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Warum Juden, Christen und Muslime Imam Hussain, a.s. kennen sollten

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Warum Juden, Christen und Muslime Imam Hussain, a.s. kennen sollten

Bismillahir rahmanir rahim

Teil 1

Wer ist Hussain

In diesem Jahr treffen die  Gedenk- und Trauertage von Muharram mit dem Gedenken an den nationalsozialistischen Terror, speziell der “Reichspogromnacht” zusammen.

Wenn auch in ganz anderer Form: hier wie dort, in Kerbela wie in Nazi-Deutschland, standen sich Gewaltherrscher und unterdrückte Minderheiten gegenüber, wurden diese diffamiert, beraubt und schließlich ermordet. Sicher: die Geschehnisse in Kerbela trugen sich in wenigen Tagen zu, während der Nazi-Terror sich über Jahre entwickelt, bis hin zur industrialisierten Vernichtung  jüdischer Gefangener (und anderer, die nicht vergessen werden sollen). Aber auch die Unterdrückung der Muslime die zu den Ahlul bait  hielten, dauerte an – bis heute wo Herrscher in der Tradition der damaligen Diktatoren uns als Ungläubige verunglimpfen und wo sie können schikanieren oder umbringen lassen.

Warum fiel mir aber dieser Artikel ein: wegen des Thema Widerstands! Viele kluge Menschen überall auf der Welt kennen Imam Hussain, a.s., kannten ihn auch schon vor Nazi-Deutschland. Sicher hätte es den Deutschen, Juden oder Christen, gut getan, von ihm zu profitieren.  Beeindruckt hat er u.a.

Thomas Carlyle, geb. 1795,  den englischen Essayisten, Goethe-Übersetzer und Historiker (mit revolutionären wie rassistischen Ansichten), der sagte:

The Victory of Hussain, despite his minority, marvels me

Oder Mahatma Gandhi, der auf seinen “Salzmarsch” 72 Gefährten mitnahm, in Erinnerung an die 72 Gefährten Imam Hussains, a.s.:

I learnt from Hussain, how to achieve Victory whilst being oppressed

Gandhi

Als Mahatma Gandhi gefragt wurde, warum er 72 Gefährten auf seinem Salzmarsch für die Freiheit Indiens mitnahm, antwortete er: „Ich nahm 72 mit, da Hussain ibn Ali 72 mitnahm und genauso wie seine 72 ewig sind, will ich, dass meine 72 ewig werden.“

Percy Sykes, geb. 1867, britischer Orientalist:

Wahrlich, der Mut und die Heldenhaftigkeit welche diese kleine Gruppe demonstrierte, treibte jeden der darüber hörte,  dazu an, es unweigerlich zu rühmen und zu preisen.

Das sind ein paar Zitate, die ich auf den Seiten der internationalen Kampagne “Wer ist Hussain” gefunden habe, und die sich jetzt besonders auf die äußerliche Situation, nämlich den Kampf einer absoluten Minderheit gegen eine überwältigende Übermacht beziehen und die deutlich machen, dass es trotz der scheinbaren Niederlage Imam Hussains, a.s. und seiner Gefährten, doch er war, der den Sieg davongetragen hat, nämlich alleine dadurch, dass hier die Aufrichtigkeit und der Glaube standgehalten haben, gegen das, was Zainab a.s. in ihren Reden an diejenigen, die den Imam a.s. verraten haben anprangert: die Feigheit und das mangelnde Gottvertrauen:

…Ihr habt keine klare Linie, ihr gleicht einer Pflanze, die im Unrat gedeiht oder einem Stein, der ein Grab schmückt. Ihr seid ein totes Volk, seelenlos und brackig, – tot deswegen, weil ihr zu allem bereit seid, um euer Leben zu erhalten…

Das sind harte Worte, die die Schwester des Imams, a.s., an die Kufiten richtet – aber es waren eben diese Leute, Muslime und Anhänger des Imams, a.s., die ihn zuerst nachdrücklich eingeladen und ihn dann im Stich gelassen hatten. In seiner Rede an die Armee Yazids gerichtet, die ja auch aus Muslimen bestand, erinnerte der Imam a.s. die Soldaten

“An jene von euch, die mich nicht kennen, wisset, dass ich der Enkelsohn des heiligen Propheten bin.
Ich bin auf dem Weg der Wahrheit. Yazid verkörpert Falschheit und Korruption. Er möchte euch vom Islam wegführen.
Folgt ihm nicht! Ermordet nicht den Enkelsohn des Propheten! Allah wird euch niemals vergeben!  Seid euch gewiss, wenn ihr einen Befehlshaber seht, der all jenes tut, was Allah und sein Prophet verboten haben, der jeder Sünde nachgeht, der seine Untergebenen unterdrückt und ihr nichts tut um so einen Befehlshaber zu stoppen, dann seid ihrvor Allah genauso schuldig wie er es ist! Ihr kennt meine Abstammung. Meine Eltern haben mich nicht erzogen damitich mich einem üblen Tyrannen unterwerfe. Ich bin euer Imam. Ihr habt die Freiheit eurer Gedanken gegenüber den schlechten Weg Yazids eingetauscht. Wenn ihr euch schon nicht um den Islam kümmert, dann sorgt euch zumindest um die Freiheit eures Geistes!“

Es ist immer leicht, aus der Entfernung, räumlich oder zeitlich,  zu urteilen und hier kann ich den Bogen schlagen von den Ereignissen in Kerbela zu Deutschland unter den Nazis. Angst, um es nicht Feigheit zu nennen, angesichts der Bedrohung des eigenen Lebens und des Lebens der Angehörigen, ist erst mal eine normale Reaktion. Aber wir sehen doch, wie ein fester Glaube davor schützt, sich einschüchtern und unterdrücken zu lassen. Bis hin zur letzten Konsequenz, wie der Imam, a.s. sagte:

Ein würdevoller Tod ist besser als ein Leben der Erniedrigung

In meiner Schulzeit habe ich noch gelernt, dass sich die Juden im 3. Reich gegen ihre Verschleppung und Ermordung praktisch nicht gewehrt hätten – das ist inzwischen längst überholt und jüdische Widerstandskämpfer verwehren sich dagegen, dass den Juden mit dieser Behauptung subtil eine Mitschuld an ihrem Schicksal gegeben wird. Zu Recht. Aber  angesichts der Übermacht der Nazis war der Widerstand, bis auf wenige Ausnahmen wie den Aufstand im Warschauer Ghetto wenig bekannt. Deshalb kann ich auch zu Einzelpersonen hier nichts beitragen.

Ich mach hier mal Schluss für heute, auch wenn´s mittendrin ist. Möchte fortsetzen mit dem spärlichen Widerstand der deutschen Bevölkerung allgemein, und dem was diejenigen die sich gewehrt haben, beflügelt hat.

Bis dahin noch ein paar links zu älteren Artikeln rund um Ashura:

Ashura und Totensonntag

Wasser als Waffe

ach und da sind noch viele mehr. Bitte die Suchfunktion benutzen: Kerbela, Ashura, Muharram, Zainab, Hussain, Yazid….

