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Qudstag-Nachlese: wer sind eigentlich die Verteidiger der Unterdrückung?

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Qudstag-Nachlese: wer sind eigentlich die Verteidiger der Unterdrückung?

Bismillahir rahmanir rahim

Eine Woche ist die alljährliche Qudstag-Demonstration schon wieder her und über die bösen antisemitischen Demonstranten ist doch schon alles gesagt, oder?

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Die Berliner Zeitung vom 11.7.2015

Immer wieder antwortete die Menge mit antisemitischen Parolen wie „Zionisten sind Rassisten, töten Kinder und Zivilisten“ und „Muslime, Juden und Christen – Hand in Hand gegen Zionisten“. Zudem war die Parole „Gaza, Gaza bis zum Sieg!“ zu hören.

Das war wieder eine unfreiwillig komische Einlage der Springer-Presse.

Der Artikel ist ganz lesenwert, nicht wegen des wörtlichen Inhalts („Dahinter steckt nach Angaben von Sicherheitsorganisationen die schiitische Terrororganisation Hisbollah. Auf den Märschen wird die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels propagiert, auch wenn die Veranstalter offiziell gegen Antisemitismus sind.“) sondern wegen vieler Bilder und Videos, aber suchen müsst Ihr ihn Euch selber („Israel Gegner hetzen auf Protestmarsch durch Berlin“).

Mal nachgeschaut, was denn die linke Presse so zu uns zu sagen hatte:

Das „Neue Deutschland“ stößt in das „Antisemitenhorn“:

„Die Reden bei der zeitgleich stattfindenden Auftaktkundgebung des Al-Quds Tages auf dem Adenauerplatz waren durchzogen von antisemitischen Ressentiments. Anmelder Jürgen Grassmann etwa wetterte, »Tagesspiegel, Spiegel, das ist Zionistenpresse, das ist Lügenpresse«. Der zweite Redner Christoph Hörstel stieß ins selbe Horn. Die Medien würden die »dumme, blinde« Vokabel des Antisemitismus »wider besseren Wissens« nutzen, um die deutsche Bevölkerung zu »verdummen«, wie es Adolf Hitler hätte mit den Polen machen wollen. Während des gesamten Zuges huldigten Teilnehmer mit Fahnen, T-Shirts und Parolen der Terrororganisation Hisbollah.“

Linke wie Springerpresse: nicht ein Wörtchen zu den berechtigten Anliegen der von Israel unterdrückten Völker von Palästina und Libanon….und denen, an deren Unterdrückung Israel mitwirkt. Das ist nicht antisemitisch, sondern wahr. Palästinenser sind übrigens auch Semiten, während Israel als Einwanderungsland wohl überwiegend aus anderen Völkern besteht – nicht dass sie ihren afrikanischen Glaubensbrüdern freundlich gegenüber stünden.

Israel ist rassistisch, ein Apartheidstaat, basiert auf einer beispiellosen Vertreibung und fordert sein „Existenzrecht“, wegen der Verbrechen unserer deutschen Vorväter. Niemand kann mir erklären, warum die Palästinenser für die Untaten unserer Vergangenheit büßen sollen.

Ein solches Land wird natürlich keinen Bestand haben, fragt sich nur, wieviel Opfer es noch fordern muss, bis endlich die Vernunft siegt und ein gemeinsamer Staat aller Volksgruppen und Religionen geschaffen wird. Denn die Zweistaatenlösung ist nun einmal tot, angesichts des immer weiter fortschreitenden Landraubs.

Warum eigentlich glauben diejenigen, die sich doch angeblich für den Frieden einsetzen, nicht daran, dass Juden, Muslime und Christen gleichberechtigt zusammenleben können?

Genau – ich wollte doch hinschauen, wer da so aufruft und nicht zum wiederholten Male ausgiebig die Positionen der Teilnehmer der Quds-Demo darlegen.

Also aufgerufen gegen den Quds-Tag haben u.a. eine

„Association Belle Vie“ – eine Organisation, die sich „freiheitlich-kommunistisch nennt. In ihrem Pamphlet gegen den Qudstag erklärt sie Widerstand gegen Zionismus als quasi „wahnhaft“ und vermengt ausgiebig Islam- und Irankritik.

In Anbetracht der Staatsgründung Israels, das damit zum Repräsentanten westlichen Lebens in unmittelbarer Nähe wurde, der unvorhergesehenen und als entwürdigend empfundenen Niederlage im 6-Tage-Krieg und der zunehmend internen Konflikthaftigkeit der islamistischen Strömungen spitzte sich diese antiwestliche Haltung zunehmend antisemitisch zu.

Ausgiebiges Geschwurbel, „Islamkritik“ genannt mündet schließlich in diesem Fazit:

Antizionismus nennt sich der Umweg, der versucht den Jüdinnen und Juden das Recht auf Selbstverteidigung zu entziehen, ohne sie dabei wenigstens noch beim Namen zu nennen. Richtet er sich doch „nur“ gegen die jüdische Bestrebung eines eigenen Nationalstaates, die einzige Form in der kapitalistischen Verfasstheit der Welt, die fähig ist, Schutz zu bieten.

Sich dieser Erkenntnis und seiner Ohnmacht bewusst zu sein, heißt sich bedingungslos solidarisch mit Israel zu erklären. Bedingungen zu nennen, verkennt die Alternativlosigkeit in Anbetracht der Vernichtungswünsche der AntisemitInnen. Es bedeutet nichts anderes, als Juden und Jüdinnen erneut der Verfolgung und Schutzlosigkeit ohne eigenen Staat auszusetzen. Die derzeitige massenhafte Flucht europäischer Juden und Jüdinnen vor allem aus Frankreich nach Israel belegt eine einfache Wahrheit heute aufs Neue: Der Zionismus ist berechtigt.

Eine „kommunistische“ Organisation, die sich bedingungslos auf Seiten Israels stellt und gar nichts an der Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat auszusetzen hat. Motivation: Islamhass und Kritik an der Islamischen Republik Iran, die hier als Organisator des Quds-Tages benannt wird. Und weil Iran islamisch ist und man den Islam hasst, überlässt man die Palästinenser ihrem Schicksal und unterstützt bedingungslos das faschistische zionistische israelische Regime.

Die Juden wurden verfolgt, das ist richtig. Was können die Palästinenser für den Holocaust?

Weitere Lektüre auf der Seite ist ganz unterhaltsam – unter dem Stichwort des „Antideutschen“ mischt sich dort allerlei berechtigte Kritik mit Unterstützung von TTIP und Co. Man will ja schließlich nichts gegen die Amerikaner sagen und feiert die Besetzung Deutschlands. Was haben sie denn nur, die Antideutschen, wir sind doch noch immer besetzt und machen was die Amerikaner wollen – auch wieder nicht recht?

Ja, das war ein Beispiel aus der Teilnehmerliste der Anti-Quds-Demo. Ein weiteres: der „Lesben- und Schwulen-Verband“. Hä?

Sind alle Israelis schwul, oder was tut der Verband dort? Es geht gegen die Unterdrückung der Palästinenser, was hat das mit irgendjemandes sexueller Orientierung zu tun? Aufklärung fand ich nicht auf der Seite des Verbandes selber, aber bei der TAZ:

Diesmal ruft auch der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) zum Protest gegen die Al-Quds-Demonstration auf. „Wir tun das angesichts der furchtbaren Situation Homosexueller im Iran und aufgrund der homophoben Inhalte der Ideologie, in deren Tradition dieser Tag steht“, sagt Sprecher Jörg Steinert.

In dem Artikel wird erwähnt, dass die Entscheidung sich dort zu beteiligen, im Verband nicht unumstritten ist. Und wieder wird hier was verwechselt: wenn einem iranische Politik nicht passt, warum wird dann gegen das Recht der Palästinenser auf Heimat, Sicherheit und Frieden demonstriert?

Anscheinend – und das ist der Kritikpunkt bei der internen Auseinandersetzung innerhalb des Verbandes – wirbt die israelische Regierung geradezu um Schwule und Lesben, um das Ansehen ihres Landes zu verbessern. Dabei verbietet das Judentum diese sexuellen Praktiken ebenso wie der Islam, mit drastischen Strafandrohungen.

Die Normen finden wir in der Heiligen Schrift und, mehr beiläufig, im Talmud, den für das Judentum grundlegenden beiden Büchern. In der Bibel steht das strikte Verbot: „Du sollst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; ein Greuel ist das.“ (Wajjikra/Lev 18, 22). Und, zwei Kapitel weiter, noch schärfer: „Wenn ein Mann mit einem Mann schläft wie mit einer Frau- ein Greuel haben beide verübt, sterben, ja sterben sollen sie, ihr Blut über sie!“ (ebd 20, 13). Beide Verbote stehen nicht für sich; sie sind jeweils eingebettet in eine ganze Reihe von Verboten der verschiedensten sexuellen Praktiken.

Die Mischna (mSanhedrin 7, 4) bekräftigt die biblische Androhung der Todesstrafe für den sexuellen Verkehr zwischen zwei Männern). Auch wenn dies unter veränderten Verhältnissen nur noch symbolische Bedeutung hat, zeigt es doch deutlich die anhaltende Schärfe der Verurteilung.

