “Vor 20 Jahren hat Iran 116 kg 20-prozentig angereicherten Brennstoff von Argentinien gekauft und  nun, da die Kapazität des Reaktor zur Herstellung von Radiomedikamente ihr  Maximum erreicht hat , werden  monatlich 1,5 kg Brennstoff im Teheraner Forschungsreaktor verbraucht.“

Saleh fügte hinzu: „Bei der Herstellung des Brennstoffes für den Reaktor in Teheran müssen wir einen Teil der Produktionslinie  dafür bestimmen,  was  ist wirtschaftlich nicht rentabel ist. Aus diesem Grund ziehen wir es vor, diesen Brennstoff zu kaufen. „Er weiter: “Deshalb haben  wir auch vor circa 7 Monaten  ein Schreiben bei der internationalen Atomenergiebehörde eingereicht und angekündigt, dass wir für den Teheraner Reaktor Brennstoff benötigen und wollten damit kund tun, dass wir uns an unsere Versprechen hinsichtlich der Produktion von einem maximal 5-prozentig angereicherten Uran halten  und 20-prozentigen  Brennstoff von den anderen beziehen  wollen.”

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 8. Februar 2010

Wollt Ihr den totalen Krieg?

Bismillah

Mir wird beim Blick in die Medien nur noch schlecht. Gefunden bei Steinberg-Recherche:

Kriegshetze

Am 8. Februar 2010, einen Tag nach der so genannten Sicherheitskonferenz in München, stimmte der Massenmeinungsmacher „Bild“ den Leser auf einen bevorstehenden Krieg ein. Zur Assoziation einladende Begriffe, als bewiesen hingestellte Behauptungen, ein grüner Sicherheitsexperte iranischer Abstammung, Lügen und vage Vermutungen gehören zu den Mitteln, mit denen manipuliert wird:

der Irre von Teheran

Diktator Ahmadinedschad

Der Iran lässt den Streit um sein Atomprogramm eskalieren!

Damit steht für Experten endgültig fest: Der Iran will die Bombe! Um jeden Preis!

“Man hätte einen Schuh nach ihm werfen sollen“, so Grünen-Sicherheitsexperte Omid Nouripour.

… hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen …

Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte.

Was noch fehlt, ist das offizielle Ersuchen der iranischen Bevölkerung bei EU und NATO, im Namen von Demokratie und Menschenrechten endgültig mit der Bombardierung iranischer Ortschaften zu beginnen. Dieses Ersuchen wird wohl demnächst nachgereicht. Herauskommen wird ein auf Angst und Unwissen basierender Kadavergehorsam mit der daraus folgenden Bereitschaft zum Massenmord.

Bildzeitung

۞۞۞

Bild setzte inzwischen noch eins drauf:

Irans Diktator Mahmud Ahmadinedschad hat Befehl gegeben, hochangereichertes Uran zur Entwicklung von Atomwaffen im eigenen Land herzustellen.

T:I:S, 8. Februar 2010

Welche Lügen darf man eigentlich unter dem Deckmantel der “Pressefreiheit” verbreiten? Merkt eigentlich niemand (nagut, von Springer-Konsumenten darf man nicht zuviel erwarten), wie hier gezündelt wird?

Schreiben an den Presserat von Friederike Beck

Es geht nicht um Uran

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 8. Februar 2010

Pixelfieber: Schatzkammer

Bismillah

Ich finde den Kristall so schön, den musste ich gleich noch mal verbasteln.

Der Kristall ist von hier: Songshen media design

Das tutorial von hier: Badbutterflydeluxe

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 7. Februar 2010

Musikalischer Beitrag zur Kriegsministerkonferenz

Bismillah

Also: da nimmt sich ein Land das Recht heraus, Uran anzureichern, wie es zig andere Länder auch tun – da nehmen sich andere Länder das Recht heraus, ihm das untersagen zu wollen. Da lässt sich Land eins darauf ein, zur Vertrauensbildung das Uran im Ausland anreichern zu lassen, möchte aber die Übergabe im eigenen Land vornehmen, weil man in der Vergangenheit schon betrogen wurde. Woraufhin besagte Länder mit Boykott und Krieg drohen.

Auch wenn ich nicht Muslima wäre, würde ich das Land bewundern, als das einzig souveräne in der Welt. Statt dessen werde ich von einem Kriegsminister von und zu mitregiert, der Schleimspuren hinterlässt.

Und ist die Welt nicht verrückt, dass die Länder, die als einzige die als einzige bisher Atombomben und Uranmunition eingesetzt haben, nun meinen bestimmen zu können, ob andere Länder Atomenergie zu friedlichen Zwecken nutzen dürfen?


Merkwürdige Vorstellungen von Diplomatie:

Der einflussreiche US-Senator Joe Lieberman hat Iran im Streit um dessen Atomprogramm einen Militärschlag angedroht.

