Archiv der Kategorie: Fundbüro

Ich finde jeden Tag beim Herumsurfen soviel interessante Themen und Meinungen, kann aber schließlich nicht zu allem etwas beitragen. Darum richte ich dieses Fundbüro ein, einfach zum Verlinken oder unkommentiertem Wiedergeben, als Lesetipp für andere sozusagen. Ich wünsche viel Freude an interessanter Lektüre.

Fundbüro: Über die Bedeutung des 10. Muharram

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Fundbüro: Über die Bedeutung des 10. Muharram

Bismillahir rahmanir rahim

Ein wunderbarer Artikel
von Dr. Katrin Masume Brezansky-Günes

Über die Bedeutung des 10. Muharram

Unter Muslimen weltweit besteht eine weitverbreitete Meinungsverschiedenheit über die Bedeutung von Aschura – der 10. Tag des islamischen Monats Muharram (der erste Monat im islamischen Kalender). Für einige Muslime stellt dieser Tag einen Fest- oder Freudentag dar. Es ist für sie Brauch an diesem Tag zu Fasten, Süßspeisen zu verteilen und Verwandte zu besuchen. Denn laut ihren Überlieferungen war es jener Tag, an dem Gott seinem Geschöpf Adam (a.s.) vergeben und ihn zum ersten Propheten der Menschheit auserkoren hat. Des Weiteren soll an einem 10. Muharram Noahs Arche nach der Sintflut endlich wieder auf Land getroffen sein, Moses das rote Meer durchquert haben und Hiob die freudige Nachricht, des Endes seiner schweren Prüfungen erhalten haben. Ob diese Überlieferungen richtig sind, wird von vielen Gelehrten jedoch stark in Zweifel gezogen. Denn sie sind der Meinung, dass es sich dabei um fabrizierte Überlieferungen der Umayyaden-Dynastie handelt, die alles daran setzten, um die Ereignisse, die am 10. Muharram im Jahre 61 n. H. (680 n. Chr.) die islamische Ummah zu tiefst erschütterten und aufrüttelten, in Vergessenheit geraten zu lassen.

Historisch belegt ist, dass an jenem Tag der Enkelsohn des Propheten Muhammad (s.) Husayn ibn Ali gemeinsam mit seinen engsten Gefolgsleuten und all seinen männlichen Familienangehörigen auf der Wüstenebene von Karbala auf brutale Art und Weise von der Söldnerarmee Yazid ibn Mu´awiyahs – dem selbsterklärten Amir- al Mu´mineen („Führer der Gläubigen“) und Kalifen jener Zeit niedergestreckt wurde. Seine überlebenden weiblichen Familienangehörigen und deren Kinder, darunter die Enkelin des Propheten – Zainab bint Ali — die das Blutvergießen mitansehen mussten wurden anschließend in Gefangenschaft gebracht, gefoltert, verschleppt und zur Schau gestellt.

Der Aufstand Husayn ibn Alis markiert dabei auch den Anfang des Unterganges des korrupten Umayyaden-Regimes, welches sich der unrechtmäßigen Herrschaft über die islamische Ummah bemächtigt und die „erste Diktatur“ in der islamischen Welt installiert hatte. Yazid ibn Mu´awiyah war für seine skrupellosen Herrschaftsmethoden bekannt. Er plünderte das Vermögen der islamischen Gemeinschaft und wendete es für seinen eigenen luxuriösen Lebenswandel auf. Er trat die Lebensweise und Sunnah des Propheten mit Füßen und erstickte dabei jede Kritik und jeden Widerstand gegen seine Herrschaft durch seine brutale Vorgehensweise im Keim.

Die Niederschlagung jenes Aufstandes des Prophetenenkels, welche in der Wüste im heutigen Irak stattfand, sollte zu einem Propagandatriumph Yazids werden und die Muslime entmutigen, sich ihm zu widersetzten. Doch dank des aufrüttelnden und furchtlosen Auftretens der Prophetenenkelin Zainab, welche die rhetorischen Künste ihres Vaters Ali ibn abu Talib geerbt hatte, wurde jener angebliche Sieg für Yazid zum politischen und öffentlichen Debakel. Als den Muslimen bewusst wurde, was in Karbala, am 10. Muharram eigentlich geschehen war, wen sie verloren und verraten hatten, und wie weit sie dadurch vom Weg des Propheten abgeirrt waren, erfasste sie tiefes Entsetzen und bittere Reue, welche den Keim für weitere Aufstände gegen das korrupte Ummayyaden-Regime säte.