Der Talmud (bSanhedrin 54a) bekräftigt diese Einstellung. Wenn es sich um zwei erwachsene Partner handelt und sie beide einvernehmlich handeln, müssen beide sterben, andernfalls nur der erwachsene Partner oder der Vergewaltiger. An einer anderen Stelle allerdings erklärt der Talmud kurzerhand, dieses Problem existiere für das Judentum nicht, da es keine jüdischen Homosexuellen gebe.

Nun, das ist nicht der einzige Widerspruch zwischen Judentum und „jüdischem“ Staat wie wir wissen und wie die Rabbiner von „Neturei Karta“ auf der Demo zum Al-Quds-Tag immer wieder betonen (die Rede hab ich auf Youtube nicht gefunden und leider auch nicht den Text auf der Seite des Quds-Tages, vielleicht kommt das ja noch).

Aber weiter zu den übrigen Gegendemonstranten.Bei der grünen Jugend Berlins fand ich gar nichts auf der Homepage, auch wenn sie sich dem Bündnis angeschlossen hatte. Da hat man es sich wohl bequem gemacht und nicht Stellung bezogen, was man denn mit der Teilnahme bezwecken wollte – und erst recht nicht, was man zum Schicksal der Palästinenser, Libanesen und anderer unterdrückter Völker so denkt. Z.B., dass Israel dem „Stabilitätsfaktor in der Region“ Saudi-Arabien mit Waffen und Flugzeugen hilft, das jemenitische Volk zu bombardieren, weil dieses gewagt hat, einen Regierungschef der zugesagte Wahlen nicht abgehalten hat, wegzujagen.

Also weitere „Highlights“ auf der Unterstützerliste der Gegendemo sind „Stop the Bomb“, ein ebenfalls „antideutsch“ orientiertes Bündnis, das zunehmend verzweifelt die Gefahr der iranischen Atombombe beschwört. Hat also auch keinerlei Bezug zu den Palästinensern, oder gar Mitgefühl mit ihnen, bedingungslose Israeltreue. Man will also auch keine realen israelischen Bomben stoppen, sondern nur fiktive iranische.

Bisher legen sich also gegen die Freiheit des palästinensischen Volkes (und aller Völker) Leute ins Zeug, die vor lauter Islam-/Iranhass nicht differenzieren können, oder vor lauter antideutschem Selbsthass es unbedingt den Siegermächten recht machen wollen – vor allem einer Siegermacht natürlich, oder die weiter nicht überlegt haben, sondern einfach „Hier“ geschrien, weil es ja gegen Antisemitismus geht, das muss ja ne gute Aktion sein.

Mal sehen, wen ich noch auf der Liste finde:

Die Jusos sind dabei, allerdings nur die aus den Bezirken Berlin und Hannover. Die sind gegen Antisemitismus, schreiben sie auf ihrer Homepage und

..wir wollen uns mit der Welt, wie sie ist, nicht abfinden. Wir Jusos stehen für eine Welt ein, in der Ausbeutung, Ausgrenzung und Kriege der Vergangenheit angehören. Wir kämpfen für eine globale Friedensordnung, die mehr als nur die Abwesenheit von Kriegen kennt.

Tja, auch so ein Grüppchen, dass es sich einfach macht. Vermutlich angeschrieben worden, dass böse Antisemiten in Berlin demonstrieren wollen und einfach mal unterschrieben für den guten Zweck. Und dabei ganz vergessen zu überprüfen, ob dieser Aufruf denn zu ihren löblichen Zielen passt. Aber was kann man von einer Organisation der SPD auch erwarten, einer Partei die Israel einen Wald auf geraubtem Land schenken wollte? Die Israel „die wahr gewordene Hoffnung auf die Freiheit eines Volkes“ nennt?  Ein erfüllter Traum, auf Mord und Zerstörung eines anderen Volkes aufgebaut. Da hilft auch keine leise Kritik, man möge es doch nicht übertreiben mit Siedlungen und Isolation. Die Botschaft ist auch hier, bedingungslose Solidarität. Also kommt man als SPD-Verein gelaufen, wenn gegen den Islam gerufen wird. Oder gegen Iran. Worum ging es noch mal, beim Quds-Tag?

Gut, die Aufrufe auf den Homepages der aufrufenden Organisationen sind weitgehend abgeschrieben. Für diesen „linken“ Teil kann ich wirklich nur feststellen, dass hier blindlings der Mär von den antisemitischen Muslimen gefolgt wird und völlig kritiklos gegenüber israelischer Politik zur Unterstützung von Landraub, Unterdrückung, Apartheid, Rassismus aufgerufen wird, für die Isolation von 2 Millionen Menschen im Ghetto von Gaza. Keine Rede vom berechtigten Widerstand eines geknechteten Volkes, nichts über eine Perspektive für die Menschen in den (auch nach UNO-Resolutionen) besetzten Gebieten, nicht über Rückkehr von Flüchtlingen.

Damit sind diese Leute auf dem stumpfsinnigen Niveau einer Kanzlerin, die zu einem palästinensischen (!) Flüchtlingskind sagt, man können leider nichts für seine Familie tun. Doch: wir müssen für alle etwas tun, an deren Schicksal mit mit schuld sind und das ist in diesem Fall offensichtlich.

Es gibt aber noch ein „bürgerliches“ Lager, das gegen den Qudstag aufruft. Dazu gehören natürlich die Deutsch-Israelische Gesellschaft, aber auch die Amadeu-Antonio-Stiftung, die Initiativen für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur fördern will. Nun: wenn man sich in Deutschland gegen die „Staatsräson“ stellt, ist das ja wohl zivilgesellschaftlich und demokratisch, aber natürlich hört bei Israel die Demokratie auf.

Parolen wie „Tod den Juden“ sind auch auf dem am 11. Juli stattfindenden Al-Quds-Marsch eher Regel als Ausnahme.

behaupten die Organisatoren von „Amadeu-Antonio“ und das ist eine unverschämte Lüge. Es hat sich der jemenitische Redner so geäußert, das ist richtig – aber das haben die meisten nicht verstanden, sonst hätten sie ihn ausgebuht. Klare Ansage ist am Qudstag jederzeit, dass Judentum und Zionismus nichts miteinander zu tun haben.

Muslime, Juden und Christen – gemeinsam gegen Zionisten

wie oben erwähnt. Amadeu Antonio war das Opfer von rassistischer Gewalt. Wie kann die nach ihm benannte Stiftung einen rassistischen Staat unterstützen? Schämt Ihr Euch nicht?

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 Zu guter Letzt muss ich leider noch den DGB erwähnen, der einen Rundumschlag machte und sich von Israel bis zur Homosexualität für die allseitige Integration ausspricht. Gar nicht gehemmt sein will er beim „antimuslimischen Antisemitismus“. Sehr allgemein bleibt er bei diesem Thema und kann nicht konkret nicht benennen, wo er denn Antisemitismus gesehen hat – aber den Quds-Tag muss man verbieten.

„Antisemitismus ist die Wurzel des Hasses auf Israel“. Sicher? Vielleicht macht sich Israel verhasst durch seine menschenverachtende Politik?

Wie soll die vom Redner gewünschte Verständigung entstehen? Durch Bomben?

 

Ein kleiner Gag zum Schluss noch, dass angeblich die „Aleviten“ die Gegendemonstration unterstützt haben. In Wirklichkeit war das der „Alevitisch-christliche Freundeskreis“ in der CDU. Da ist das dann wohl Parteiräson.

Das soll reichen für einen kleinen Überblick über die Unterstützer des rassistischen, faschistischen Apartheidstaates Israel. Mein  Eindruck ist, dass die meisten sich keine großen Gedanken gemacht haben. Natürlich will man gegen Antisemitismus sein (ich auch). Dass man dabei beide Augen zukneifen muss, um israelische Verbrechen nicht zu sehen, was soll´s. Es ist so einfach auf der „richtigen“ Seite zu sein. Manche von meinen Mit-Demonstranten meinen, die Gegendemonstranten seien bezahlt. Ich weiß nicht, ich glaube eher, sie wollen ohne groß nachzudenken, zu den „Guten“ gehören. Und da zum Al-Quds-Tag schließlich u.a. das personifizierte Böse aufruft, schwenkt man doch lieber einen regenbogenfarbenen Davidstern und fühlt sich gut.

Bei wem das nicht so ist, wer tatsächlich gut findet, dass ein Volk das mit dem Holocaust nichts zu tun hatte seit 70 Jahren darunter leidet, dass dieser Völkermord als Vorwand benutzt wird, es zu unterdrücken und zu versuchen es zu vernichten – dem gnade Gott hätte ich beinahe gesagt, aber eigentlich denke ich was anderes.

Frau Merkel ungeschicktes Auftreten gegenüber einem palästinensischen Flüchtlingskind sorgt für Spott in den sozialen Medien. Tja Frau Merkel, ohne „unsere“ bedingungslose Solidarität gegenüber Israel gäbe es wohl keine palästinensischen Flüchtlinge. Sollten wir die nicht also alle mit offenen Armen aufnehmen, wenn wir schon angeblich nicht in der Lage waren, Juden hierzulande in Sicherheit leben zu lassen? Wie es übrigens in vielen muslimischen Ländern funktioniert, unterstellen sie Muslimen keinen Antisemitismus!