Teil 2

Es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt – mein Glückwunsch an die Menschen in Iran

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Bismillahir rahmanir rahim

Mit den obigen Worten fangen oft kluge Überlieferungen an. Eine meiner liebsten ist diese von Imam Ali, a.s.:

Es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt.  Die einen kommen, verkaufen und versklaven sich selbst und gehen. Die anderen kommen, erwerben ihre Freiheit und gehen“

Von der zweiten Sorte gibt es sicherlich weniger als von der ersten Sorte auf dieser Welt, die ja auch eine einzige große Versuchung ist, sie zu wichtig zu nehmen,  wichtiger als die Welt, die uns nach dem Tod erwartet. Aber natürlich ist auch das Leben im Diesseits wichtig, es ist unsere Prüfung – dafür was wir mit der uns von Gott gegebenen Freiheit anfangen, ob wir uns vom Materialismus gefangen nehmen lassen, oder ob wir mitfühlende, liebevolle, vorbildliche, wissensdurstige Geschöpfe Gottes sind.

Für Völker gilt Ähnliches: der heilige Qur´an erzählt von vielen Völkern die untergegangen sind, weil sie die göttlichen Gebote vernachlässigt haben und auf ihre Propheten nicht hören wollten.

Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. (Sure 13-11)

Es gab und gibt viele Völker, die unterdrückt sind. Und viele wollen das nicht einmal merken, weil die Unterdrückung auf eine Art erfolgt, die das Leben bequem erscheinen lässt und so tut, als ob sie die „Freiheit“ wäre. Unser Volk ist ein solches: nachdem unsere Vorfahren sich offener Aggression und Verbrechen schuldig gemacht haben, hieß es doch „nie wieder Krieg“. Längst vergessen, aber unsere Schuld an Krieg und Unterdrückung ist heute unter der Decke von angeblichen Hilfseinsätzen, Befreiung unterdrückter Völker, Solidarität mit den Opfern unserer Vorfahren usw. versteckt. Und unter angeblichen wirtschaftlichen Zwängen, billigen Produkten produziert von anderen Unterdrückten. Es gibt viel zu sagen zu unserem angeblich freiheitlichen System.  Aber ich wollte auf etwas anderes hinaus: vor 34 Jahren haben sich Millionen von freiheitsliebenden Menschen in einem unterdrückten Land erhoben und sich von Diktatur und Kolonialismus befreit.

Die islamische Republik Iran wurde gegründet. Weil wir in einer verdrehten Welt(sicht) leben, heißt es in unserem Westen im Allgemeinen, dass es sich um eine Diktatur handelt, voll mit geknechteten und verängstigten Menschen. Nun ist die IRI nicht perfekt – sie ist ja auch noch jung, auch wenn ihr Untergang seit ihrer Gründung herbeigeredet wird, gerne „belegt“ damit, dass sie ja von verknöcherten alten Mullahs regiert würde.

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Was wir nicht sehen sollen, sind die großartigen Fortschritte die das Land seit seiner Staatsgründung gemacht hat, was das Sozialwesen, die Bildung, Gesundheitswesen, Forschung, Technik angeht und das alles unter ständig steigenden Sanktionen,  Krieg und Terrorangriffen.

Iran hat sich wirklich befreit und lebt seine Vorstellungen von Freiheit, egal was die Hegemonialmächte der Welt dazu sagen. Und das was noch nicht so gelungen ist, wird das iranische Volk selber in Ordnung bringen. Ob jung oder alt.

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Dies soll nur ein kleiner Glückwunsch sein an die lieben iranischen Geschwister!

Deshalb an dieser Stelle kein ausführlicherer Artikel über die vielen Aspekte Irans. Ich kann allerdings allen die nicht nur auf  „Springer“ Niveau lesen sagen, dass es eine Menge Quellen gibt, auch solche die man wirklich nicht als „islamistisch“  bezichnen kann, die über die wirklichen Fortschritte im Land berichten. Internationale Organisationen wie die UNO, oder auch der IWF gehören dazu.

Und lest kritisch, was aus dem mainstream kommt und auch aus angeblichen „Menschenrechtsorganisationen“. Nicht alle davon sind objektiv, manche arbeiten für Iran feindlich gesonnene Regierungen, oder geben sich als „Opposition“ aus, obwohl sie Terrorgruppen unterstützen.

Bewahrt Eure eigene geistige Freiheit und informiert Euch aus unterschiedlichen Quellen.

Ein „Liebeslied“ für den Anführer des islamischen Revolution, Imam Seyyid Ruhullah Chomeini

Noch ein Glückwunschtext

Die Verfassung der Islamischen Republik Iran

Dämon Iran?

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Dämon Iran?

Bismillahir rahmanir rahim

So war der gestrige Vortrag der Initiative Kein Krieg gegen Iran überschrieben, den  Prof. Mohssen Massarat gehalten hat.

Massarat

Wie aus der Biographie des Referenten ersichtlich, ist er seit über 30 Jahren in der Friedensbewegung aktiv und dabei ergraut, wie der größte Teil der Zuhörer seines Vortrages – das nur am Rande. Mir fällt immer wieder auf, dass anscheinend nur  ein harter Kern der großen Friedensbewegung die Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts aktiv war, übrig geblieben ist. Ich vermisse junge Leute. An Prof. Massarat kann es allerdings nicht liegen, denn er ist auch in der Jugendarbeit tätig. Als Kultureinlage zwischen Vortrag und Diskussion haben wir dann auch einen Rap gehört, den er mit jungen Leuten in Berlin erarbeitet hat. Ich habe angefragt, ob es dazu etwas online zu finden gibt, mit meinem Handy ist die Aufzeichnung nicht so gelungen.

Die Vortragsreihe ist überschrieben: “Iran-Krise”: Ist Israels Sicherheit bedroht und wird in der nächsten Woche  am Mittwoch fortgesetzt mit einem Vortrag von Jürgen Rose – dazu hab ich jetzt noch nichts online gefunden und muss wohl den flyer einscannen, das kommt dann inschaAllah noch.

Aber nun zum Vortrag:

Die erste Frage die Prof. Massarat anspricht ist: “Ist Iran auf dem Weg zu einer Atommacht?”

Er wies darauf hin, dass die Berichterstattung darüber sich auf Themen beschränkt wie: Hält Iran den Atomwaffensperrvertrag ein? Verschleiert Iran seine Absichten?

Nach Prof. Massarat sind das Randfragen und es ist Absicht, dass sich die Berichterstattung der Medien darauf beschränkt. Erweiterte Sichtweisen sind in den Mainstream-Medien nicht erwünscht – so auch nicht seine eigenen Artikel die im Gegensatz zu früher in diesen Medien nicht mehr gedruckt werden und darum nur in alternativen Medien zu finden sind. Früher wurde er häufig zu Fernsehdiskussionen eingeladen, auch das ist heute (seit ungefähr vier Jahren) nicht mehr der Fall.

Er meint, man muss sich zunächst die Frage stellen, wie denn die Sicherheitslage Irans ist: Das Land ist viermal so groß wie Deutschland und hat nach uns auch weltweit die meisten Nachbarstaaten. In der amerikanischen Vorstellung der Welt gehört es zum “Broader Middle East” und liegt im Zentrum eines strategisch wichtigen Gebietes, hat viele Ressourcen und eine relative wirtschaftliche Stärke (s. auch hier und hier).