“Wir müssen uns entscheiden: Entweder für harte Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniert, oder wir stehen vor militärischem Eingreifen”, sagte Lieberman am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Lieberman, ein Unabhängiger, der den Demokraten nahesteht, ist Vorsitzender des Senatsausschusses für Heimatschutz.Quelle: IRIB

Sonntag, 07. Februar 2010 um 10:20
Teheran (IRNA) – Präsident Ahmadinedschad betonte die Fähigkeiten der iranischen Nation in verschiedenen Bereichen und ordnete an, dass in Iran Uran auf 20 % angereichert wird.

Laut Irna besichtigte Präsident Ahmadinedschad heute die Ausstellung für das nationale Zentrum für Laser-Technologie und Wissenschaften. In Mitte der Wissenschaftler und Forscher dieses Zentrums wies er den Leiter der Atombehörde Irans an, mit den Zentrifugen, die Iran zur Verfügung hat, Uran auf 20 % anzureichern.
Gleichzeitig sagte er, dass der Weg zur Zusammenarbeit weiterhin offen ist, sollte aber jemand die iranische Nation zu etwas zwingen wollen, werde das nicht hingenommen.
Präsident Ahmadinedschad wies auf die Atomverhandlungen Irans mit den Gesprächsteilnehmern hin und sagte: Iran hat zuvor erklärt, dass es imstande ist, Uran auf 20 % anzureichern, doch sei Teheran zum Tausch bereit. Die Gegenseite wählte aber einen anderen Weg. Quelle: IRIB

Teheran (IRIB) – Der iranische Parlamentschef hat den Druck auf Iran zur Annahme des von den westlichen Ländern vorgeschlagenen Uran-Tauschgeschäfts für den Forschungsreaktor in Teheran als einen politischen Betrug bezeichnet.Laut dem iranischen Fernsehsender Al Alam wies Laridschani am Samstag auf den Dealvorschlag des Westens hin und sagte, die westlichen Länder wollen mit ihrem Vorschlag iranisches Uran versteigern, sie sollen aber wissen, dass die Iraner nicht dumm sind.
Der iranische Parlamentspräsident schilderte dann den Standpunkt Irans in der Atomfrage und sagte, westliche Länder wollen verhindern, dass sich Iran Atomtechnologie aneignet. Er fügte hinzu, sie wissen, dass Teheran keine Atombombe entwickeln will, denn in den Fitwas unserer religiösen Rechtsgelehrten haben Massenvernichtungswaffen keinen Platz. Quelle: IRIB

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 6. Februar 2010

Wenn Du glaubst, dass alles immer dunkel bleibt

Bismillah

copyright für den Kristall: http://stardust.cc/tubes_crystals.html

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 6. Februar 2010

Buchbesprechung: Stachelmanns Fälle

Ich habe gerade die Krimireihe um “Jossi” alias Josef Maria Stachelmann verschlungen, geschrieben von Christian v. Dithfurth und bei KiWi erschienen:

Mann ohne Makel, Mit Blindheit geschlagen, Schatten des Wahns und Lüge eines Lebens.

Mal ganz was anderes: ein unfreiwillig Detektiv spielender Geschichtsdozent, der mit alten Nazis und ihren Opfern, mit Stasi-Machenschaften, mit seiner eigenen Vergangenheit in der Zeit der K-Gruppen, mit der linken “Antifa” und schließlich mit der frühen Bundesrepublik und ihren Verdrängungsmechanismen konfrontiert wird. Alles beginnt damit, dass ihn sein Freund “Ossi” um Hilfe bittet, als einem angesehenen Makler alle Angehörigen ermordet werden. Josef, ein eher eigenbrötlerischer und neurotischer Mittvierziger, geplagt von Arthritis, bindungsängstlich und unfähig seine Habilitationsschrift fertigzustellen, stolpert eher durch seine Fälle, als sie zielstrebig zu verfolgen, gerät regelmäßig Lebensgefahr,hat erstaunlicherweise Erfolg bei den Frauen, ist von seinem Chef, dem “Sagenhaften”,  genervt. Seine Dauerfreundin Anne steht unerschütterlich an seiner Seite, obwohl er es ihr wirklich schwer macht. Ihr Sohn Felix hat den Josef adoptiert, während er jedoch mit dem Kind nichts anzufangen weiß.

Keine Action-Krimis aber doch spannend und auch amüsant. Im letzten Band geht dann aber die Post ab….Stachelmann will nicht mehr Opfer sein und schlägt zurück.

Mir hat´s glaub ich auch darum gut gefallen, weil man ja so viele der geschichtlichen Episoden miterlebt hat – Jossi und ich sind ja fast gleichaltrig, :-) . Außerdem finde ich die Charaktere wirklich gut geschildert, keiner darin ist einfach nur “glatt”, alle haben ihre Widersprüche und Geheimnisse, auch die Familiengeschichten bergen Explosives, im wahrsten Sinne des Wortes.