Warum ich auf der anderen, der angeblich antisemitischen Seite bin? Nun, z.B. deswegen:

Amnesty Report 2015: Israel und besetzte palästinensische Gebiete

(Amnesty ist bekanntermaßen nicht in iranischem Auftrag unterwegs, im Gegenteil sehr kritisch gegenüber Iran)

 „Nach Meinung der internationalen Gemeinschaft sind diese Siedlungen ungesetzlich“

Häuserzerstörung von Nicht-Juden (das trifft auch Christen)

UN-Resolutionen zu Israel und Palästina

besonders interessant, die nicht eingehaltenen. Und die vielen Verurteilungen Israels ohne jede Konsequenz. Man vergleiche die jahrzehntelangen Sanktionen gegen Iran wegen nicht vorhandener Atomwaffen.

Hier eine ganz ausführliche Linksammlung: Palästina-Spezial

Und hier eine ähnliche Fragestellung wie meine:

Wer demonstriert eigentlich gegen wen beim Quds-Tag

 

Ich wünsche allen meinen muslimischen Geschwistern ein gesegnetes Id-ul-Fitr!

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Deutschland, Land der Ahnungslosen

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Bismillahir rahmanir rahim

„Europa krümmt sich wie der Wurm, ehe ihn der Stiefel zertritt.“ – Karl Kraus
„Fuck the EU“ – Victoria Nuland

Es gibt ein paar interessante Dinge, die uns die mainstream-Medien, die nicht Lügenpresse genannt werden wollen, vorenthalten (müssen). Ich sag auch dieses böse Wort nicht, weil ich mich nicht mit Nazis gemein machen will. Allerdings muss man doch froh sein, dass es in Zeiten des Internets auch andere Möglichkeiten gibt, sich zu informieren.

Denn interessant ist es doch, dass sich der amerikanische General Wesley Clark wieder einmal verplappert hat. Wie damals, als er verriet welche Pläne die USA für die Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens hätten und das dazu u.a. die Zerstörung Syriens gehörte. Aber verplappert sich so ein hohes militärisches Tier wirklich? Oder wird hier gezielt etwas zugegeben, was sowieso längst bekannt ist und ausgetestet, ob irgendeiner der Gefolgsstaaten daraufhin aufmuckt? Um Deutschland müssen sich die USA da ja nicht sorgen.

Also die Botschaft die uns jetzt erreicht hat, nicht unerwartet, lautet: Unsere Verbündeten haben die ISIS finanziert:

Weit davon entfernt, eine spontan gewachsene Wurzel-allen-Übels-Organisation zu sein, wurde zumindest laut General Wesley Clark ISIS von unseren „engsten Alliierten“ geschaffen und finanziert. Der General sagte: ISIS entstand von Anfang an mit Geld von unseren Freunden und Alliierten … um auf Leben und Tod gegen Hezbollah zu kämpfen.

Wer die Freunde und Alliierten waren, sagte er nicht. Er wies allerdings darauf hin, dass ISIS zu einem „Frankensteinmonster“ geworden ist.

Der Insider General Wesley Clark informiert uns also, dass unsere engsten Alliierten im Mittleren Osten geholfen haben, ISIS zu schaffen – die Organisation, für deren Bekämpfung wir Milliarden Dollars ausgeben.

Das sagte der General auf CNN, also nicht auf einem amerikanischen Lokalsender.

http://www.youtube.com/watch?v=QHLqaSZPe98

(youtube direkt einfügen will heute nicht….)

Ich hab mal gegoogelt, was in den deutschen Medien dazu zu finden ist und fand: nichts. Also nichts in der mainstream-Presse, nichts in den Nachrichten – nur eine „linkezeitung“ und alternative Medien berichten davon, sowie iranische Sender. Und die BBC.

Ist das keine Nachricht, die uns Deutsche interessieren sollte? Dass hinter dem Spuk USraelisches Interesse steckt, die Hezbollah und den Libanon und Syrien zu zerstören? Auf der amerikanischen Agenda seit mehr als 10 Jahren?

Zigtausende haben ihr Leben oder ihre Lieben und ihr Hab und Gut verloren, Folter, Vergewaltigungen, grausame Hinrichtungen weil den Amerikanern und Israel die Regierungen und der Widerstand in Syrien, Irak und Libanon nicht passen? Von den Iranern, diesem eigensinnigen Volk ganz zu schweigen.

Wundern wir uns noch, wenn amerikanische Flugzeuge „versehentlich“ syrische Infrastruktur zerstören, oder Hilfsgüter über ISIS-Lagern abwerfen?

Was ist los in diesem Land, dass die angeblich freien Medien uns diese Aussage verschweigen?

Und was ist mit uns Bürgern los, dass wir nicht aufschreien und zu zigtausenden auf die Straße gehen? Nein, da geht man lieber gegen die Flüchtlinge, die aus diesen zerstörten Ländern kommen protestieren.

Übrigens ist die Terrorfinanzierung ja nicht neu, kennen wir von Al Qaida:

http://www.youtube.com/watch?v=Dqn0bm4E9yw

Hier ein weiterer Artikel zu diesem Thema, auch mit Anregungen zu „Was können wir tun“

Interessant auch, beim Thema Medien, was über den Brief des iranischen Staatsoberhauptes an die Jugend im Westen berichtet wird. Größtenteils: nichts. Obwohl in vielen Städten Deutschlands junge Muslime diesen Brief verteilen, oft liebevoll in handbeschriftete Umschläge verpackt, mit Blumen oder Süßigkeiten hübsch als Geschenk gestaltet. Zur Erinnerung: Ayatollah Sayyid Ali Chamene´i schreibt der westlichen Jugend um sie aufzufordern, sich selbst ein Bild über den Islam zu machen, indem sie seine Quellen studieren. Und er spricht sich gegen den Terror der IS und Co. aus, er distanziert sich also deutlich – das ist es doch, was immer von den muslimischen Gelehrten verlangt wird? Da tut es also ein großer shiitischer Gelehrter, religiöser Führer eines islamischen Staates und was lesen und hören wir davon? – so gut wie nichts. Und wenn, dann muss daraus eine dubiose Aktion gemacht werden, über die man – huhuuuu – „den Staatsschutz informiert“ hat.

Wenn der Staatsschutz noch nichts davon gehört hat, nach wochenlangen öffentlichen Aktionen, dann ist das schon ein bisschen witzig. Ich weiß auch nicht, was man am Inhalt des Briefes und der deutlichen Kritik Ayatollah Chamenei´s an der westlichen Terrorfinanzierung aussetzen kann, wo doch Wesley Clark das gerade bestätigt hat. Aber vielleicht wissen die Journalisten der Aachener Zeitung davon nichts, es hat ja in unseren Zeitungen wie gesagt nicht gestanden.

Die islamischen Vertreter die das Blatt interviewt hat, sind von einer Sorte, die ich peinlich finde. Und sie lesen vielleicht auch nur die Zeitung und nichts darüber hinaus.

Die einzige andere deutsche Zeitung die ich mit einem Beitrag dazu gefunden habe, ist die „Berliner Zeitung“. Die bringt gleich erstmal dein Brief mit „dem“ Islamischen Staat in Verbindung – ich gehe davon aus, dass das absichtlich geschieht. Sonst hätte man wohl „Islamische Republik Iran“ geschrieben. Inhaltlich wird darauf nicht groß eingegangen, auch hier wurde der Verfassungsschutz befragt und über einen „islamistischen“ Hintergrund der Beteiligten gemunkelt.

Was auch immer das sein mag……

Tja, das kriegen wir geboten zu einem Schreiben eines Staatsoberhauptes an unsere Jugend. Ein Schreiben über das man diskutieren kann und soll, das ist ja das Anliegen des Absenders. Aber das tun unsere Medien nicht. Nein, hier dunkle Kräfte am Werke, verschleierte Frauen, ein islamistisches Schneeballsystem….

Ich wäre ziemlich mutlos angesichts der Übermacht der gängigen Medien die uns für dumm verkaufen wollen und uns neben gesiebten Nachrichten mit Verblödungsfernsehen und Dudelradio versorgen. Aber ich stelle auch fest, dass es immer mehr alternative Quellen gibt, die gut recherchierte Nachrichten anbieten. Und dass die Friedensbewegung nicht tot ist. Das lässt hoffen.

Kurzzeitig hatte es mir die Sprache verschlagen

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Kurzzeitig hatte es mir die Sprache verschlagen

Bismillahir rahmanir rahim

Ja, so war es und darum haben meine Ramadan-Blogs auch keinen runden und schönen Abschluss gefunden und es gab keine Festtagsgrüße. Das war nicht nur hier so, sondern auch in meinem realen Leben und ich kann dafür nur um Entschuldigung bitten. Aber mir war wirklich nicht nach Feiern zumute, ich hatte keine Ruhe zum Nachdenken und Schreiben, selbst das Beten war schwierig – bis auf die Bittgebete, die kamen sozusagen verzweifelt aus mir herausgesprudelt.

„Es reicht“ möchte ich schreien, es reicht doch schon lange, aber kein Ende des Grauens ist in Sicht und ich frage mich, was Menschen sich noch alles antun können? Und fast frage ich mich, was schlimmer ist: die grausamen Verbrechen der einen, oder das Schweigen, Zustimmen, Beschönigen der anderen? Natürlich die Verbrechen an sich, denn wenn mir jemand Schmerzen zufügt, sind diese Schmerzen eben direkt. Aber das Verhalten der anderen ermöglicht doch diese Verbrechen erst?