Sicherheitspolitisch ist es umgeben von Atommächten wie Indien, Pakistan und Israel. Dazu haben die USA das Land mit Militärbasen umzingelt. Ich hab dazu mal dieses Bild stibitzt:

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Bildquelle: Hinter der Fichte

Prof. Massarat sagt, dass sich unter diesen Bedingungen jede iranische Regierung die Frage stellen muss, wie sie das Land absichern kann und sieht dazu zwei Möglichkeiten:

  • atomare Abrüstung aller Staaten in der Region

oder

  • eigene Atomwaffen

Mossarat meint, dass sich die iranische Führung für die zweite Alternative entschieden habe und dass das Thema Abrüstung nicht, oder nicht genug diskutiert würde, denn Iran würde sich an der Planung und Durchsetzung einer  regionalen Konferenz unter UN-Schirmherrschaft für einen Nahen und Mittleren Osten frei von Massenvernichtungswaffen nicht ausreichend beteiligen, bzw. zu viele Vorbedingungen stellen (Israel betreffend, das sich dieser Konferenz  ganz verweigert).

Ich sehe das anders, schließlich thematisiert Iran diese Pläne immer wieder unter dem Motto “Atomkraft für alle, Atomwaffen für niemanden” und hat schon in 2010 dazu eine Konferenz in Teheran abgehalten. Dort hat Ayatollah Chamenei, religiöser Führer und Staatsoberhaupt Irans seine Fatwa bekräftigt, die Herstellung und Gebrauch atomarer Waffen verbietet. Auch auf der Konferenz der Blockfreien Staaten in Teheran hat Ayatollah Chamenei sich erneut diesbezüglich geäußert:

“Die IR Iran bezeichnet die Nutzung von atomaren, chemischen und ähnlichen Waffen als eine große und unverzeihliche Sünde. „Wir haben das Motto eines atomwaffenfreien Nahen und Mittleren Ostens zur Sprache gebracht und fühlen uns dem verpflichtet“ s. hier und auch hier

Wie oben erwähnt, glaubt Prof. Massarat nicht daran, dass Iran tatsächlich nicht die Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen anstrebt. Allerdings glaubt er auch, dass Iran jedenfalls bislang keine Atomwaffen baut. Es ginge wirklich nur um die Möglichkeit das zu tun. Er findet das als Pazifist bedauerlich, aber verständlich und keine Katastrophe. Seine Kritik richtet sich an die Strategie der iranischen Führung, die dieses Streben nicht klar benennt, sondern mit einer Politik der Vertuschung seinen Gegnern ständig Gründe  zum Vorgehen gegen Iran liefert.

In seinen Augen wäre es klüger gewesen, wenn Iran die Notwendigkeit einer Abschreckung durch seine  Atomwaffenfähigkeit, angesichts oben dargelegter Bedrohungen,  offen darlegen würde.

Eine solche Fähigkeit zu erwerben widerspricht im Übrigen nicht den Bedingungen des Atomwaffensperrvertrages. Ca. 40 Länder in der Welt verfügen über diese Möglichkeit, darunter auch Deutschland, Japan und Südafrika.

Nach der Glaubwürdigkeit der Fatwa von Ayatollah Chamenei gefragt, meint Prof. Massarat, dass diese dann ggf. umgedeutet werde würde. Denn natürlich wolle Iran Atomwaffen nicht einsetzen, selbst wenn es sie bauen würde.

Die Politik der Ambiguinität, die Iran verfolge helfe seinen Gegner bei der “Dämonisierung” Irans, die ja den Titel dieses Vortrages bildete. So würde es erleichtert, Iran als Unrechtsstaat mit einer grundsätzlich irrationalen und nicht glaubwürdigen Führung darzustellen und eine öffentliche Diskussion über die wahren Ursachen des Konfliktes zu führen.

Und dazu kam er in einem weiteren Teil seines Vortrages. Offiziell wird ja die angebliche Bedrohung der Existenz Israels als Vorwand für den “Atomkonflikt” genannt. Man müsse einen “zweiten Holocaust” verhindern.Aber wie sieht es denn damit in Wirklichkeit aus?

Wenn Iran tatsächlich Atomwaffen, oder auch nur die Fähigkeit besäße sich solche zu beschaffen, dann wäre das israelische Monopol darauf gebrochen. Es bestünde eine Situation der gegenseitigen Abschreckung, wie wir sie aus dem “Kalten Krieg” gekannt haben.

Als Friedens- und Konfliktforscher findet Prof. Massarat eine solche Politik natürlich grundsätzlich unvernünftig. Aber Iran verhalte sich damit nicht irrationaler als alle Atomstaaten der Welt.

Iran wäre aber niemals so verrückt, Atomwaffen gegen Israel einzusetzen. In Anbetracht der geringen Größe Israels, würden auf jeden Fall die arabischen Nachbarländer von den Folgen betroffen sein, genauso wie die Palästinenser und auch die heilige Stadt Jerusalem. Iran würde sich so die gesamte islamische Welt zum Feind machen.

Auf der anderen Seite sind es aber die israelischen Atomwaffen, die den Friedensprozess im Nahen Osten be- bzw. verhindern.

Die zionistische Elite die an der Macht ist, sei auf jeden Fall fundamentalistischer als die iranische Führung und führe eine ideologische Politik des Strebens nach einem Groß-Israel, die eine Zweistaatenlösung unmöglich mache.

Von der Gefahr eines zweiten Holocaustes könne angesichts der israelischen Atomwaffen und seiner Schutzmächte USA und der NATO keine Rede sein. Aber, so fragte Prof. Massarat, warum tritt eigentlich Israel nicht auch formal der NATO bei? Deshalb nicht, weil es sich dann aus den besetzten Gebieten zurückziehen müsse, wie es die UN-Resolutionen seit Jahrzehnten fordern!

Es geht den Israelis also um die Fortsetzung der Besatzungspolitik. Und sie sichern sich durch nukleare “Zweitschlagskapazität” ab, indem sie einen Teil ihrer Atomwaffen auf U-Boote verlagern, die in der Lage wären bis zu 18 Tage unter Wasser zu bleiben. Die Unterstützung dieses Vorgehens durch die Bundesregierung ist ein Verfassungsbruch, denn “wir” unterstützen hier nicht die Sicherheit Israels, sondern die israelische Besatzung.

Soweit zur israelischen Motivation, die iranische Atombombe zu verhindern. Zu den Gründen der USA, Iran unter dem Vorwand des Atomprogramms zu bekriegen, führte Prof. Mossarat im Wesentlichen das aus, was schon in den obigen links besprochen wird. Die Sicherung der unilateralen Weltordnung der USA ,den Dollar als Leitwährung zu erhalten, Zugang zu den Ressourcen des Nahen und Mittleren Ostens zu sichern.

Die Strategie der USA ist dabei, auch darüber haben schon viele geschrieben, Irans Handlungsmöglichkeiten einzuschränken, denn Iran strebt an, oder ist es schon, die stärkste Regionalmacht zu werden. Deshalb das Bestreben der USA, Syrien zu zerschlagen, die Hisbollah zu vernichten und insgesamt konfessionelle Konflikte und separatistische Bewegungen zu fördern. Ob Kurdistan oder Belutschistan, Aserbaidschan – je mehr Kleinstaaterei, je besser. Die Region habe sich allerdings niemals durch ethnische oder religiöse Konflikte hervorgetan – es habe bis auf die letzten 50 Jahre nur territoriale Kriege gegeben. Diese neuen Konflikte sind also von außen geschürt.