Jener Aufstand, der scheinbar erfolglos endete, erschüttert bis heute in seiner Botschaft die Tyrannen jedes Zeitalters und versetzt sie in Unruhe und Angst. Die korrupten Herrscher jeder Zeit fürchten Menschen, die sich gut vertraut mit der Botschaft Husayns furchtlos gegen Unterdrückung, Korruption und Ignoranz erheben, egal wie dieser Aufstand für sie auch ausgehen mag und mit welchen Opfern dieser verbunden ist. So lässt es sich auch leicht erklären, wieso den meisten arabischen Herrschern so viel daran gelegen war, die Ereignisse, die den 10. Muharram markieren, in Vergessenheit geraten zu lassen.

Doch bei genauerer Analyse, war, sich gegen einen bestimmten politischen Herrscher zu einer bestimmten historischen Zeit zu erheben, nur eine Dimension jenes Aufstandes. Die eigentliche Mission Husayns (a.s.) bestand verschiedensten Überlieferungen zur Folge, darin, die islamische Ummah aus dem Schlaf der Ignoranz aufzuwecken, in den sie nach dem Tod des Propheten gefallen war, und davor zu bewahren, den Weg der Abweichung, Unmenschlichkeit und Vernunftwidrigkeit einzuschlagen und diesen gleichzeitig für den Weg des Islams zu halten, wie es viele nachfolgende sog. „islamische“ Herrscher den Menschen weismachen wollten.

Ein großes Geschenk und Erbe des Propheten Muhammad (s.) an seine Gemeinschaft (über deren Zukunft und Schicksal er sich oft sorgte und grämte) war, dass er neben der Übermittlung der Offenbarung und der göttlichen Lebensregeln, den Grundstein für eine gerechte Regierung, Politik und Gesellschaftsordnung legte. Hierfür war es unumgänglich dafür zu sorgen, dass gerechte, weise und den Menschen in Liebe zugetane Führer die islamische Gesellschaft leiten und repräsentieren sollten. Das Imamat— ein Amt, welches spirituelle und politische Führerschaft untrennbar miteinander verknüpft—sollte dabei als Vollendung der Religion und Schutzschild der Ummah eben dies gewährleisten. Der Unterschied zwischen einem Imam und einem weltlichen Führer – sei dies nun ein vom Volk gewählter Präsident, ein selbstbestimmter Tyrann oder Diktator oder ein durch Erbfolge eingesetzter König— besteht vor allem in dessen spirituellen und moralischen Eigenschaften, welche bezeugen, dass dieser die höchste Stufe im inneren Kampf gegen das eigene Ego und die teuflischen Einflüsterungen erreicht hat und somit qualifiziert ist, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse dem göttlichen Auftrag zu unterstellen und wahrhaft im Sinne der Ummah zu handeln. Das Resultat einer solchen Herrschaft ist unter anderem eine enge emotionale und spirituelle Beziehung zwischen der Ummah und dem Imam, die auf Liebe, Respekt und Vertrauen beruht, nicht auf Angst, Unterdrückung und Brutalität.

Während ein Königreich oder eine Diktatur lediglich auf den Interessen einer kleinen Elite oder gesellschaftlichen Klasse basiert, welche die Massen instrumentalisiert und ausbeutet, um ihre materiellen Neigungen und sinnlichen Begierden zu befriedigen, leitet ein Imam die Menschen zu ihrer Freiheit. Während ein König oder Diktator die Menschen unterjocht und in die Sklaverei ihrer eigenen Begierden führt, verdeutlicht ein Imam den Menschen ihren eigenen Wert und macht ihnen ihr überragendes spirituelles Potential bewusst.

Selbst unsere heutigen westlichen Demokratien, erlauben unter diesem Gesichtspunkt den Menschen nicht viel mehr Freiheit als zwischen verschiedenen Gesichtern zu wählen, die ihre Gesellschaften repräsentieren und doch nichts anderes tun, als einer Wirtschaftsform zu dienen, die davon lebt, den Menschen unter das Diktat seiner materiellen und sinnlichen Begierden zu stellen und den Menschen fortwährend dazu verführt, seine kostbare Lebenszeit und Energie leeren Versprechungen zu opfern, und letztlich sein kurzes Diesseits für einen geringen Preis zu verkaufen.