Wie auch immer: bestraft werden spätestens nach ihrem Tod beide, der Verbrecher und der Zuschauer. Und was noch schlimm ist: wie oft bin ich selber Zuschauer? Manchmal Unterstützer, wenn auch vielleicht unwissentlich?

Gelegentlich streite ich mich darüber, ob man schreckliche Bilder und Berichte aus Gaza, Irak, Syrien und anderswo verbreiten soll. Ja, ich bin dafür. Nicht damit sich jemand daran ergötzt, was vermutlich einige gestörte Leute tun.

Natürlich tut es weh, sich die Wahrheit anzuschauen. Aber wie weh tut es denen, die darin stecken? Und wer kann etwas tun, um das Elend zu beenden? Nur wir alle, möglichst viele, vereint. Wären jeden Tag Millionen Menschen auf der Straße, würde unsere Regierung keine Waffen mehr nach Israel verkaufen, keine Kriegsvorbereitungen der NATO unterstützen usw.

Also ich hab immer die Hoffnung, dass die Leute aufwachen, wenn sie die Bilder sehen. Denn anscheinend reichen „normale“ Mittel der Information nicht mehr aus heutzutage. Nicht verwunderlich, denn werden wir doch mit Bildern anderer Seiten zugemüllt, plus jeder Menge Wortmüll. Und die sonstigen Verdummungsmethoden Konsum, „Unterhaltung“ und legale Drogen. Kurz: eine Gesellschaft die zum größten Teil eingelullt ist, fügsame Schafe.

Aber ich will nicht nur schwarz sehen. Die Bewegung der Montagsmahnwachen etabliert sich. Und ich bin immer noch bei keiner gewesen, Montags jobbe ich immer und bin danach platt, muss mit meinen Kräften nun einmal haushalten. Und dann gabs da ja in München wohl einige Nazi-Beteiligung, aber ich glaube, die sind inzwischen verabschiedet, jedenfalls klingt auf der Facebook-Seite der Münchner Gruppe da nichts an. Und es gab eine Großveranstaltung in Berlin am 19.7., weitgehend totgeschwiegen in den üblichen Medien.

Aber zum Glück haben wir Alternativen. Viele habe ich in meiner Linkliste, aber es finden sich immer wieder neue interessante Seiten und wir haben auch einige aufrichtige Journalisten. InshaAllah mache ich mich in den nächsten Tagen mal daran, diejenigen hier aufzuzählen die im Moment meine besten Informationsquellen sind.

Was noch gesagt werden muss: etwas zu dieser Antisemitismusdebatte. Sehr offensichtlich, dass die gerade so aufflammt, wenn Israel in Gaza die eingekesselten Menschen zu Hunderten ermordet. Aber warum beschweren sich die Israelfreunde? Dieser zionistische  „Staat“ ist es doch, der für sich in Anspruch nimmt, die Juden zu repräsentieren. Da muss man sich doch nicht wundern, wenn bei der Kritik ebenfalls Juden und Zionisten in einen Topf geworfen werden, das ist es doch, was man will!

Trotzdem: man darf es nicht tun, denn gläubige Juden haben nichts mit den Zionisten gemein. Und selbst weniger gläubige Juden, die noch Herz und Verstand besitzen, merken dass die Politik des zionistischen Staates eine unterdrückerische, ja mörderische ist. Aber diejenigen, die solche Parolen schreien die das vermischen, glauben der israelischen Haltung, dass Judentum und Zionismus das Gleiche sind. Und oft sind es Leute deren Vorfahren nicht aus Deutschland kommen und die darum auch nicht so sensibilisiert sind wie wir mit unserer berechtigten Aufmerksamkeit für Antisemitismus. Da muss man aufklären. Zu sehr aufregen kann mich das nicht angesichts der wiederum berechtigten Empörung über israelische Kindermorde.

„Kindermörder Israel“ soll man nicht sagen dürfen ,“Israel tötet Kinder“ aber schon. Warum? Die Mordmerkmale sind doch gegeben: Heimtücke (schlafende Kinder die in UN-Schulen Zuflucht suchten bombardieren, spielende Kinder am Strand gezielt erschießen), Habgier (Landraub), niedrige Beweggründe wie Rache, Wut, Rassismus.

Heute ging ein Bild eines israelischen Soldaten um die Welt. Auf Instagram brüstete er sich damit, an einem Tag 13 palästinensische Kinder getötet zu haben. Auch er war mal ein netter Junge und man hat aus ihm einen Mörder gemacht. Wie israelische Kinder erzogen werden, dazu kann man auch mal einen Beitrag schreiben. Den Film „Defamation“ hatte ich schon mal erwähnt, der zeigt das schon recht eindrucksvoll, aber inzwischen hab ich noch andere Reportagen gelesen.

Natürlich gibt es auch eine Erziehung zum Hass unter Muslimen, Palästinensern. Aber wen wundert es, wenn ein Volk 70 Jahre unter Vertreibung, Unterdrückung, Mangel, Diskriminierung leidet? Das eine ist hier nicht gleich dem anderen und die Erziehung ist nur ein Beispiel.

Wie gesagt, nur eines der Themen die mich gerade bewegen. Aber inschaAllah bin ich weiterhin wieder aktiver im Blog. Mit meinem Vorsatz, ihn im Monat Ramadan wieder mehr in Schwung zu bringen, war ich doch ganz erfolgreich, ich hab viel mehr geschrieben, als in den Monaten davor und ich will das beibehalten. Nicht jeden Tag, es gibt auch im wahren Leben viel zu tun, aber doch kontinuierlicher. Jedenfalls im August – im September dann vielleicht spärlich, denn dann werden wir verreisen, aber danach tut sich hier auch in der Familie viel, ein Integrationsabenteuer beginnt.

Zum Abschied für heute noch ein Zitat, das ich heute gesehen habe und das sooooo passt:

„If you are neutral in situations of injustice, you have chosen the side of the oppressor.“
Desmond Tutu

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Mein Monat Ramadan: drei Tage weiter…

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Mein Monat Ramadan: drei Tage weiter…

Bismillahir rahmanir rahim

 

…und schon ist der 24. Ramadan fast vorbei. Ich komm irgendwie gar nicht mit. Wie schön wäre es, die letzten 10 Tage in spiritueller Zurückgezogenheit in einer Moschee zu verbringen. Statt dessen rast die Zeit und ich hab das Gefühl, dass ich gar nichts davon habe. Aber das ist mit Sicherheit ein Irrtum. Denn z.B. hatte ich am Sonntag einen spontanen Ausflug nach Österreich. Das war kein Vergnügungsausflug, sondern hatte mit unserem Nebenjob zu tun, dem kleinen Kurierdienst. Verlorengegangene Koffer zu ihren Besitzern bringen und das in so eine tolle Gegend.

10569750_10202371163389140_2046855109_oUnd wir setzten festgegründete Berge auf die Erde, damit sie nicht mit ihnen wanke

(Sure al Anbiyah, Vers 31)

Um das Thema, ob die Berge „Wurzeln“ haben und ob sie der Stabilisierung der Erdoberfläche dienen, gibt es eine ziemliche Diskussion zwischen Muslimen und denen, die die muslimische Auslegung dazu widerlegen wollen. Ich bin da nicht gebildet genug, hier ist die muslimische Variante: Die Aufgabe der Berge im Koran.

Diese Schöpfung ist jedenfalls sehr beeindruckend und ich werde immer ganz still angesichts dieser Wunder.

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Übrigens soll ja Zell am See ganz in arabischer Hand sein, aber diese Touristen waren wohl wegen des Monats Ramadan nach Hause gereist, wir haben keine gesehen. Aber Urlaub dort wäre für uns unerschwinglich, wie schön, dass wir wenigstens einen bezahlten Ausflug hatten. Da war auch noch ein Palatschinken drin (auf Reisen darf man nicht fasten, 🙂 )

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Ja, das war also ein Gottesgeschenk und dieser Tag ist nicht in Undankbarkeit verstrichen.

Wenn er dann seine Vollreife erlangt hat und das Alter von vierzig Jahren erreicht hat, sagt er: „Mein Herr, veranlasse mich, für Deine Gunst zu danken, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und rechtschaffen zu handeln, womit Du zufrieden bist. Und gib mir Rechtschaffenheit in meiner Nachkommenschaft. Ich wende mich Dir ja in Reue zu, und ich gehöre ja zu den (Dir) Ergebenen.“ (Auszug aus der Sure 46, Vers 15)

Denn was ich am Anfang geschildert habe, dieses Verstreichen von Zeit ohne Bewusstsein, das ist undankbar. Und ich versuche, mich zu bessern und jede alltägliche Handlung mit dem Gedenken an Gott zu verbinden. Es gelingt mir mal mehr, mal weniger gut, aber in diesem Monat eher mehr, alhamdulillah.

Für heute muss das reichen, auch wenn mich natürlich die schrecklichen Geschehnisse in Gaza erschüttern. Bitte betet alle, dass dieses Gemetzel endlich aufhört. Möge Allah die herzlosen Mörder verfluchen. Und diejenigen, die das rechtfertigen. Wozu auch unsere Regierungschefin gehört. Nicht in meinem Namen Frau Merkel, sie forderten „angemessene Selbstverteidigung“ Israels. Angemessen? Ein Volk in einem Freiluftgefängnis überfallen, von oben, vom Meer, vom Boden? Niemand kann dort weg.