Die USA würden allerdings nicht schaffen, Iran zu besiegen, ohne das Land und seine Kultur völlig zerstören zu müssen, denn Iran habe erhebliches Potential zur asymmetrischen Kriegsführung ( s. auch hier und hier). Ob sich die USA an dieses Abenteuer heranwagen würden? Ich hoffe doch nicht.

Bleibt noch zu erwähnen, was Prof. Massarat an Hoffnung und Lösungsmöglichkeiten vorzuschlagen hat. Er setzt auf die o.g. Konferenz der UN, die inzwischen auch von Ägypten sehr gefördert wird. Israel verweigert sich dem mit der paradoxen Begründung dass “erst der Nahostfrieden gesichert sein müsse”, während Iran sich leider ziere, weil es wiederum eine Teilnahme Israels fordere und dass die USA das Projekt nicht boykottieren.

Auch dieses wäre ein strategischer Fehler Irans sagt Prof. Mossarat, denn es müsse ein Anfang gemacht werden, auch wenn zunächst nicht alle regionalen Mächte mitmachen würden. Aufgabe der Friedensbewegung sei es also, für diese Konferenz zu werben.

Die anschließende Diskussion war erwartungsgemäß wenig kontrovers, nur ein Teilnehmer fand es erschreckend, dass die unterstellte Tatsache, dass Iran anstrebe Nuklearmacht zu werden, so vom Publikum hingenommen würde. Und die Bloggerin ist so idealistisch zu glauben, dass auf die Aussage eines integren Staatsführers wie Ayatollah Chamenei Verlass ist und steht damit leider ziemlich alleine da.

Dass allerdings in dem Vortrag diese ganze Fragestellung nüchtern behandelt und eben im Gegensatz zu sonstiger Berichterstattung Iran eben nicht als ein von “Irren” die nach der Apokalypse streben,  geführter Staat dargestellt wird, ist natürlich sehr erfreulich und hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Auch wenn ich die theologische Verirrung, dass der Glaube an Imam Mehdi, möge Allah seine Wiederkehr beschleunigen, einen Wunsch nach Krieg und Chaos beinhaltet natürlich nicht unwidersprochen lassen will. Aber das war ja auch keine Veranstaltung von Theologen.

Also insgesamt fand ich das einen gelungenen Abend und wenn es auch überwiegend deswegen war, weil ich von einem ausgesprochen sachkundigen Menschen in dem bestätigt wurde, was ich selber schon geschlussfolgert habe, jedenfalls in einigen Teilen. Und selbst falls Prof. Massarat Recht hätte mit seiner These, dass die Iraner die Fähigkeit zum Atomwaffenbau anstreben, würde das nicht bedeuten, dass sie eine aggressive Politik verfolgen. Das wäre immerhin ein Trost, auch wenn ich das nicht gutheißen würde. Aber ich heiße ja auch nicht die Nutzung von Atomenergie gut. Nur ist das Sache der Iraner, diesen Fehler zu machen, wie andere Länder es auch tun.

P.S.:

Dass die mögliche iranische Atombombe kein Grund zur Panik wäre, meint nicht nur Prof. Massarat: Niemand braucht sich um eine Atommacht Iran Sorgen machen

Zu Imam Mehdi und seiner Revolution lest auch gerne meine Artikelreihe, beginnt hier: Imam Mehdi, der der Welt Gerechtigkeit bringen wird . Ich erhebe natürlich keinen Anspruch darauf, das umfassend darstellen zu können, aber vielleicht verschafft es den Lesern einen ersten Eindruck, die mit dem Thema gar nicht vertraut sind.

P.P.S:

Das ist der erste Artikel den ich mit dem Window Live Writer erstellt habe und inschaAllah klappt das jetzt gleich mit der Veröffentlichung und vor allem mit den Verlinkungen. Diese funktionieren ja nicht mehr richtig, seit ich meinen aktuellen Style habe. Nun bin ich mal gespannt.

Ich danke Euch für Euer Interesse!

Ahmadinejad in New York

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Bismillahir rahmanir rahim

Ich weiß gerade nicht, wo mir der Kopf steht und hatte darum auch noch keine Zeit, die diesjährige Rede des iranischen Präsidenten Ahmadinejad vor der UN Vollversammlung in New York zu lesen. Mich interessiert sie nämlich, im Gegensatz zu unserem peinlichen Außenminister der in Ergebenheit vor den Israelis den Saal schon vorher verlassen hat. Man hat es nicht nötig, dem Vertreter des Landes das man mit Sanktionen belegt und dessen Feinde man mit Waffen unterstützt zuzuhören. Naja.

Anscheinend ist der große „Eklat“ dieses Jahr ausgeblieben, wie langweilig. Dafür hat sich Präsident Ahmadinejad mal erklärt, was er mit „Israel von der Landkarte tilgen“ gemeint hat. Nicht dass er das je gesagt hätte, aber dass Israel keinen Bestand haben wird, hat er natürlich wiederholt erläutert. Hiesige Medien und Politiker machen daraus eine Kriegserklärung gegen Israel. Deshalb hier die Erläuterung für diejenigen, die es nicht begreifen wollen:

„Wenn wir sagen ‚getilgt‘, meinen wir damit, dass die Besatzung beendet werden soll, dass das Streben nach Krieg beendet werden soll, dass die Ermordung von Frauen und Kindern beendet werden soll und dass wir vorschlagen, dass die Palästinenser ein Selbstbestimmungsrecht haben.“

gefunden hier: http://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/da6a1418b534204

in einem interessanten Artikel über die Kriegsvorbereitungen der USA.

Vielleicht schaffe ich es heute doch noch zum Vortrag von Prof. Karin Kulow in München, dann werde ich natürlich auch darüber berichten.

Das und mehr über Ahmadinejad in New York muss aber ein paar Tage warten, weil ich übers Wochenende einen Kurzurlaub mache. Und inchaAllah viele schöne Fotos mitbringe.

Allah liebt nicht die Übertreter

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Allah liebt nicht die Übertreter

Bismillahir rahmanir rahim

Und kämpfet für Allahs Pfad gegen jene, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht. Allah liebt nicht die Maßlosen

Heiliger Qur´an, Sure 2, Vers 190

Dieser Vers als Einleitung zu diesem Artikel über den Umgang der Muslime mit den Verunglimpfungen unserers geliebten Propheten Muhammed, s.a.s., und unserer Religion, dem Islam. In anderen Übersetzungen heißt es nicht die „Maßlosen“ sondern die „Übertreter“ – auch das ist sehr passend, denn es geht um das Übertreten von Regeln und Grenzen.

Dass Gott der Erhabene nicht diejenigen liebt, die den Propheten, s.a.s., andere heilige Persönlichkeiten, den heiligen Qur´an und den Islam beleidigen, ist selbstverständlich. Über einen Pastor Jones, einen Nakoula Basseley, Salman Rushdie, Michael Stürzenberger, eine Necla Kelek oder Alice Schwarzer brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Sie werden sich vor Allah verantworten müssen, wenn sie ihr Verhalten nicht bereuen und ändern.