Von Ali ibn Husayn (a.s.), dem einzig überlebenden Sohn Imam Husayns (as.), der ebenfalls in Karbala anwesend war, wird folgendes überliefert:

„Oh Mensch! Es wurde beschlossen, dass du deine Existenz, deine Identität und dein Selbst verkaufen musst; und der Preis dafür ist das ewige Paradies. Wenn sich jemand von euch billiger als für diesen Preis hergibt, dann wurde er Opfer eines Betrügers.“

Dies verdeutlicht nicht nur die geehrte Position des Menschen und den Wert eines jeden menschlichen Lebens, sondern soll den Menschen auch daran erinnern, dass, wenn er seine kostbare Zeit und Energie auch für alle Schätze und Versprechungen dieser vergänglichen Welt verkauft, dieser einen geringen Preis erhalten hat und betrogen wurde. Jeder, der seinen eigentlichen Wert nicht erkannt hat und sich erniedrigen oder unterdrücken lässt, sich etwas oder jemandem anderen hingibt oder verspricht außer Gott, der ist Opfer seiner eigenen Ignoranz, Blindheit oder Naivität geworden. Deswegen sprach Ali ibn Abu Talib, der Vater von Imam Husayn (a.s.) auch folgende Worte: „Sei nicht irgendjemandes Sklaven, denn Gott hat dich frei erschaffen.“

Nichts anderes war auch die Botschaft des Aufstandes des prophetischen Enkelsohns Imam Husayn an die islamische Ummah und die Menschen aller Zeiten. Er stand nicht auf dem Schlachtfeld, um zu kämpfen oder seine Feinde niederzustrecken, sondern um diese aufzuwecken aus ihrem Schlaf der Ignoranz und um ihnen ihren eigenen Wert bewußt zu machen, den Wert ihrer Freiheit und sie davor zu bewahren, ihr Leben gegen falsche Versprechungen einzutauschen. Für diese Mission setzte er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ein und opferte alles, was er besaß und was ihm lieb und teuer war. Seine Gefährten folgten seinem Beispiel aus freien Stücken, denn vor der entscheidenden Schlacht hatte der Imam sie jeglicher Verpflichtung ihm gegenüber entbunden und ihnen freigestellt im Dunkel der Nacht mit ihrem Leben davonzukommen. Es wird berichtet, wie der Imam seinen sechs Monate alten Sohn vor den feindlichen Söldnern in die Höhe hob, um diesen zu verdeutlichen, dass ihr Kampf nicht abtrünnigen Rebellen galt, sondern den unschuldigen Nachkommen ihres geliebten Propheten. Er appellierte an ihre verbliebene Menschlichkeit, an ihr Gewissen, nicht um sich dadurch selbst zu retten, denn es war ihm und seinen Anhängern von Anfang an klar, dass sie in Karbala bis zum Äußersten gehen werden, sondern um ihnen noch eine Gelegenheit zu geben, umzukehren oder die Seiten zu wechseln. Doch der Pfeil, der anschließend die Luft durchschnitt und die Kehle des durstigen Säuglings durchbohrte, machte deutlich in welch tiefer Ignoranz und Unmenschlichkeit sich jene Soldaten bereits verstrickt hatten.

Obwohl bei tieferer Betrachtung die Lektionen aus dem Aufstand Imam Husayns schier unerschöpflich erscheinen, so sind es doch zwei wesentliche Aspekte, die ich hier in den Vordergrund stellen möchte. Einerseits ist es, Bewusstsein zu erlangen, über die Qualitäten einer wahren und rechtmäßigen Führung und solch eine Führung einzufordern und sich nicht mit weniger zufrieden zu geben. Denn jedes Volk, bekommt die Regierung, die es verdient hat und es ist seine Pflicht gegen korrupte und verdorbene Machthaber aufzustehen, die sich der Autorität über dieses Volk unrechtmäßigerweise bemächtigt haben. Andererseits ist es wesentlich, dass die Menschen ihren eigenen Wert erkennen, damit sie nicht betrogen und in die Irre geführt werden durch die leeren Versprechungen weltlicher Machthaber. So heißt es im Koran „Und jedes Volk hat einen, der es rechtleitet.“(Sura 13, Vers und weiters: „Gott ändert den Zustand eines Volkes nicht, bis das Volk sich selbst ändert.“ (Sura 13, Vers 11)

Als der Imam letztendlich alleine auf der Anhöhe des Schlachtfelds stand, vor ihm all die leblosen Körper seiner Gefährten und Familienmitglieder, und seine Blicke durch die Reihen der feindlichen Soldaten streiften, erhob er seine Stimme und rief drei Mal hintereinander: „Ist da noch jemand, der uns unterstützt?“ Dies war kein Hilferuf des Imams. Es war ein Angebot an alle, die jene unschätzbare Möglichkeit wahrnehmen wollten, um ihr Leben, für den höchsten Preis einzutauschen, für den Lohn, den Gott für jene bereitstellt, welche die Stufe der wahren Menschlichkeit und Freiheit erreicht haben.