Also wenn man den ersten Band mag: unbedingt die anderen gleich hinterherlesen, :-)

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 6. Februar 2010

Da hat doch tatsächlich jemand mit den Iranern gesprochen

Bismillah

Komisch dass man sich direkt wundern muss, wenn es mal eine Stellungnahme eines hochrangigen iranischen Politikers zu lesen gibt. In diesem Fall Außenminister Mottaki in der Süddeutschen. Merkwürdig deswegen, weil die kriegsvorbereitende Propagandamaschine ja auf Hochtouren läuft und ein Angriff auf iranische Atomanlagen in den Äußerungen von israelischen und US-Politkern nur eine Frage der Zeit. Dass die Iraner dabei gelassen bleiben und sogar eine “gute Stimmung” in den Gesprächen um ihr Atomprogramm attestieren, ist schon zu bewundern.

Die SZ kann es allerdings nicht lassen zu titeln: ” Iran stellt neue Bedingungen”. Was gelogen ist, denn der Iran hat schon lange das Angebot gemacht, Brennstoffe Zug um Zug auszutauschen. Was ist daran verwerflich? Warum will man dem Land seine Gesamtmenge an Uran abschwatzen mit der Zusicherung, es innerhalb von 12 Monaten angereichert zurückzugeben? Wenn man einen Geschäftspartner mal als gelinde gesagt etwas unzuverlässig erlebt hat – und so ist es dem Iran gegangen – dann gibt es keinen Vertrauensvorschuss. Iran hat die Erfahrung gemacht, dass es geliefertes Material nicht zurückbekommen hat, also ist ja wohl klar, dass man sich auf ein solches Verfahren nicht noch einmal einlässt.

Wieder und wieder beteuert das Land, nicht den Besitz von Atomwaffen anzustreben, schon aus religiösen Gründen nicht, aber auch aus politischen. Währenddessen wird uns suggeriert, dass diese sozusagen schon einsatzbereit seien.

Ich hab ja nichts für Atomkraftwerke übrig. Schon deshalb nicht, weil es immer noch keine Lösung für den Atommüll gibt, außer ihn in Form von Uranmunition über andere Länder zu verteilen. Aber der Iran hat das Recht, diese Technologie einzusetzen und es gibt kein rechtmäßiges Gegenargument. Das Land hat wirklich unendliche Geduld bewiesen. Hoffen wir, dass das dann auch endlich mal zum Erfolg führt und die Kriegshetze aufhört. Man soll ja nie die Hoffnung aufgeben, auch wenn es nicht so aussieht, dass Israel und die USA (und ihre europäischen Gefolgsleute) darauf verzichten wollen, ein weiteres Land zu verwüsten.

Hier das Interview:

Atomstreit Iran stellt neue Bedingungen


05.02.2010, 17:592010-02-05T17:59:00 CEST+0100

Interview: S. Kornelius und P.-A. Krüger

Neue Forderungen aus Iran: Außenminister Mottaki spricht im SZ-Interview über das Nuklearprogramm seines Landes und das Verhältnis zum Westen.

Der iranische Außenminister Manuschehr Mottaki, ein enger Vertrauter von Präsident Mahmud Ahmadinedschad, hat am Freitag in München erstmals die neue Linie Irans bei einem Schlüsselthema des Atomstreits erläutert. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung macht er deutlich, dass er sein Land erst am Beginn eines langen Verhandlungsprozesses mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) um den Austausch von niedrig angereichertem Uran gegen Brennstäbe für seinen Forschungsreaktor in Teheran sieht. Dort werden radioaktive Stoffe für die Krebstherapie und andere medizinische Zwecke hergestellt.

SZ: Herr Minister, Präsident Ahmadinedschad hat sein Einverständnis für den Austausch des Urans gegeben. Wie sollen die Details abgewickelt werden?

Manuschehr Mottaki: Der Teheraner Forschungsreaktor braucht innerhalb eines Jahres eine Neueinspeisung von angereichertem Uran. Ein Verfahren zur Versorgung wäre der Austausch von angereichertem Uran. Wir haben gedacht, dass wir durch dieses Verfahren in eine neue Atmosphäre des Vertrauens eintreten können. Deswegen haben wir unser grundsätzliches Einverständnis für den Austausch bekanntgegeben. Wir haben das Einverständnis auf höchster Ebene, durch den Staatspräsidenten, bekanntgegeben, das ist ein wichtiger Punkt.

SZ: Der Teufel liegt wie immer im Detail. Wie genau soll das Geschäft abgewickelt werden?

Mottaki: Der Austausch hat drei Kernpunkte: Termin, Ort und die Menge des zu tauschenden Urans. Zum Zeitablauf: Es muss eine zeitliche Synchronität gesichert sein, der Austausch muss also zeitgleich stattfinden. Die Klärung der technischen Fragen erfordert Zeit, und es braucht Zeit, diese Menge Uran auf das Niveau von 20 Prozent anzureichern. Der Staatspräsident hat in seiner Aussage Verständnis für die technischen Fragen gezeigt.

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Urs hat es mal wieder auf den Punkt gebracht

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 6. Februar 2010

Time is precious

sehr frei nach diesem tutorial

Verfasst von: meryemdeutschemuslima | 4. Februar 2010

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