Das heißt nicht, dass wir uns nicht gegen Verunglimpfungen und Beleidigungen wehren sollen und sogar müssen. Die Frage ist die der Art und Weise und des Maßes.

Wir sollten uns das Verhalten und Benehmen des heiligen Propheten, s.a.s., anschauen – schließlich berufen wir uns doch auf die „Sunna“ , also sein Vorbild, egal ob wir uns Sunniten oder Shiiten nennen! Auch von anderen Persönlichkeiten wie Imam Ali, a.s., der im Haushalt des Propheten, s.a.s., aufgewachsen ist, von ihm erzogen wurde, oder anderen der Imame, a.s., müssen wir lernen.
Über den Propheten, s.a.s., gibt es eine Geschichte, die in leicht unterschiedlichen Versionen erzählt wird. Ob sie unter die vertrauenswürdigen Hadithe fällt, konnte ich nicht feststellen, aber alleine dass sie seit Jahrhunderten unter den Muslimen überliefert ist zeigt doch, dass dieses Verhalten als passend zur Persönlichkeit des Propheten angesehen wird. Ich habe sie zuletzt in einer Radiodiskussion über die aktuellen Ausschreitungen angesichts des abartigen Films von o.g. Nakoula Basseley, alias Bacile, gehört. Ein iranischer Anrufer, der sich selbst als vom Glauben abgefallen bezeichnete, erinnerte sich trotzdem an das prophetische Vorbild:
Der Prophet Muhammed, s.a.s., pflegte täglich an einer Stelle in Medina vorbeizugehen an der ihn einer seiner Gegner vom Dach herab bespuckte. Der Prophet, s.a.s., in dieser Zeit Oberhaupt des islamischen Staates, unternahm nichts gegen diese beleidigenden Attacken. Eines Tages blieb dieser Gegner aus – der Prophet, s.a.s., ging daraufhin zum Besitzer des Ladens zu dem das Dach gehörte und erkundigte sich, ob der „Spucker“ womöglich krank sei.
In anderen Varianten dieser Geschichte besucht der Prophet, s.a.s., daraufhin seinen erkrankten Gegner. Dieser ist davon so beeindruckt, dass er sich zum Islam bekehrt.
Ich habe diese Geschichte ausgewählt, weil sie in einer Zeit spielt, in der der Prophet, s.a.s., in einer machtvollen Stellung war. Schlimmere Beleidigungen hat es auch in der mekkanischen Zeit gegeben, in der man ihn mit Schlachtabfällen überschüttet hat. Aber damals waren die Muslime natürlich unterdrückt und man könnte sagen, er sei feige gewesen und habe sich nicht wehren können.
Muhammed, s.a.s., hat aber auch seine Macht nicht ausgenutzt, als schließlich Mekka von den Muslimen erobert wurde. Der heilige Qur´an sagt dazu:
Oh die ihr glaubt! Seid verantwortlich in Allahs Sache, bezeugend in Gerechtigkeit.  Und die Feindseligkeit eines Volkes soll euch nicht verleiten, anders als gerecht zu handeln. Sei gerecht, das ist näher der Gottesehrfurcht. Und fürchtet Allah; wahrlich Allah ist kundig eures Handelns.
Sure 5, Vers 8
Der Islam erlaubt und  fordert  sogar von uns, dass wir uns auch mit kriegerischen Mitteln wehren, wenn es nicht anders geht, das heißt wenn Leib und Leben der Muslime gefährdet sind. Das ist ein Prinzip des Islam. Man darf sich der Tyrannei und Grausamkeit der Feinde nicht unterwerfen, um ihre Sympathie zu erlangen. Aber: das o.g. Maß muss gewahrt bleiben. Gewalt ist das letzte Mittel, wenn nichts anderes übrig bleibt. Und es gilt dann, wenn der islamische Staat bedroht ist.
Wie geduldig der Prophet , s.a.s., war zeigt sich auch beim Friedensabkommen von Hudaibiya, im Jahr 6 nach der Auswanderung der Muslime nach Medina (http://www.eslam.de/begriffe/h/hudaibiya.htm). Der Prophet, s.a.s., ging mit ca. 1600 Muslimen nach Mekka, um die Pilgerfahrt zu vollziehen. Die Mekkaner hinderten sie daran. Gegen den Widerstand eines Teils seiner Gefährten, schloss der Prophet, s.a.s., ein Friedensabkommen mit den Mekkanern, das einen Frieden für 10 Jahre vereinbarte und einige andere Bedingungen, auf die ich hier jetzt nicht näher eingehen kann (im o.g. link nachzulesen). Die Muslime durften die Pilgerfahrt in diesem Jahr nicht vollziehen und, was auch bemerkenswert ist: die Mekkaner wollten in diesem Vertrag weder einen Bezug auf Gott, noch wollten sie, dass der Prophet Gottes, s.a.s., darin als solcher bezeichnet wird. Deshalb wird beginnt der Vertrag auch folgendermaßen:
Dies sind die Bedingungen des Friedensvertrages zwischen Muhammad, dem Sohn Abdullahs und Suhail, Sohn von Amr als Verteter Medinas

Erneut bemerkt: das war in einer Zeit, in der Muhammed, s.a.s., Staatsoberhaupt des aufstrebenden islamischen Staates war, der bereits einige schwere kriegerische Auseinandersetzungen mit den Islamfeinden gewonnen hatte. Hätter er, s.a.s., gewollt, hätten sich die Muslime mit Gewalt dagegen wehren können, dass sie am Betreten der Stadt gehindert wurden. Viele seiner Anhänger waren nur mit Mühe zu bewegen, sich diesem Vertrag zu unterwerfen und sahen ihn als Niederlage an. Die Geschichte zeigte, dass er das Gegenteil war. Wenige Jahre später nahmen die Muslime Mekka völlig gewaltfrei ein (nachdem die Mekkaner den Friedensvertrag gebrochen hatten).