Und ich bin nicht antisemitisch. Allerdings: wenn die Zionisten sich mit den Juden gleich setzen, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn Proteste gegen Israel antijüdisch klingen. Da gibt es nämlich (wie ich finde leider) auch unter den Gegnern der Zionisten viele die diesen Unterschied nicht machen.

10565117_10154389342345594_6492808830672979340_nAber gut, ich wollte Schluss machen für heute! Einge gesegnete Nacht und vergesst die Unterdrückten nicht in Euren Dua.

Mein Monat Ramadan: Tag 11 und 12

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Mein Monat Ramadan: Tag 11 und 12

Bismillahir rahmanir rahim

Gestern hab ich es nicht geschafft zu schreiben. Mal abgesehen davon, dass es sowieso ein sehr ausgefüllter Tag war, hat mich noch eine kleine Schwierigkeit geschafft. Ja, eigentlich eine kleine Schwierigkeit und auch eigentlich gar nicht mein Problem, aber da lässt jemand massiven Frust und Selbsthass an mir aus. Und ich kann dem nicht aus dem Weg gehen, wenn ich nicht auf erhebliche Vorteile für mich verzichten will. Sprich auf Geld aus meinem Minijob, bei dem ich gerade eine neue, rentablere, Aufgabe übernommen habe. Ich hab davon schon mal kurz berichtet, aber das Thema hat sich noch nicht erledigt.

Das rührt ganz alte Gefühle in mir an und obwohl ich mir dessen bewusst bin und immer bewusster werde, ändert es nichts daran, dass es mir erst mal schlecht damit geht.

Fast am Ende der Sure Yunus lese ich heute:

„Wenn dich Gott mit einem Übel prüft, kann keiner es abwenden außer ihm. Wenn er dich mit Gutem bedenkt, ist seine Gunst nicht zurückzuweisen. Er bedenkt damit wen er will von seinen Dienern. Gottes Vergebung und Barmherzigkeit sind unermeßlich“ (Sure Yunus, Vers 107)

Also einmal muss ich ja sagen, dass das in der Realität ein echt kleines Übel ist….nur meine Gefühle machen es groß, weil ich nun mal da empfindlich bin. Und da fiel mir heute ein, dass man ja sagt, dass Gott, wenn man eine Prüfung nicht bestanden hat, die gleiche noch einmal schickt. Nur einfacher.

So gesehen: ich hab überall gesagt, dass ich sowas noch nicht erlebt habe. Aber das stimmt nicht. Ich hab unter ähnlichem Verhalten schon gelitten, als Kind, als Schülerin, auch im Beruf. Das ist lange, lange her, aber wie man sieht leide ich noch immer darunter. Was ist also leichter? Ja eigentlich alles. Ich bin älter als diese impertinente Person und trete äußerlich schon mal ganz anders auf. Die hat keine Macht über mich, nur über Kleinigkeiten die immer kleiner werden, je mehr ich mich auskenne. Ich bin reflektiert und kann erkennen, dass es nicht die Situation selber ist, sondern meine Gefühle dazu, die mir gerade das Leben erschweren. Und weil ich so was schon erlebt habe, kann ich mich erinnern, wie ich damit umgegangen bin…meistens eher mit Rückzug oder Flucht…und kann überlegen, wie ich jetzt reagiere.

Und da bin ich gerade ganz unschlüssig. Einerseits denke ich mir, dass ich mir das ja nicht antun muss. Andererseits kann ich doch jetzt angesichts der realen Machtverhältnisse, nicht der in meiner Phantasie, mal probieren eben nicht zu flüchten. Sondern…weiß noch nicht. Die Konfrontation suchen, ignorieren, Unterstützung suchen – mal sehen. Das muss wohl erst noch in mir wachsen. Und es soll mir gut gehen.

Tja, der Monat Ramadan ist eben auch ein ganz normaler Monat, mit ganz normalen kleinen oder großen Alltagssorgen. Mit dem Unterschied, dass ich jeden Tag im heiligen Qur´an lese. Warum tu ich das sonst nicht, wo ich doch so viel Kraft daraus ziehe? Und wo das doch diese Alltagssorgen so relativiert.

Nicht nur das Lesen und Beten natürlich. Es gibt wirklich auch Menschen die ganz anderes durchmachen.

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Betet für alle die Menschen die so leiden in Palästina, Irak, Syrien, Bahrain, Myanmar und und und

Und Wir stellen euch mit Bösem und mit Gutem auf die Probe; und zu Uns werdet ihr zurückgebracht. [Sure Al Anbiya Vers 35]

Gott verfluche die Mörder!

„Die aber Böses tun – Strafe für eine böse Tat ist in gleichem Maße. Schmach wird sie bedecken; keinen Schützer werden sie haben vor Allah (und es soll sein), als ob ihre Angesichter verhüllt wären mit finsteren Nachtfetzen. Sie sind die Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben.“ (Sure Yunus, Vers 27)

Gauck an die Front

Video

Bismillahir rahmanir rahim

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist schon eine Woche her, wie man unschwer erkennen kann, klappt es bei mir z.Zt. nicht mit der Tagesaktualität. Die Überschrift zu diesem Artikel ist womöglich auch nicht so ganz passend, schließlich sollte unser Bundespräsident lieber in Rente gehen als in den Krieg ziehen – dafür ist ja unsere „Verteidigungs“ministerin diese Woche nach Mali gereist. Dass sie durch den Busch gerobbt wäre hab ich allerdings nicht gehört.

Aber wozu ich eigentlich was sagen will, ist das unsägliche Gefasel unserer Politiker über deutsche „Verantwortung“. Damit meinen sie in der Regel, dass wir mehr Soldaten in Krisengebiete schicken sollten um…..ja, warum denn eigentlich? Um unschuldige Kinder zu Tode zu bomben, wie in Kundus? Immerhin kann man zur Belohnung eine Beförderung erwarten, wenn man sich entgegen der eigenen Einsatzregeln dazu entscheidet.

Aber lesen wir doch mal, was das Staatsoberhaupt dazu sagt, Präsident Gauck bei der:

Eröffnung der 50. Münchner Sicherheitskonferenz (in Auszügen, Hervorhebungen von mir. Volltext: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2014/01/140131-Muenchner-Sicherheitskonferenz.html)

München, 31. Januar 2014

„Deutschlands Rolle in der Welt: Anmerkungen zu Verantwortung, Normen und Bündnissen“

Fünf Jahrzehnte Münchner Sicherheitskonferenz spiegeln ein gutes Stück Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: von der Verteidigung des Westens hin zur globalen Ordnungspolitik und von der Wehrkunde zu einem umfassenden Sicherheitsbegriff. Was für ein Bogen! Als die Tagung erstmals hier in München stattfand, waren Deutschland und seine Hauptstadt geteilt und sie standen unter atomarer Bedrohung. Heute treiben uns neue Spannungen und neue Kriege um: zwischen Staaten und innerhalb von Staaten, in der Nähe und in der Ferne.

Deshalb ändert sich das Grundmotiv der Münchner Tagung nicht. Sicherheit bleibt eine Existenzfrage, für Menschen und für Nationen. Es gehört zu den Stärken offener Gesellschaften, schwierige und komplexe Themen auch öffentlich zu debattieren – so wie es traditionell auf der Münchner Sicherheitskonferenz geschieht. Denn mit allen ihren Kontroversen trägt sie dazu bei, Sicherheit und Frieden durch Dialog zu festigen.

Sehr geehrter Herr Ischinger,

Sie haben – gemeinsam mit Ihrem Vorgänger Horst Teltschik und dem Gründer Ewald von Kleist – die Sicherheitskonferenz zu einem herausragenden Forum gemacht, das wir nicht mehr wegdenken mögen aus dem Jahresplan der Außen- und Sicherheitspolitiker. Deshalb bin ich gern gekommen, um diese 50. Konferenz zu eröffnen.

Der runde Geburtstag gibt Anlass zur Rückschau, aber natürlich vor allem zum Blick nach vorn. Deshalb möchte ich heute über den Weg der Bundesrepublik sprechen – und darüber, wo er in Zukunft hinführen kann. Denn wir Deutschen sind auf dem Weg zu einer Form von Verantwortung, die wir noch wenig eingeübt haben.

Kurzum: Ich möchte sprechen über die Rolle Deutschlands in der Welt.

Eines gleich vorweg: Dies ist ein gutes Deutschland, das beste, das wir jemals hatten. Das auszusprechen, ist keine Schönfärberei. Als ich geboren wurde, herrschten die Nationalsozialisten, die die Welt mit Leid und Krieg überzogen haben. Als der Zweite Weltkrieg endete, war ich fünf Jahre alt. Unser Land war zerstört, materiell und moralisch. Schauen wir uns an, wo Deutschland heute steht: Es ist eine stabile Demokratie, frei und friedliebend, wohlhabend und offen. Es tritt ein für Menschenrechte. Es ist ein verlässlicher Partner in Europa und in der Welt, gleich berechtigt und gleich verpflichtet. Das alles erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und Freude.