Die Möglichkeit der Karawane Imam Husayns zu folgen, war keine einzigartige historische Gelegenheit für Menschen, die um das Jahr 61 n. H. lebten. Die Möglichkeit steht noch immer offen, für jeden zu allen Zeiten. Jeder Aufstand gegen Unterdrückung und Ignoranz in der Gesellschaft, jeder noch so kleine Versuch sich für Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzusetzen und gegen Unwissenheit und Perversion anzukämpfen gilt demnach als Erfüllung des Mottos: „Jeder Tag ist Aschura und jeder Ort ist Karbala.“ – Und zu allererst ist dabei der Aufstand gegen Unterdrückung und Ignoranz in uns selbst gemeint – der Beginn der inneren Reform, welche die Keimzelle der Reform in der Gesellschaft ist. Wahre Kenntnis über Imam Husayn zu erlangen, ist ein aufrüttelndes und erweckendes Erlebnis und kann der Anfang einer lebenslangen spirituellen Reise sein.
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Fundbüro: 14 Abgeordnete erstatten Anzeige gegen Merkel wegen Beihilfe zu Tötungs- und Kriegsverbrechen

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Bismillahir rahmanir rahim

Strafanzeige gegen Merkel – ist ganz an mir vorbeigegangen, bis ich es hier fand

14 Abgeordnete erstatten Anzeige gegen Merkel wegen Beihilfe zu Tötungs- und Kriegsverbrechen

Bereits am 30.08.2013 hatten 14 Bundestagsabgeordnete beim Generalbundesanwalt Strafanzeige gegen den Kriegsminister Dr. Thomas de Maizière, die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sowie die übrigen Mitglieder der Bundesregierung und unbekannte Bundeswehroffiziere „wegen aller in Betracht kommender Delikte, insbesondere Beihilfe zu Kriegsverbrechen nach dem Völkerstrafgesetzbuch und Tötungsverbrechen nach dem Strafgesetzbuch durch Unterstützung des Einsatzes von Kampfdrohnen durch die USA in Pakistan, Afghanistan, Jemen, Somalia und anderen afrikanischen Ländern“ erstattet.

Drohnen-Einsätze sind außergerichtliche Hinrichtungen

Die Einsätze erfolgten bisher auf dem Hoheitsgebiet von mehreren Ländern in Asien und Afrika, ohne daß die dortigen Regierungen darüber informiert – geschweige denn dazu angehört wurden. Die Einsätze erfolgten auch von deutschem Boden mit Billigung der deutschen Regierung.

Mit „Kampf-Drohnen“ wird per Joystick ohne eigenes Risiko getötet. Die „Spieler“ von CIA und US-Army sitzen Tausende Kilometer entfernt vor ihren Bildschirmen und „drücken ab“. Einer von ihnen, der US-Amerikaner Brandon Bryant, erklärte gegenüber der „Westdeutschen Zeitung“: „Wir haben auf diese Jungs gefeuert, nur weil sie Waffen hatten“, erinnert er sich an einen Angriff auf eine Gruppe von Männern in Pakistan mit umgehängten Gewehren. Terroristen? Vielleicht. „Sie hätten aber auch Bauern sein können“, sagt Bryant. Bauern, die sich zum Schutz gegen Taliban bewaffnet hatten. Inzwischen sind mehr als 3.500 Todesopfer zu beklagen – darunter zahllose völlig unbeteiligte Kinder und andere Zivilpersonen.