Selbst wenn Gewalt angewendet werden muss, dürfen sich die Muslime nicht von ihrem Zorn überwältigen lassen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Verhalten Imama Alis, a.s., bei der Grabenschlacht (http://www.eslam.de/begriffe/g/grabenschlacht.htm). Imam Ali, a.s., kämpfte im Zweikampf gegen den legendären Amr ibn Abd-al-Wudd. Der extrem heftige  Kampf nahm ein erstaunliches Ende:
Imam Ali, a.s. streckte Amr nieder und wollte ihn töten. In diesem Moment spuckte Amr Imam Ali, a.s., mitten ins Gesicht. Imam Ali a.s., wandte sich kurz ab, ging einige Schritte weg, kam zurück und tötete Amr. Auf sein Verhalten angesprochen erläuterte Imam Ali, a.s., dass nach dem Spucken die Gefahr bestand, dass er ihn nicht aus einer reinen Absicht getötet hätte und es sollte eine Lehre für die Menschen sein, niemals eine persönliche Rache mit reinen Absichten zu vermengen.
Für mich ist diese Erzählung über das Verhalten Imam Alis, a.s., die deutlichste Warnung davor,  uns von unseren Gefühlen hinreißen zu lassen. Diejenigen die nach den abscheulichen Verunglimpfungen des Propheten, s.a.s., sei es jetzt aktuell, oder auch schon bei den Karikaturen und anderen Beleidigungen, mit Gewalt gegen unbeteiligte Personen oder deren Eigentum vorgehen, zählen zu den oben kritisierten Übertretern.
Protest muss sein – natürlich. Wir müssen unseren Propheten, s.a.s., verteidigen und wir müssen die Wahrheit über ihn und seine Botschaft verbreiten. Aber wir dürfen dabei sein Vorbild nicht vergessen.
Und: wenn wir Muslime alle so wären, wie es der Islam uns lehrt, würden dann diese Beleidigungen überhaupt irgendeine Resonanz finden? Wären wir alle im Verhalten vorbildlich, freundlich, wohltätig,  mitfühlend, ehrlich, geduldig – die besten Verwandten, Nachbarn und Arbeitskollegen – dann würden wir den Propheten, s.a.s., auf die beste Art verteidigen und niemand würde diese Beleidigungen überhaupt zur Kenntnis nehmen. Dass es Menschen gab und gibt, die sich Muslime nennen, aber gewalttätig und unehrlich sind, stehlen, beleidigen,  Drogen und Alkohol konsumieren, ihre Frauen schlecht behandeln, ihre Kinder schlecht erziehen,  ungebildet und faul sind und auf Kosten anderer leben, Kriege anzetteln um sich zu bereichern: das ist die größte Beleidigung unseres Propheten, s.a.s. und bei diesen Menschen, die sich unsere muslimischen Geschwister nennen, müssen wir anfangen. Natürlich als erstes bei uns selber: wie entsprechen wir selber dem Ideal eines gläubigen Menschen?  Es gibt Christen, Juden und Angehörige anderer oder keiner Religion, die sich in ihrem Verhalten vor den meisten Muslimen auszeichnen!
Noch zwei Aspekte der derzeitigen Situation möchte ich nennen:
Das eine ist, das wir Muslime verpflichtet sind, die Gesetze der Länder zu achten, in denen wir leben. Solange uns diese nicht an der Ausübung unseres Glaubens hindern. Wenn das der Fall ist, dann müssen wir uns darum bemühen, das zu ändern – mit friedlichen Mitteln, so wie wir überhaupt dazu verpflichtet sind, die Gesellschaft in der wir leben mitzugestalten und zu verbessern. Geht das nicht, dann müssen wir  das Land verlassen, so wie der Prophet, s.a.s., und seine Muslim Mekka verlassen haben und dorthin gezogen sind, wo sie den Islam ausüben  konnten. Sonst werden wir am nach unserem Tod gefragt werden, warum wir nicht dorthin gegangen sind, wo wir ungehindert unseren Gottesdienst ausüben konnten:
„Zu jenen, die Unrecht gegen sich selbst verübt haben, sagen die Engel, wenn sie sie abberufen: „“In welchen Umständen habt ihr euch befunden?““ Sie antworten: „“Wir wurden als Schwache im Lande behandelt.““ Da sprechen jene: „“War Allahs Erde nicht weit genug für euch, daß ihr darin hättet auswandern können?““ Sie sind es, deren Herberge Dschahannam sein wird, und schlimm ist das Ende!“
Sure An-Nisa, Vers 97
Wenn die Muslime in einem Land in der Mehrheit sind und stark genug, dann dürfen sie diese Macht auch nutzen, um das Land islamisch zu gestalten. Aber das dürfen sie nicht in einer Weise tun, dass sie andere mit Gewalt bekämpfen und unterdrücken – es sei denn, diese Feinde wenden solche Mittel an. Hier ist wieder das  rechte Maß gefordert.
Man erinnere sich an die gewaltlosen Revolutionen des 20. Jahrhunderts. Die Inder haben die englischen Kolonialherren auf diese Weise aus ihrem Land vertrieben. Die Iraner haben ihren Diktator gewaltfrei verjagt. Die Afroamerikaner haben mit friedlichem Protest das Ende der Rassentrennung durchgesetzt (sonst gäbe es heute keinen Präsidenten Obama). Kaum bekannt: die gewaltfreie Bewegung der „Diener Gottes“:
„…Ich werde meinen Wohlstand, meinen Komfort und mein Leben für die Freiheit meiner Nation und meines Volkes hingeben. Ich werde nie Spaltung, Hass oder Eifersucht in meinem Volk fördern und will den Unterdrückten gegen die Unterdrücker zur Seite stehen. Ich werde kein Mitglied irgendeiner Konkurrenzorganisation werden, noch will ich in irgendeiner Armee stehen. Ich will treu alle legitimen Anweisungen meiner Offiziere beachten. Ich will im Einklang mit den Prinzipien der Gewaltfreiheit leben. Ich werde allen Geschöpfen Gottes gleich dienen, und mein Ziel wird die Freiheit meines Landes und meiner Religion sein. Ich werde nie eine Auszeichnung für meinen Dienst verlangen…“  http://www.eslam.de/begriffe/a/abdulghhaffar_chan.htm
Der letzte Aspekt, den ich zur Diskussion stellen möchte ist der, dass die genannten Verunglimpfungen genau die emotionalen und unkontrollierten Reaktionen hervorrufen sollen, die wir jetzt in der muslimischen Welt sehen. Wir müssen doch unseren Verstand einschalten und überlegen, in wessen Interesse diese Ausschreitungen sind und welche Rechtfertigungen für welche Konsequenzen sie bieten sollen!
Bei den Morden am US-Botschafter in Libyen wird ja inzwischen davon gesprochen, dass sie von Al-Kaida gesteuert seien und mehr mit dem Jahrestag von 9/11 zu tun hätten, als  mit dem unsäglichen Filmchen. Und jetzt fahren die USA wieder ihre Kriegsschiffe vor Libyen auf. Läuft es im Land, nachdem sie es „befreit“ haben, nicht zu ihrer Zufriedenheit?
Wer ist denn Al-Kaida? Bestimmt nicht eine islamische Organisation, sondern ein Produkt der Amerikaner:
Hier ist nicht der Platz, um auf alle die ungeklärten Fragen in Bezug auf 9/11 einzugehen. Das unglaubliche Verbrechen, das Al-Kaida in die Schuhe geschoben wird und als Rechtfertigung für den amerikanischen „Krieg gegen den Terror“ dient, mit den bekannten noch verbrecherischen  Folgen. Al-Kaida, die in Syrien als angebliche Oppositionelle agieren und das syrische Volk mit westlicher Unterstützung ermorden (und Andersgläubige verfolgen). Al-Kaida, die aus Saudi-Arabien stammen, dem besten Freund der USA, dem Land das seine Bevölkerung unterdrückt und die Vorherrschaft über die muslimische Welt anstrebt.
„Wem nützt es“ muss man sich immer fragen. Und wem nützen diese sinnlosen Ausschreitungen? Dem Islam bestimmt nicht. Sie dienen den Islamfeinden als Beweis für die Dummheit und Gewalttätigkeit nicht nur einzelner Muslime, sondern des Islam insgesamt. Und sie sind der Vorwand für erneute militärische Übergriffe der Hegemonialmächte.
In Saudi-Arabien, dem Land das Hüter der heiligsten Stätten des Islam ist, herrschen Vertreter einer Ideologie, die keine islamische ist. Der Wahabismus ist gewalttätig, spalterisch (Anschläge auf Angehörige anderer Konfessionen), erklärt die Angehörigen anderer muslimischer Rechtsschulen zu Ungläubigen. Dabei sind die Wahabiten diejenigen, die die Gräber heiliger islamischer Persönlichkeiten zerstören und sogar in der heiligen Stadt Mekka blutig friedliche Demonstrationen niedergeschlagen haben (http://www.eslam.de/begriffe/m/mekka_massaker_1987.htm), wie sie auch in der Vergangenheit für Massaker an Muslimen in Taif, in Kerbela, heute in Indonesien ( http://de.qantara.de/Hassprediger-und-Brandstifter/19752c21069i0p8/index.html) verantwortlich sind. Nur als Beispiele genannt, es gibt unzählige weitere Verbrechen.
Und diese angeblichen Muslime, die einerseits mit den größten Feinden der islamischen Völker zusammenarbeiten, andererseits sich zu Hütern des „wahren Islams“ erklären, der in ihren Augen eine intolerante und gewalttätige Religion ist, sind jetzt diejenigen, die zum  gewaltsamen Widerstand gegen die Beleidigung des heiligen Propheten aufrufen! Augen auf Geschwister, wem Ihr da auf den Leim geht!
Ich kann nur an meine muslimischen Geschwister appellieren, ihren Verstand zu benutzen, wie es Gott im heiligen Qur´an von uns fordert!
Protest ja, Widerstand ja,  aber in angemessener Weise!