Aber gerade weil dies gute Zeiten für Deutschland sind, müssen wir überlegen, was wir heute zu verändern haben, damit morgen bleibt, was uns wesentlich ist. Manche in Deutschland fragen, was es denn da eigentlich zu ändern gebe. Unser Land sei von Freunden umgeben, und weit und breit schicke sich kein Staat an, sich mit uns zu verfeinden. Sie glauben, dass die deutsche Außenpolitik ihre bekömmliche Rezeptur längst gefunden habe. Da gebe es wenig zu justieren, schon gar nichts zu ändern. Warum reparieren, was nicht kaputt ist?

Ohne Zweifel stimmt an diesem Argument, dass die deutsche Außenpolitik solide verwurzelt ist. Ihre wichtigste Errungenschaft ist, dass Deutschland mit Hilfe seiner Partner auf eine Vergangenheit aus Krieg und Dominanz eine Gegenwart von Frieden und Kooperation gebaut hat. Dazu zählen die Aussöhnung mit unseren Nachbarn, das Staatsziel der europäischen Einigung sowie das Bündnis mit den Vereinigten Staaten als Grundpfeiler der Nordatlantischen Verteidigungsallianz. Deutschland tritt ein für einen Sicherheitsbegriff, der wertebasiert ist und die Achtung der Menschenrechte umfasst. Im außenpolitischen Vokabular reimt sich Freihandel auf Frieden und Warenaustausch auf Wohlstand.

Deutschland ist überdurchschnittlich globalisiert und es profitiert deshalb überdurchschnittlich von einer offenen Weltordnung – einer Weltordnung, die Deutschland erlaubt, Interessen mit grundlegenden Werten zu verbinden. Aus all dem leitet sich Deutschlands wichtigstes außenpolitisches Interesse im 21. Jahrhundert ab: dieses Ordnungsgefüge, dieses System zu erhalten und zukunftsfähig zu machen…….

Unvermutet schnell geraten wir hinein in eine Welt, in der sich Einzelne so viel Vernichtungskraft kaufen können wie früher nur Staaten. Eine Welt, in der ökonomische und politische Macht wandert oder ganze Regionen aufrüstet. Im Nahen Osten drohen sich einzelne Feuer zu einem Flächenbrand zu verbinden. Just in dem Moment überdenkt die einzige Supermacht Ausmaß und Form ihres globalen Engagements. Ihr Partner Europa ist mit sich selbst beschäftigt. Im Zuge dieser Entwicklung zu glauben, man könne in Deutschland einfach so weitermachen wie bisher – das überzeugt mich nicht.

Wie der Wandel allmählich an bundesdeutschen Gewissheiten nagt, ist seit einiger Zeit nicht mehr zu übersehen. An der europäischen Idee halten wir fest. Aber Europas Krise verunsichert uns. Auch an der Nato halten wir fest. Aber über die Ausrichtung der Allianz debattieren wir seit Jahren, und ihrer finanziellen Auszehrung werfen wir uns nicht entgegen. Das Bündnis mit den Vereinigten Staaten stellen wir nicht in Frage. Aber Stresssymptome und Zukunftsungewissheit beobachten wir durchaus. Die regelbasierte Welt der Vereinten Nationen halten wir in hohen Ehren. Aber die Krise des Multilateralismus können wir nicht ignorieren. ….

Wir beschweren uns, zu Recht, wenn Verbündete bei der elektronischen Gefahrenabwehr über das Ziel hinausschießen. Und doch ziehen wir es vor, auf sie angewiesen zu bleiben, und zögern, eigene Fähigkeiten zur Gefahrenabwehr zu verbessern.

Aus all dem folgt: Die Beschwörung des Altbekannten wird künftig nicht ausreichen! Die Kernfrage lautet doch: Hat Deutschland die neuen Gefahren und die Veränderung im Gefüge der internationalen Ordnung schon angemessen wahrgenommen? Reagiert es seinem Gewicht entsprechend? Ergreift die Bundesrepublik genügend Initiative, um jenes Geflecht aus Normen, Freunden und Allianzen zukunftsfähig zu machen, das uns doch Frieden in Freiheit und Wohlstand in Demokratie gebracht hat?

Manche im Inland und Ausland haben eine schnelle und etwas grobschlächtige Antwort parat: Sie sehen Deutschland schlicht als Drückeberger in der Weltgemeinschaft. Bei schwierigen Fragen ducke sich Deutschland allzu oft weg. Dieser Kritik sind zunächst Fakten und dann ein wenig historische Perspektive entgegenzustellen.

…. Seit der Wiedervereinigung hat sich Deutschland auf den Weg gemacht. Schritt um Schritt wird die Bundesrepublik von einem Nutznießer zu einem Garanten internationaler Ordnung und Sicherheit: Ich nenne erstens die Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland investiert hier auch deshalb große Summen, weil es helfen möchte, stabile und eben sichere Gesellschaften aufzubauen. Deutschland tut zweitens viel dafür, die Welt in eine ressourcenschonende Zukunft zu bringen. Und drittens fördert kaum ein Land die internationalen Institutionen engagierter. Viertens hat sich Deutschland auch an Militäreinsätzen so manches Mal beteiligt. Was die Bundesrepublik fünftens für das Zusammenwachsen Europas und die Überwindung der jüngsten Krise getan hat, das kann sich durchaus sehen lassen.

Soweit die Fakten. Und doch sind nicht alle Kritiker der deutschen Politik einfach nur ungerecht. Einige differenzieren und nuancieren, und in solcher Kritik steckt wohl oft ein wahrer Kern. Auf dem Weg zu einem Garanten internationaler Ordnung und Sicherheit bewegt sich Deutschland nun schon im 24. Jahr. Es ist eine mühsame Wanderung auf gewundenem Pfad. Wer aber die kleinsten Schritte für die besten hält, wird kaum mithalten können mit dem rasanten Wandel der Bedrohungen, und wird auch den Umwälzungen im strategischen Umfeld nicht gerecht werden können.

Lassen sie mich ein paar Beispiele in Fragen kleiden: Tun wir, was wir tun könnten, um unsere Nachbarschaft zu stabilisieren, im Osten wie in Afrika? Tun wir, was wir tun müssten, um den Gefahren des Terrorismus zu begegnen? Und wenn wir überzeugende Gründe dafür gefunden haben, uns zusammen mit unseren Verbündeten auch militärisch zu engagieren, sind wir dann bereit, die Risiken fair mit ihnen zu teilen? Tun wir, was wir sollten, um neue oder wiedererstarkte Großmächte für die gerechte Fortentwicklung der internationalen Ordnung zu gewinnen? Ja, interessieren wir uns überhaupt für manche Weltgegenden so, wie es die Bedeutung dieser Länder verlangt? Welche Rolle wollen wir in den Krisen ferner Weltregionen spielen? Engagieren wir uns schon ausreichend dort, wo die Bundesrepublik eigene und eigens Kompetenz entwickelt hat – nämlich bei der Prävention von Konflikten? Ich meine: Die Bundesrepublik sollte sich als guter Partner früher, entschiedener und substantieller einbringen.

Deutschland zeigt zwar seit langem, dass es international verantwortlich handelt. Aber es könnte – gestützt auf seine Erfahrungen bei der Sicherung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit – entschlossener weitergehen, um den Ordnungsrahmen aus Europäischer Union, Nato und den Vereinten Nationen aufrechtzuerhalten und zu formen. Die Bundesrepublik muss dabei auch bereit sein, mehr zu tun für jene Sicherheit, die ihr von anderen seit Jahrzehnten gewährt wurde.

Nun vermuten manche in meinem Land im Begriff der „internationalen Verantwortung“ ein Codewort. Es verschleiere, worum es in Wahrheit gehe. Deutschland solle mehr zahlen, so meinen die einen, Deutschland solle mehr schießen, so sagen die anderen. Und die einen wie die anderen sind davon überzeugt, dass „mehr Verantwortung“ vor allem mehr Ärger bedeute. Es wird Sie nicht überraschen: Ich sehe das anders.

Politiker müssen immer verantworten, was sie tun. Sie müssen aber auch die Folgen dessen tragen, was sie unterlassen. Auch wer nicht handelt, übernimmt doch Verantwortung. Es ist trügerisch sich vorzustellen, Deutschland sei geschützt vor den Verwerfungen unserer Zeit – wie eine Insel. Denn Deutschland ist so tief verwoben mit der Welt wie wenige andere Staaten. Somit profitiert Deutschland von der offenen Ordnung der Welt. Und es ist anfällig für Störungen im System. Eben deshalb können die Folgen des Unterlassens ebenso gravierend wie die Folgen des Eingreifens sein – manchmal sogar gravierender.

So möchte ich erinnern an das, was ich an unserem Nationalfeiertag am 3. Oktober gesagt habe: Wir können nicht hoffen, verschont zu bleiben von den Konflikten der Welt. Aber wenn wir uns an deren Lösung beteiligen, können wir die Zukunft zumindest mitgestalten. Deshalb lohnt es sich für die Bundesrepublik, in die europäische Zusammenarbeit und in die internationale Ordnung angemessen zu investieren.

Es ist schon richtig: Probleme zu lösen, kann Geld kosten, manchmal viel Geld. Aber nicht nur in der europäischen Krise haben wir bewiesen, dass wir bereit sind, weit zu gehen, Bündnisverpflichtungen einzuhalten und Unterstützung zu leisten, weil dies letztlich auch in unserem eigenen Interesse liegt.