Das Spiel der CIA ist ganz einfach. Sie suchen sich jemanden, den sie für einen „Terroristen“ halten. Ohne Gerichtsurteil oder -verfahren, wird der Tod dieses vermeintlichen oder tatsächlichen Verbrechers ausschließlich von Beamten der inzwischen nicht mehr kontrollierbaren US-Geheimdienste beschlossen. Die Tötung erfolgt danach per Knopfdruck am Joystick. Dann wird nachgesetzt, ein zweiter Angriff erfolgt, wenn Menschen zu den Todes-Opfern und Verletzten eilen, um sie zu versorgen und ein drittes Mal wird schließlich bei der Beerdigung zugeschlagen. Schließlich könnten dort ja auch noch Helfer der angeblichen oder tatsächlichen „Terroristen“ anwesend sein. Völlig unbeteiligte Dorfbewohner und Nachbarn der „Zielperson“ werden dabei ebenfalls ermordet oder schwer verletzt.

Diese Vorgehensweise ist Ausdruck einer kaltblütigen Schreckensherrschaft, wie wir sie ansonsten nur von den übelsten Diktaturen dieser Welt kennen. Solche skrupellosen Mord-Befehle höchster US-Regierungsstellen haben nichts mit Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit zu tun. Es wird reine Willkür ausgeübt. Hunderte von rein zufällig anwesenden Zivilisten – darunter besonders viele Kinder – wurden so bereits hingerichtet.

In die menschenverachtenden Machenschaften ist die Regierung von Angela Merkel ganz offensichtlich tief verwickelt

weiter bei Harald Pflüger

Ergänzung von Harald Pflügers Blog:

Bravo, liebe Facebooker ! In weniger als 48 Stunden haben mehr als 1.000 Facebook-Nutzer meinen Artikel über eine Strafanzeige gegen die Bundeskanzlerin empfohlen. Danach hatten 14 Bundestagsabgeordnete eine Anzeige gegen Merkel wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen und Tötungsdelikten eingereicht.

In Deutschland dürfen Politiker Verbrechen begehen, aber man gerät in Gefahr, sich lächerlich zu machen, wenn man diese Straftaten zur Anzeige bringt. Denn, in Deutschland ist es nicht üblich, hochrangige Politiker anzuklagen – egal, was sie ausgefressen haben. Darum meine Hochachtung und mein besonderer Respekt für diese 14 Bundestagsabgeordneten der LINKEN, die  – ohne Aussicht auf juristischen Erfolg – weder Kosten noch Mühe gescheut haben, hier ein Zeichen zu setzen.

Es liegt nun an uns, die schrecklichen Zusammenhänge über die fortwährenden außergerichtlichen Hinrichtungen der USA in Afrika und Asien zu verbreiten und möglichst vielen deutlich zu machen, wie tief die Merkel-Regierung darin verstrickt ist. Eine „Panorama“-Sendung und eine Strafanzeige reichen da nicht aus. 1.000 „Likes“ binnen Stunden sollten vielleicht auch andere Blogger animieren, für ihre jeweiligen Leser zu berichten. (Artikel-Übernahme wäre auch möglich.)

SPD und Grüne müssen sich fragen lassen, ob sie mit einer Frau koalieren wollen, die sich öffentlich vor laufenden Kameras (völlig christlich und ganz staatsmännisch) über die Ermordung eines Menschen gefreut hat, einer Kanzlerin, die gerade abgewählt wurde und deren Bundestagsmehrheit sich in Luft aufgelöst hat. Mit einer „Mutti“ ist kein Politikwechsel möglich, Genosse Gabriel ! Dafür braucht es aufgeweckte, kluge und kritische Frauen (und Männer), die mit Visionen über den Tellerrand hinausschauen können und über die Kraft zum Gestalten verfügen.

Schwächlinge, die ihr Land – Bürger und Unternehmen – von „Freunden“ ausspionieren und überwachen lassen, haben da keinen Platz. Politiker, die ihr Leben lang ihr Fähnchen immer nur nach dem Wind gedreht haben, haben uns lange genug regiert !

weiter bei Harald Pflüger

Fundbüro: Vier Jahre und fünf Tage

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Bismillahir rahmanir rahim

Vier Jahre ist es her dass Marwa Ali El-Sherbini von einem Islamfeind in einem deutschen Gerichtssaal ermordet wurde. Genauer gesagt hat sich das gestern gejährt, aber ich kam nicht dazu, etwas zu schreiben und als ich es dann tat, stürzte die Internetverbindung ab und alles war weg. Aber ich muss ja auch nicht selber schreiben, wenn andere es viel besser können:

by kübra gümüşay

Leiche der getöteten Ägypterin nach Kairo überführtMarwa El Sherbini mit ihrem Mann Elwy Ali Okaz auf ihrer Hochzeit. – Bild via dpa