NAM-Gipfel in den Medien -3- Blick über den Tellerrand

Standard

Bismillahir rahmanir rahim

Teil 2 ist hier: https://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2012/09/02/nam-gipfel-in-den-medien-2/
Was in unseren Medien als „Desaster“ für Iran beschrieben wird und die Inhalte der Konferenz der „Blockfreien“ völlig ignoriert, wird im Rest der Welt, wie schon gesagt, ganz anders wahrgenommen. Ich will hier ein paar andere Blickwinkel verlinken, aber zuerst noch mal ein Beispiel für unglaubliche westliche Arroganz. Die „Frankfurter Rundschau“ die ich noch für eine der besseren unter unseren Mainstream-Medien halte hat eine „Analyse“ zum NAM-Gipfel gebracht. Über den Inhalt der Analyse kann man diskutieren, aber dieser Satz in der  Einleitung ist echt eine Frechheit gegenüber der Hälfte der Menschheit:

Normalerweise wäre der Gipfel der weitgehend nutzlosen Organisation nichts, worüber viel zu berichten wäre.

http://www.fr-online.de/meinung/analyse-zum-gipfel-der-blockfreien-beziehungsgipfel-in-teheran,1472602,17011142.html

Nur noch mal zur Erinnerung: in der „NAM“ sind rund 120 Staaten vertreten, die über die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren. Was wohl die 1,2 Milliarden Inder,  25o Millionen Indonesier, 30 Millionen Usbeken, 50 Millionen Südafrikaner, 192 Millionen Brasilianer und der Rest der Welt zu der Bemerkung aus der nutzlosen deutschen Zeitungsredaktion sagen? Wahrscheinlich nichts, weil sie den nutzlosen Kommentar nicht lesen werden.

Nun, wie gesagt, über den sonstigen Inhalt des Artikels kann man sich Gedanken machen. Allerdings ist es auch wieder etwas albern zu behaupten, dass für die Mitglieder der NAM Teheran sonst ein No-Go-Area gewesen sei. Tatsache ist, dass die Iraner Kontakte zu einem großen Teil der NAM-Mitglieder pflegen. Meinungsverschiedenheiten gibt es und soll es geben – in westlicher Schwarz-Weiß-Sicht gibt es aber nun mal keine Kompromisse.

Eine gehaltvollere Analyse zum Gipfel bietet „Irananders“  und bringt dabei auch erstaunliche Zahlen über die hochkarätigen Teilnehmer:

Die westlich-iranische Propagandaschlacht um den NAM-Gipfel in Teheran

Letzte Woche fand in Teheran der 16. Gipfel der Bewegung der Blockfreien Staaten (NAM) statt. Im Vorfeld gab es von einigen westlichen Staaten massiven Druck auf die Mitgliedsstaaten, die Teilnahme an der Großkonferenz abzusagen oder zumindest sich dort nur von niedrigrangigen Offiziellen vertreten zu lassen. Nachdem dies gründlich gescheitert war (es nahmen alle Mitgliedstaaten teil und unter anderem der Generalsekretär der Vereinten Nation (UN), der Arabischen Liga (AL), der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), 2 Könige, 27 Staatspräsidenten, 8 Regierungschefs und mehr als 25 Außenminister), begannen westliche Medien – aus welchen Gründen auch immer – nun damit, die Reden der wichtigsten Teilnehmern sowie Ereignisse außerhalb und innerhalb der Konferenz völlig verzerrt oder unvollständig wiederzugeben.

http://irananders.de/home/news/article/die-westlich-iranische-propagandaschlacht-um-den-nam-gipfel-in-teheran.html

Ein lesenswerter Artikel, der uns auch Einblicke in die Äußerungen von Ban Ki Moon zur „konstruktiven Zusammenarbeit“ Irans mit der IAEA beschert, oder Äußerungen des ägyptischen Präsidenten Mursi, die uns unterschlagen wurden. Denn neben der Kritik an den Menschenrechtsverletzungen oder der Syrien-Politik Irans gab es durchaus auch positive Bemerkungen. Davon sollen wir hier nichts wissen, statt dessen wird ein Übersetzungsfehler bei der Mursi-Rede aufgebauscht, als habe es eine Zensur gegeben. Als ob es nicht genug arabischsprachige Teilnehmer oder Fernsehzuschauer in Iran gäbe, die das sofort bemerken könnten, was ja auch geschehen ist.

Dass man übrigens „Bahrain“ und „Syrien“ im Eifer des Gefechts als Übersetzer mal verwechseln kann, wundert mich nicht. In Bahrain werden Menschen von ihrer Regierung umgebracht, wie es auch Assad schon getan hat. Allerdings wird dagegen hier nichts eingewendet und in Syrien werden die mörderischen Rebellen vom Westen unterstützt. Die Syrer sind wohl mit einem Präsidenten Assad besser dran.  Aber das ist ein anderes Thema.

Dank des „Muslim-Marktes“ hab ich inzwischen auch das Abschlussdokument der Tagung gefunden. Das war nämlich schon im Vorfeld auf Ministerebene erstellt und veröffentlicht worden. Die Konferenz hat es dann geschlossen abgesegnet, was vielleicht der Grund ist, dass es auch in ausländischen Medien nicht ausführlicher dokumentiert wurde. Dass wir in den „Ländern der Ahnungslosen“ natürlich nicht wissen sollen, was die Hälfte der Welt so meint, ist klar.