Manchmal kann auch der Einsatz von Soldaten erforderlich sein.
Eines haben wir gerade in Afghanistan gelernt: Der Einsatz der Bundeswehr war notwendig, konnte aber nur ein Element einer Gesamtstrategie sein. Deutschland wird nie rein militärische Lösungen unterstützen, es wird politisch besonnen vorgehen und alle diplomatischen Möglichkeiten ausschöpfen. Aber wenn schließlich der äußerste Fall diskutiert wird – der Einsatz der Bundeswehr –, dann gilt: Deutschland darf weder aus Prinzip „nein“ noch reflexhaft „ja“ sagen.

…..Denn für mich ist ganz klar: Wir brauchen das Nato-Bündnis. Und gerade wenn die Vereinigten Staaten nicht ständig mehr leisten können, müssen Deutschland und seine europäischen Partner für ihre Sicherheit zunehmend selbst verantwortlich sein.

Zudem sollte es heute für Deutschland und seine Verbündeten selbstverständlich sein, Hilfe anderen nicht einfach zu versagen, wenn Menschenrechtsverletzungen in Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit münden. Die Achtung der Menschenrechte ist nicht nur der Kern des Selbstverständnisses westlicher Demokratien. Sie ist eine ganz grundsätzliche Bedingung für die Garantie von Sicherheit, ja, für eine friedliche und kooperative Weltordnung.

Das Prinzip der staatlichen Souveränität und der Grundsatz der Nichteinmischung dürfen gewalttätige Regime nicht unantastbar machen. Hier setzt das „Konzept der Schutzverantwortung“ an: Es überträgt der internationalen Gemeinschaft den Schutz der Bevölkerung vor Massenverbrechen, wenn der eigene Staat diese Verantwortung nicht übernimmt. Als äußerstes Mittel ist dann der Einsatz von Militär möglich, und zwar nach sorgfältiger Prüfung und nach Folgenabwägung sowie Ermächtigung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Ich weiß, und ich leide wie viele Menschenrechtsverteidiger in der ganzen Welt daran, dass nicht überall dort eingegriffen wird, wo es ethisch, zum Schutz von Leib und Leben bedrohter Menschen, geboten wäre. Im Fall Syrien hat sich dieses Dilemma jüngst wieder gezeigt. Und ich weiß auch um das Spannungsverhältnis zwischen Legalität und Legitimität, das fortbestehen wird, solange der Sicherheitsrat in diesen Fragen so oft gespalten ist.

Es wird viele Gründe geben, warum das Konzept der Schutzverantwortung selten in eine Intervention münden wird. Oft sind die Folgen schwer zu kalkulieren, vielleicht auch gar nicht. Vielleicht ist nicht exakt genug zu klären, ob nach dem Militäreinsatz die Verhältnisse in einem Krisengebiet besser sein werden. Manchmal mögen auch innenpolitische Erwägungen dem Handeln entgegenstehen. In jedem Fall aber stellt die Entscheidung zwischen Eingriff und dem Verzicht darauf eine große moralische Herausforderung dar.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Konzept der Schutzverantwortung im Grundsatz anerkannt. Trotzdem bleibt es umstritten, und, wir wissen es alle, die internationale Diskussion darüber geht weiter. Das ist gut so, denn es gilt, den potentiellen Missbrauch des Schutzkonzepts zu expansionistischen oder gar imperialen Zwecken auszuschließen. Ich begrüße deshalb, dass die Bundesregierung an der Fortentwicklung des Konzepts beteiligt ist und dabei besonders auf Prävention, auf internationale Zusammenarbeit sowie auf die Entwicklung von Frühwarnsystemen gegen Massenverbrechen setzt.

….Als global vernetzte Volkswirtschaft kann Deutschland gar nicht anders, als Partner zu finden, Rücksicht zu nehmen und Kompromisse zu schließen. Vor Sonderpfaden – das weiß Deutschland seit langem – sollte es sich hüten. Ein demokratisches Gemeinwesen muss zwar sehr wohl das Recht haben, einmal abseits zu stehen. Aber dieser Schritt sollte gut überlegt sein und nicht zur Regel werden. Alleingänge haben ihren Preis.

…Um seinen Weg in schwierigen Zeiten zu finden, braucht Deutschland Ressourcen, vor allem geistige Ressourcen – Köpfe, Institutionen, Foren. Jedes Jahr eine Sicherheitskonferenz in München – das ist gut, aber nicht genug. Ich frage mich: Ist es nicht an der Zeit, dass die Universitäten mehr anbieten als nur eine Handvoll Lehrstühle für die Analyse deutscher Außenpolitik? Muss nicht auch die Sicherheitsforschung gestärkt werden, einschließlich der Abwehr von Cyberangriffen durch Kriminelle oder durch Nachrichtendienste?

….Denn Außenpolitik soll doch nicht eine Sache von Experten oder Eliten sein – und Sicherheitspolitik schon gar nicht. Das Nachdenken über Existenzfragen gehört in die Mitte der Gesellschaft. Was alle angeht, das soll von allen beraten werden. Dazu drängt uns immer wieder die Weltlage – in diesen Tagen die Ereignisse in Mali und in der Zentralafrikanischen Republik. Zum Anspruch, die Debatte zu öffnen, passt gut, wie Deutschlands neuer Außenminister die Politik seines Ministeriums auf den Prüfstand – und zur Diskussion – stellen möchte. Frank-Walter Steinmeier will den Dialog mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft suchen. Das wäre ein Schritt auf dem Weg zu einer neuen gesellschaftlichen Selbstverständigung. Das Gespräch darüber, wo, wie und wann wir unsere Werte und unsere Sicherheit verteidigen wollen, führt uns zu mehr Klarheit über Maß und Ziel von Deutschlands internationalem Engagement.

…Als Deutsche einst ihr Land „über alles“ stellten, da entwickelte sich ein Nationalismus, der von forciertem Selbstbewusstsein über Selbstblendung bis zur Hybris alle Stadien eines unaufgeklärten Nationalbewusstseins durchlief. Unser heutiges „ja“ zur eigenen Nation gründet in dem, was dieses Land glaubwürdig und vertrauenswürdig macht – einschließlich des Bekenntnisses zur Zusammenarbeit mit unseren europäischen und nordatlantischen Freunden. Nicht weil wir die deutsche Nation sind, dürfen wir vertrauen, sondern weil wir diese deutsche Nation sind.

Lassen Sie uns also nicht die Augen verschließen, vor Bedrohungen nicht fliehen, sondern standhalten, universelle Werte weder vergessen noch verlassen oder gar verraten, sondern gemeinsam mit Freunden und Partnern zu ihnen stehen, sie glaubwürdig vorleben und sie verteidigen.

Auf den ersten Blick klingt es nicht so blutrünstig, was „unser“ stets die Freiheit und die Menschenrechte hochhaltender Bundespräsident dort sagt – und doch musste vor wenigen Jahren ein anderer Präsident zurücktreten „nur“ wegen dieser Bemerkung:

Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.

Das ist weniger als vier Jahre her und es war sehr richtig, dass ein Staatsoberhaupt, das den Einsatz unserer Bundeswehr, die nach dem Grundgesetz eine reine Verteidigungsarmee ist aus wirtschaftlichen Interessen rechtfertigt, aus dem Amt gejagt wurde. Allerdings sind seit Jahren deutsche Soldaten im Ausland im Einsatz, ohne dass der im GG genannte „Verteidigungsfall“ gegeben wäre. Ich bin keine Juristin, aber die Begründungen scheinen mir doch allesamt schwammig. Vom „Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt“ (http://www.heise.de/tp/artikel/13/13778/1.html) eines Peter Struck, über die gefährdeten Arbeitsplätze Köhlers, bis hin zur „Verantwortung, Werte und Sicherheit“ des jetzigen Präsidenten.

Nehmen wir doch gleich noch mal das Beispiel Afghanistan, auf dass sie alle diese Leute beziehen. Gauck sagt, der Einsatz von Soldaten war notwendig. Begründung für den Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten war die Bekämpfung der herrschenden Taliban und der Terrororganisation Al-Qaeda, die angeblich von dort aus operierte und für die Terroranschläge vom 11.September 2001 in New York verantwortlich gemacht wurde. Gegründet und gefördert wurden diese Terroristen von den USA selber, als es noch gemeinsam gegen die Sowjetunion ging. Nun hat es mal Folgen, wenn man sich mit dem Teufel verbündet, und das haben die USA zu spüren bekommen. Wenn man denn überhaupt der offiziellen Version von 9/11 glauben will. Das sollte man allerdings nicht tun, denn diese ist längst widerlegt, von unzähligen Stellen, auch offiziellen der USA, die aber mit der Wahrheit natürlich nicht herausrücken (linksammlung: http://www.muslim-markt.de/wtc/links.htm).