Heute vor vier Jahren, in einem Gerichtssaal in Dresden, drehte sich die Ägypterin Marwa al-Schirbini zu dem Angeklagten Alex W. Mit einem freundlichen Lächeln sagte sie zu ihm, der Islam sei eine friedliche Religion. Sie verstehe seine Reaktionen nicht. (Spiegel, 27.10.2009) Wochen zuvor hatte er sie auf einem Spielplatz beschimpft, “Terroristin” und “Schlampe” hatte er sie genannt. Heute saßen sie im Gerichtssaal, um über den – eigentlich unscheinbaren – Vorfall auszusagen. “Haben Sie überhaupt ein Recht, in Deutschland zu sein?” wurde sie von Alex W. gefragt. Und er beanwortete die Frage gleich selbst: “Sie haben hier nichts zu suchen. (…) Wenn die NPD an die Macht kommt, ist damit Schluss!” Wenige Minuten nach diesen Worten wurde Marwa El Sherbini von Alex W. erstochen. 18 Messerstiche in 32 Sekunden. Ihr Mann Elwy Ali Okaz überlebte trotz der 16 Messerstiche. Ihr drei-jähriger Sohn wurde Zeuge des Entsetzens. (Was der Richter derweil tat und erlebte ist hier nachzulesen)

Und ganze fünf Tage lang schwieg sich die deutsche Medienlandschaft über den Fall aus. Nur auf Blogs und in Foren wurde heftig diskutiert. Warum berichtet niemand?, fragten wir uns. Ich fühlte Ohnmacht. Und Fassungslosigkeit. Wir waren Zeuge des ersten offensichtlich islamophoben Mordes in Deutschland geworden. Was bedeutet das für uns?, fragten wir uns Muslime. Was wäre eine angemessene Reaktion?

In dieser Zeit waren es Personen wie Stephan Kramer, die die richtigen Worte fanden: “Man muss kein Muslim sein, um sich gegen antimuslimisches Verhalten zu wenden, und man muss kein Jude sein, um gegen Antisemitismus vorzugehen”, sagte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden. Genau das war es, was in diesen Tagen nämlich gefehlt hatte: Das Einstehen für Andere, Zivilcourage.

Dann diskutierte die deutsche Öffentlichkeit erstmals in Feuilletons, wohin die Islamfeindlichkeit, der antimuslimische Rassismus uns geführt hat. Wo er stattfindet und die Verantwortung, die wir alle tragen. Beim Durchsehen alter Unterlagen und Blog-Artikel entdeckte ich jedoch die Aussage von Josef Winkler, dem migrationspolitischen Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. Er sagte der Taz (9. Juli 2009) “verkappt islamfeindliche Positionen” seien bis in höchste Regierungskreise verbreitet. In höchste Regierungskreise also. Wir haben in den vergangenen Monaten hin und wieder vorsichtig über Rassismus in der Polizei diskutiert, beim Verfassungsschutz und in bestimmten Ministerien. Aber wir haben nicht ganz nach oben hingeschaut, dorthin, wo der Ton angegeben wird.

Was denkt Angela Merkel über Muslime in Deutschland? Was denkt sie über Schwarze? Was denkt sie über Migranten? In der Regierung (genauso wie anderswo auch) sitzen Menschen mit Meinungen, Werten und Wertevorstellungen. Diese haben selbstverständlich auch einen großen Einfluss auf ihre politische Arbeit. Weiter bei: Ein Fremdwörterbuch http://ein-fremdwoerterbuch.com/2013/07/vier-jahre-funf-tage/

Sie sagt es wie immer viel pointierter, die Schwester Kübra. Ich stelle allerdings fest, dass es sich verschlimmert hat mit der Islamfeindlichkeit in den letzten Jahren und ganz sicher nicht politisch gegengesteuert wird. Im Gegenteil:

Die Mehrheit der Deutschen (51 Prozent) empfindet den Islam als Bedrohung. In Ostdeutschland, wo es kaum Muslime gibt, sind es sogar 57 Prozent, heißt es in dem „Religionsmonitor“ der Bertelsmann Stiftung, über den die „Welt am Sonntag“ vorab berichtete. goo.gl/tv1JM

Und dazu tragen auch die Politiker der etablierten Parteien bei, wenn sie derartiges von sich geben:

Der CDU-Politiker Wolfang Bosbach sieht zwar keine generelle Angst vor dem Islam innerhalb der Gesellschaft, wohl aber die berechtigte Sorge vor gewaltbereitem Islamismus. In Deutschland lebten etwa 40.000 Islamisten. Eine kleine, aber doch beachtliche Zahl von ihnen gelte als gewaltbereit. Diejenigen, „die wir als ‚Gefährder‘ bezeichnen, die also aus einer religiös-extremistischen Gesinnung heraus agieren, stellen eine reale Gefahr für die Sicherheit Deutschlands dar“. Hier gehe es also nicht um Einbildung, sondern um ganz konkrete Gefährdung. Acht vereitelte oder missglückte Attentate in Deutschland machten deutlich, dass die Bedrohung real sei, so Bosbach. Verfassungsschützer sprechen in diesem Zusammenhang von einem sehr kleinen Personenkreis. Weniger als ein Prozent der Muslime werden dem islamistischen Spektrum zugeordnet. Aber: Sie prägen offenbar Negativbilder vom Islam und den Muslimen, tragen zu weit verbreiteten Vorurteilen und einer diffusen Angst bei, die bis hin zur Islamfeindlichkeit führen kann.goo.gl/tyhp7

Es sind nicht diese Handvoll Idioten, die womöglich in bester Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz irgendwelche Anschläge geplant haben, die die Islamophobie in Deutschland fördern, sondern es sind diejenigen, die das in Zusammenhang mit dem Islam bringen, die Lügen über 9/11 verbreiten und den Terror als islamische Spezialität bezeichnen (man kann übrigens auf der Europol Seite ihre jährlichen Berichte runterladen in denen man feststellt, dass der meiste Terror in Europa separatistisch ist-Vorsicht vor den Bayern sei angeraten)

Diejenigen die Terroristen in Syrien unterstützen, die sich als Muslime bezeichnen aber in Wirklichkeit Feinde des Islams, der Muslime und aller Menschen sind: goo.gl/8DZf8.

Wenn die „Tagesschau“ dann ungestraft verbreiten darf, dass es sich um „Islam“ und „Scharia“ handelt, was dort an Morden praktiziert wird, dann bekäme ich auch Angst vor dem Islam, wüsste ich es nicht besser.

Unser großer Bruder Amerika ist es, der in üblicher Einigkeit mit Israel diese Mörder unterstützt. Erstens haben sie das „Al Qaeda“ Gesocks selber gezüchtet, dass sich jetzt weltweit betätigt, zweitens benutzen sie es noch immer.

Und zu den Lügen um 9/11 gibt es so viel Material, dass jeder der es wissen will feststellen kann, dass die offizielle Version vom islamistischen Terror eine Riesenlüge ist. U.a. hier: http://www.muslim-markt.de/wtc/links.htm

Wie auch immer: der Mensch muss seinen Kopf benutzen. Ich bekomme auch keine Angst vor den Christen oder dem Christentum, weil regelmäßig größenwahnsinnige, sich als Christen darstellende US-Präsidenterroristen die Welt mit Drohnen- oder Uranbombenterror überziehen. Oder vor dem Judentum, weil ebenso größenwahnsinnige angebliche Juden andere Völker berauben und tyrannisieren.

Das hat mit den Religionen nichts zu tun. Auch vor dem Buddhismus habe ich keine Angst, obwohl in einigen asiatischen Ländern Muslime von angeblichen Buddhisten abgeschlachtet werden. Buddha hat das nicht gelehrt.

Wer aber seinen Verstand nicht benutzt, sondern sich manipulieren lässt von Regierungen und ihren Medien, wer dumpf im Kopf ist und es sich einfach macht – der muss sich zwar einerseits nicht anstrengen mit Denkarbeit, bekommt zum Lohn allerdings diese Angst – vor dem Islam, vor Fremden, Schwarzen, was auch immer. Und ist so leicht zu benutzen! Das sollten wir doch nun wirklich gelernt haben als Deutsche:

Mit Angst vor dem Terrorismus, sprich Islam, kann man Kriege vorbereiten und anzetteln. Und man kann sein Volk und andere Völker ungestraft bespitzeln, aktuell großes Thema. Wollte unsere Regierung, wollten unsere Politiker für Sachlichkeit in diesen Angelegenheiten sorgen, hätten sie es längst angepackt. Stattdessen schüren sie die Islamophobie noch, z.B. mit ihrer „Islamkonferenz“, in der es überwiegend um Fragen der „Sicherheit“ ging und ansonsten darum, wie man den unterentwickelten Muslimen helfen könne, sich westlichen Maßstäben anzupassen.