In der letzten Woche ist das 16. Gipfeltreffen der Blockfreien in Teheran zu Ende gegangen. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Abschlussdokument, dass sage und schreibe 688 Artikel auf 166 Seiten beinhalten. Vorbereitet wurde jenes Dokument bereits bei einer Vorgängerveranstaltung im Mai des Jahres in Ägypten. Allein die Tatsache, dass sich 118 nichtwestliche Staaten zu solch einem umfangreichen Dokument einigen, ist schon sensationell genug. Aber wenn dann auch noch alle Aussagen im Internet verfügbar sind und sehr viele Punkte sich in aller Deutlichkeit gegen die Westliche Welt richten, dann sollte doch jene Westliche Welt zumindest ihre Bürger darüber informieren, dass die Mehrheit der Staaten der Welt und die Mehrheit der Bevölkerungen der Welt solch ein Dokument verabschiedet haben. Doch der Bürger im Tal der Ahnungslosen darf offensichtlich nicht erfahren, was die Blockfreien so alles entschieden und veröffentlicht haben. Daher hier einige Auszüge für Interessierte:

Weiter unter:

http://german.irib.ir/analysen/kommentare/item/210527-688-aussagen-von-118-staaten-gegen-die-westliche-welt

Hier gibt es das Abschlussdokument als pdf:  http://www.nam.gov.ir/Portal/File/ShowFile.aspx?ID=212cfdbf-6dbc-4185-a4f5-01fe30a0c772

Mal ganz abgesehen von religiösen und politischen Meinungsverschiedenheiten: müssen wir im Westen uns nicht für unseren anscheinend immer noch vorhandenen Überlegenheitswahn schämen?

Viel wird in diesen Beiträgen schon gesagt. Aber ich habe ja noch ein paar links versprochen. Kein Anspruch auf Vollständigkeit, nur was mir so beim Rumstöbern begegnet ist:

„A Dissident Voice“:

Why the Western Media are Angry at Tehran NAM Summit

by Kourosh Ziabari / September 1st, 2012

http://dissidentvoice.org/2012/09/why-the-western-media-are-angry-at-tehran-nam-summit/

InDepthNews:

Tehran Summit Revitalises Non-Aligned Movement

By Martin Khor

the 16th Summit of the Non-Aligned Movement (NAM) concluded in Tehran on August 31 in high spirits with the political leaders adopting several declarations and action plans, and many of them calling for a revival of the importance of NAM, especially to protect the countries from foreign intervention and to build a new multi-polar world.

http://indepthnews.info/index.php/global-issues/1136-tehran-summit-revitalises-non-aligned-movement

Portal Amerika 21.de

Blockfreie: Lateinamerika für Lösung der Konflikte um Syrien und Iran

Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro hat sich bei dem 16. Gipfel der Bewegung der Blockfreien Staaten (NAM) in der iranischen Hauptstadt Teheran für eine Stärkung der Organisation ausgesprochen. „Venezuela wird sich dafür einsetzen, dass die NAM weltweit weiterhin eine zentrale Rolle spielt“, sagte Maduro. Auf dem Gipfel hatte Iran die Pro-tempore-Präsidentschaft von Ägypten übernommen, in drei Jahren wird die Führung der Organisationan Venezuela übergehen.

Dominiert wurde die Agenda in Teheran von dem Bürgerkrieg in Syrien und dem Streit um das iranische Atomprogramm. Lateinamerikanische Staaten stellten sich in beiden Fällen weitgehend vor die Führungen in Syrien und Iran.

http://amerika21.de/meldung/2012/09/57039/blockfreie-lateinamerika

RIA Novosti:

Non-Aligned Movement Summit Resolution Supports Iran

http://en.rian.ru/world/20120901/175553065.html

The Hindu – die Rede des indischen Premierministers:

Statement by Prime Minister Manmohan Singh at the XVI Summit of the Non-Aligned Movement

http://www.thehindu.com/news/resources/article3839792.ece

Xinhua-Nachrichtenagentur:

Tehran NAM summit concludes with final documents stressing peace

http://news.xinhuanet.com/english/photo/2012-09/01/c_131820912.htm

auch:

China pushes NAM cooperation

http://news.xinhuanet.com/english/video/2012-09/01/c_131821339.htm

Today´s Zaman: zitiert eine indische Stimme:

NAM summit in Tehran: Iran’s clarion call for third world unity

kleiner Auszug:

The holding of the summit in the Iranian capital underlines the united support of the non-aligned nations to the leadership of Iran, which has been facing tough sanctions for continuing its nuclear program.

http://www.todayszaman.com/news-291099-nam-summit-in-tehran-irans-clarion-call-for-third-world-unity-by-sudhanshu-tripathi*.html

Die „Zaman“ hat noch mehrere Artikel und Kommentare zur Konferenz.

Al-Jazeera – ausführlich und bestimmt nicht iran-freundlich:

Did the NAM summit backfire on Iran?

http://www.aljazeera.com/programmes/insidestory/2012/08/201283183424802737.html

Alles in allem bekommt die Konferenz fast überall mehr Aufmerksamkeit als in deutschen Medien, und vor allem haben die Beiträge mehr Substanz als die albernen Statements wie oben aus der „Frankfurter Rundschau“, oder der bereits an anderer Stelle zitierte „Spiegel“-Beitrag „Einsam unter 120 Gästen“.

Das ist ja wie in alten DDR-Zeiten, im „Tal der Ahnungslosen“. Nur dass wir heute alle in der Lage sind, nicht nur „Westfernsehen“ zu empfangen, sondern auch den Rest der Welt. So scheitert der Versuch uns dumm zu halten – es sei denn, wir wollen dumm bleiben und uns nur die „BLÖD“ und RTL zu Gemüte führen. Achja, und die ARD und andere angebliche „Qualitätsmedien“.
Natürlich bieten iranische Medien auch einiges an Artikeln, auch Äußerungen von Teilnehmern. Aber ich wollte ja nicht nur die iranische Sicht zeigen, sondern einen kleinen Eindruck aus dem großen Rest der Welt.

Aber ein kleines Bonbon noch: der Besuch des „mongolischen Präsidenten“ in der Atomanlage Natanz wurde in unseren Medien erwähnt – ein bisschen als lächerlich dargestellt, denn wen interessiert schon, was die Mongolen so tun und denken? Nun, der mongolische Präsident war allerdings nicht alleine und er hat sogar einen Namen. Und befand sich in Gesellschaft von Ban Ki Moon. Komisch, dass uns das nicht verraten wurde.

Unter anderem waren der mongolische Präsident Tsakhiagiin Elbegdorj und auch Ban Ki Moon, sowie viele Andere nach Esfahan gereist um sich am Sonntag ein Bild zu machen, und den Governeur der Stadt zu treffen.
Außer einem Besuch bei historischen Sehenswürdigkeiten in Esfahan, hatten die Diplomaten außerdem die Gelegenheit iranische Atomanlagen in Esfahan zu besuchen.

http://abna.ir/data.asp?lang=7&Id=344279

die Österreicher haben sogar darüber berichtet: http://derstandard.at/1345165276767/UN-Chef-Ban-wird-iranische-Atomanlage-besuchen

Soweit mein kleiner Überblick.

Updates:

https://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2012/09/10/fundburo-nicht-langer-als-baby-deutschland-auftreten-nam-gipfel/

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18193