Hillary Clinton zur Gründung Al Qaedas:

http://www.youtube.com/watch?v=Dqn0bm4E9yw

Also war der Einsatz in Afghanistan von Anfang an auf Lügen gegründet. Und was haben „wir“ dort Gutes bewirkt? Es gibt jetzt Schwimmbäder in Kabul, der Drogenanbau hat zugenommen (allein im letzten Jahr um 36%), die Angriffe der Taliban haben stark zugenommen, der Präsident ist machtlos gegen weiteren Verbleib der Besatzungsmächte, das Bruttoinlandsprodukt ist das niedrigste der Welt – nur Auszüge aus der Artikelsammlung der AG Friedensforschung (http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Afghanistan/Welcome.html)

Der Einsatz der ISAF hat für Afghanistan höchstens punktuell was Gutes gebracht. Insgesamt hätten es wohl die Taliban nicht schlimmer machen können und nun sind sie sowieso wieder da. Die Zahl der zivilen Kriegsopfer konnte ich nirgends finden, jedenfalls nicht einigermaßen genau. Nicht so viele wie im Irak anscheinend, aber vollkommen unübersichtlich.

Der Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Kujat, erklärte den Afghanistaneinsatz für gescheitert:

Der Einsatz habe den politischen Zweck erfüllt, Solidarität mit den USA zu üben. „Wenn man aber das Ziel zum Maßstab nimmt, ein Land und eine Region zu stabilisieren, dann ist dieser Einsatz gescheitert.“

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ex-generalinspekteur-kujat-erklaert-afghanistan-einsatz-fuer-gescheitert-seite-all/4694744-all.html

Dieser genannte Zweck „Solidarität mit den USA zu üben“ ist ein Verfassungsbruch! Unsere auch von Gauck beschworenen Verbündeten, die ja nun nicht immer und überall alles alleine machen könnten, sind nun einmal nicht im Namen der ebenfalls beschworenen Menschenrechte unterwegs. Das wissen wir nun wirklich spätestens seit Afghanistan, Guantanamo, Geheimgefängnissen, Abu Ghraib und Drohnenangriffen.

Altkanzler Helmut Schmidt sagt es übrigens auch deutlich und kritisiert gleich noch, statt dessen einfach Waffengeschäfte zu machen:

„Wir haben in Wirklichkeit niemandem genützt dadurch, dass wir unsere Soldaten nach Afghanistan geschickt und dann dort auch Soldaten verloren haben“, so Schmidt: „Aber ich halte es für abwegig, statt Soldaten Waffen zu schicken.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/altkanzler-schmidt-fordert-weniger-waffenexporte-a-938420.html

Unsere neue Kriegsministerin, Ursula von der Leyen, hat auf der Münchner Konferenz noch einen weiteren positiven Effekt des Afghanistan-Krieges ausgemacht:

..“einen großen Modernisierungsschub im Bündnis, sowohl politisch als auch militärisch“

Dafür müssen wir jetzt aber dankbar sein. Und die Afghanen erst, die vor 10 Jahren noch nicht so zielsicher per ferngesteuertem Spielzeug getötet werden konnten.

Deutschlands Armee hat ihre Unschuld, im Namen der Freiheit und der Menschenrechte unterwegs zu sein nicht erst in Afghanistan sondern schon in Jugoslawien verloren. Aber die jetzigen Kriege sind alle Folge des angeblichen „Krieges gegen den Terror“, begründet mit 9/11. Ich werde inschallah nie aufhören mich zu schämen für das, was ein deutscher Oberst in Kundus an Verbrechen begangen hat und auch nicht dafür, dass er zur Belohnung zum General befördert wurde – und dafür, dass deutsche Gerichte den Hinterbliebenen seiner Opfer ihre Rechte vorenthalten. Aber auch wenn er auf Erden nicht bestraft sondern befördert wurde, seiner Strafe entgehen er und seine Unterstützer nicht. Ich wünsche ihm jede Nacht Alpträume.

Ich empfehle zu diesem Thema bei Jürgen Todenhöfer nachzulesen: http://www.juergentodenhoefer.de/

Präsident Gauck ist übrigens nicht alleine mit seinem Ruf danach „mehr Verantwortung“ zu übernehmen, sondern da ist ein eigenartiger Gleichklang unter den Politikern zu bemerken. Nicht nur von der Leyen, auch der SPD-Koalitionspartner in der Regierung:

Außenminister Steinmeier nennt das eine „tätige Außenpolitik“, wenn wir uns „einmischen“, weil die „Konflikte näher an Europa“ herangerückt seien. Das sind die Konflikte sicherlich nicht, sondern Europa ist im Rahmen der Globalisierung überall näher dran. Ob wir allerdings für die „Menschenrechte“ eintreten oder doch nur für unsere Wirtschaft, das ist von Fall zu Fall verschieden. Oder wie erklärt es sich, dass es keiner Kritik würdig ist, wenn unser „Bündnispartner“ USA in Syrien die islamistischen Rebellen bewaffnet, mitten in den Friedensverhandlungen? Oder dass wir Saudi-Arabien aufrüsten, mit der Begründung es „sei ein stabilisierender Faktor“. Sicher, wenn man die blutige Niederschlagung von Regimekritik im eigenen wie in Nachbarländern als stabilisierend betrachten will. Je nachdem, wenn es unseren Interessen dient fördern wir die eine oder die andere Seite, ganz wertfrei.

Das Internetportal „Telepolis“ hat einen sehr interessanten Artikel zu diesem Phänomen des eigenartigen Gleichklangs in den Äußerungen aus der Politik gebracht. Das ist besonders spannend, weil es erklärt, wem gegenüber sich die Politik gerade „verantwortet“. Denn man verantwortet sich gegenüber einer Instanz, die glaubt diese Verantwortung einfordern zu können. Das deutsche Volk, dem diese Politiker doch zu dienen vorgeben, fordert aber gerade nicht diese Antwort, die in vermehrten militärischen Einsätzen außerhalb unserer Republik entsteht. Die „Stiftung Wissenschaft und Politik“ die der Regierung zuarbeitet und (!) der „German Marshall Fund of the United States“ ließen ein passendes Strategiepapier erstellen, aus dem die Redebeiträge von Gauck, von der Leyen und Co. fast wortwörtlich übernommen scheinen.

Dieses Papier ist das Ergebnis des Projekts „Elemente einer außenpolitischen Strategie für Deutschland“, einer gemeinsamen Initiative des German Marshall Fund of the United States und der Stiftung Wissenschaft und Politik, gefördert durch den Planungsstab des Auswärtigen Amts. Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren außen- und sicherheitspolitische Fachleute aus Bundestag, Bundesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft, Stiftungen, Denkfabriken, Medien und Nichtregierungsorganisationen. Das Papier spiegelt den Konsens, aber auch den Dissens ihrer Diskussionen wider, die zwischen November 2012 und September 2013 in vier Arbeitsgruppen stattfanden.

Direkter Textvergleich: http://www.heise.de/tp/artikel/40/40913/1.html

Sehr deutlich wird hier benannt, worum es in unserer Außen- und „Sicherheitspolitik“ gehen soll:

„Deutschland braucht die Nachfrage aus anderen Märkten sowie den Zugang zu internationalen Handelswegen und Rohstoffen“

und ein „lustige“ Graphik aus weißen Eiern zeigt uns dann, wer Freund und wer Feind ist und deutet an, was mit diesen zu geschehen hat:


Bild: Stiftung Wissenschaft und Politik

Da bleiben doch eigentlich keine Fragen mehr offen, oder? Oder doch? Was stört eigentlich an Iran, einem Land das mit Deutschland immer gute Beziehungen gepflegt hat, außer dass es mit den USA verfeindet ist. Und, achja, antizionistisch? Sie stören die internationale Ordnung, die Geschäfte, klärt uns die o.g. Studie auf.

Ihr Störpotenzial kann sich aus dem Besitz oder der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen ergeben; aus der Förderung oder Beherbergung von Terroristen; aus ihrer Lage (etwa an einer strategischen Transportroute oder einer Meerenge); oder auch aus inneren Konflikten, die in ihre Nachbarschaft hineinwirken – und nicht selten darüber hinaus.

Eigenartigerweise stören nicht die USA, die ihre Massenvernichtungswaffen weitergibt, oder Israel, das sie besitzt – auch nicht Saudi-Arabien, das Terroristen finanziert. Dummerweise aber wohl Iran, das nun mal die Hälfte der Straße von Hormuz besitzt und wenn es wollte auch Massenvernichtungswaffen haben könnte. Was es aber nachweislich nicht will.

Den Artikel bei „Telepolis“ empfehle ich sehr zu lesen.

Fazit: Unseren herrschenden Politikern sind das Grundgesetz, unsere vielbeschworenen Werte und die Moral scheißegal. Wie sollte es auch anders sein bei einem Land wie Deutschland, das nicht souverän ist sondern seit der Befreiung vom Nationalsozialismus unter der Fuchtel der USA steht. Die ihre Politik,die ebenso menschenverachtend ist wie die der Nazis besser verkaufen als diese, sonst würde nicht ein Großteil der Welt wie die Schafe hinter ihnen herlaufen – kombiniert natürlich mit militärischer Drohung, falls mal jemand aufzumucken wagt. Und eingelullt in einen Wohlstand, den wir mit immer mehr von unserem menschlichen Wesen entfremdeter Arbeit und Lebensform erkaufen. Nur wir können das ändern. Ein Schritt wäre es, unsere Regierung in die Schranken zu weisen, wenn sie unsere Soldaten weiter ins Ausland schicken will, unsere Werte verbreiten. Sollen doch die Politiker selber an die Front ziehen, wie es Jürgen Todenhöfer fordert.

Auch lesenswert: http://german.irib.ir/analysen/interviews/item/253642-interview-mit-dr-yavuz-%C3%B6zoguz