Ich fürchte, es wird nicht besser werden mit der Islamophobie, solange die Leute nicht aufwachen, sich von RTL und Co., oder ja, auch von öffentlich-rechtlichen Medien indoktrinieren lassen und jedem gestörten Stürzenberger (ehemaliger CSU-Pressesprecher) Gehör schenken.

auch hier: goo.gl/ftShH

Man kann der Politik/den Medien Schuld geben an der zunehmend hasserfüllten Stimmung. Es kann aber nur eine Mitschuld sein, denn jeder ist wie gesagt gefordert, das Hirn anzustrengen. Wenn man grundlegende fundierte Informationen über Islam haben will, dann gibts die z.B. hier:

Islamunterricht_logohttp://www.islam-unterricht.de/

Fundbüro: Quadriga bei der Deutschen Welle: Nuclear Power Poker – Straight to Nowhere

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Bismillahir rahmanir rahim

Sachliche Diskussionen zum Thema sind ja selten in deutschen Medien. Da muss man die englischsprachige „Deutsche Welle“ gucken:

Fundbüro: Rassismus raus aus Kinderbüchern

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Bismillahir rahmanir rahim

Ein Tipp von einer Freundin, dass ich doch diesen Artikel verlinken soll, zur Diskussion um rassistische Elementen in Kinderbuchklassikern (Ihr erinnert Euch an den „Negerkönig“ bei Pippi Langstrumpf? An „Freitag“?)

Rassismus raus aus Kinderbüchern

Januar 13, 2013

Eine Bemerkung zu der unsäglichen ‘O-My-God-unsere-Kinder-dürfen-das-N*-Wort-nicht-mehr-in-Kinderbüchern-lesen-Debatte’. Auslöser war die Ankündigung des Thienemann-Verlages, diskriminierende Sprache in Kinderbuch-Klassikern wie Die kleine Hexe auszutauschen

‘Zeter! und Mordio! Kulturverfall! Und Sprachpolizei! Und Säuberungskampagne! Und sowieso, Political! Correctness!’ regt sich die Presse von FAZ über Deutschlandfunk bis Spiegel auf. (Die Artikel wurden absichtlich nicht verlinkt, am harmlosesten ist noch dieses Interview mit Paul Maar.) In all dieser Aufregung, wird, so oft es sich irgendwie unterbringen lässt, genussvoll das diskriminierende N*Wort geschrieben, am besten schon in der Überschrift. Dabei offenbart sich, neben teilweise erschreckend reaktionärem Gedankengut, eine unglaubliche Ignoranz und Unsensibilität.

Erstens. Das N*-Wort kommt aus der Kolonialgeschichte, es war von Anfang an eine diskriminierende Bezeichnung, die mit Mord, Unterdrückung und Sklaverei verbunden war. Erinnert sei hier etwa an den deutschen Völkermord an den Hero und Nama Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

Zweitens. Das Wort ist nicht nur auf Grund der rassistischen Geschichte ein Problem, sondern auch wegen dem andauernd grassierenden Alltagsrassismus. Weiterhin werden Schwarze Menschen mit dieser Bezeichnung beleidigt. Weiterhin sind als nicht-Weiß-klassifizierte Menschen hierzulande der Gefahr von Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Davor schützt nicht die deutsche Polizei, sondern ganz im Gegenteil. Fälle wie Derege Wevelsiep, der dieses Jahr – ohne auch nur das geringste Vergehen – von der Frankfurter Polizei verprügelt wurde, sind leider keine Ausnahme. Von den NSU-Morden oder dem brutalen Tod Oury Jallohs ganz zu schweigen.

weiter hier: http://tinyurl.com/bg2e2x6

Ich hab übrbrigens gerade letzten Freitag ein „Tagesgespräch“ auf Bayern 2 dazu gehört, das Podcast kann man hier anhören: http://tinyurl.com/abspr2c

Fundbüro: Die 12jährige Kanadierin Viktoria über unser Finanzsystem. Kinderleicht.

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Bismillahir rahmanir rahim

Cool, die junge Dame! Und alles kinderleicht zu verstehen. Dummheit kann es also nicht sein, was unsere Politiker dazu bringt, Banken zu retten und uns zu versklaven. Schließlich durchschaut das schon eine 12jährige.