Blick aus meinem Fenster nach einen Sommergewitter

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Hos geldiniz! Willkommen! Meryem

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  1. As-salāmu ´alaikum wa-raḥmatu Llāhi wa-barakātuh

    Schade, daß wir Dr. ´Adnan Ibrahims Vorträge und Predigten nicht auf Deutsch haben! Er zeigt, daß eine Annäherung von Sunna und Schi´a durchaus möglich ist, wenn beide Seiten dazu bereit sind, umzudenken und im Laufe der Zeit zu Dogmen erhobene Vorstellungen aufzugeben. Bei den Sunniten sind dies vor allem die ungerechtfertigte Vorstellung, alle Prophetengefährten seien gleich und gut gewesen und „Buḫārīs Unantastbarkeit“, d. h. die Vorstellung, ausnahmslos alle in den Ḥadīṯen der Ṣaḥīḥ-Sammlungen enthaltenen Aussagen müßten mit der Wirklichkeit übereinstimmen und wahr sein. Wer anderer Meinung ist, wird mit der Takfīr-Keule bedroht. Die Gnade, Gefährte des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Wohlergehen – allein ist noch keine Eintrittskarte fürs Paradies, und der Prophetengefährte Mu´āwiya ibn Abī Sufyān hatte aus dieser Gnade keinen Nutzen gezogen und war kein guter Mensch und sehr schlechter Prophetengefährte gewesen, weswegen er die ehrenden Worte „Allah habe Wohlgefallen an ihm“ keinesfalls verdient. In einer Vortragsreihe legt ´Adnan Ibrahim Mu´āwiyas Untaten und Verbrechen dar und verdeutlicht, daß diese nicht eben einmal kleinere Fehlentscheidungen waren, sondern schwere Vergehen. Daher und weil er Imam ´Alīs – Friede sei auf ihm und Allah habe Wohlgefallen an ihm – Vorzüge aufzählt, versuchen die Salafisten und Wahhabiten, ihn als „verkappten“ Schi´iten zu diffamieren, während er selbst sich zur asch´aritischen Glaubenslehre und zur schāfi´itischen Rechtsschule bekennt. Wie trotzige Kinder fügen sie Mu´āwiyas Namen betont die Worte „Allah habe Wohlgefallen an ihm“ hinzu, obwohl, wären sie gerecht, sie eingestehen müßten, daß die von ihnen selbst anerkannten Überlieferungen belegen, daß er ein Verbrecher war.
    Auf der anderen Seite ist der in Kerbala gebürtige schi´itische Denker und Forscher Aḥmad al-Kātib zu dem Ergebnis gelangt, daß die Person des Mahdī und zwölften Imams bei den Schi´iten historisch-wissenschaftlich nachweisbarer Grundlagen entbehrt und eine Fantasiegestalt ist. Der elfte Imam, Ḥasan al-´Askarī – Allah habe Wohlgefallen an ihm – ist kinderlos verstorben, und da dies jedoch nicht mit der Vorstellung von den zwölf Imamen in direkter erblicher Reihenfolge übereinstimmte, wurde ihm nach seinem Tode ein Sohn namens Muḥammad zugeschrieben, der noch im Kindesalter in einem unterirdischen Gang verschwand, um bis heute in der Verborgenheit zu leben und eines Tages als Mahdi wieder aufzutreten.
    So haben sich ´Adnān Ibrāhīm und Aḥmad al-Kātib getroffen, um die Unterscheidung zwischen Sunniten und Schi´iten aufzuheben (http://www.youtube.com/watch?v=hD9YzmtFoRw). Letzterer fügt den Prophetengefährten Abū Bakr, ´Umar und ´Uṯmān die Ehrung „Allah habe Wohlgefallen an ihnen“ hinzu, und ´Adnān Ibrāhīm erklärt sich bezüglich seiner Liebe zu Ahl al-Bait zum „Schi´iten“, dem ich selbst mich hiermit anschließen möchte, auch wenn ich die anderen Glaubenslehren und Vorstellungen der Schi´iten größtenteils ablehne – wie es der ehemalige schi´itische Missionar Aḥmad al-Kātib jetzt auch tut.

    • Wa aleikum salam,
      interessant – allerdings höre ich das erste Mal von dieser Ausnahmemeinung, der verborgene Imam, möge Allah seine Rückkehr beschleunigen,sei ein Phantasieprodukt. Damit tut Aḥmad al-Kātib sämtliche historischen und koranischen Belege.Und entfernt sich natürlich auch von der Vorstellung, dass Imam Mahdi, a.s., als Erlöser zurückkehren und eine gerechte Weltregierung errichten wird, was aber Bestandteil der schiitisch-islamischen Glaubenslehre und ja auch vielfach belegt ist. Aber das ist so umfangreich, dass ich es hier nicht ausführen kann, an anderer Stelle habe ich ein bisschen dazu geschrieben.
      Ansonsten bin ich natürlich der Meinung, dass wir Muslime überwiegend Gemeinsamkeiten haben und dass die Differenzen von denen gefördert werden, die die Muslime schwächen wollen.Solange wir mit uns selbst beschäftigt sind, gibt es keine Gefahr für die herrschenden Imperialisten und Kriegsherren. Leider funktioniert die Spaltung ja ziemlich gut und auch das ist ein Grund, dass der Imam,as., noch nicht zurückgekehrt ist. Er braucht eine stabile Basis um seine Revolution verwirklichen zu können.
      Es ist aber auf jeden Fall gut zu erkennen, dass es unfehlbare Hadithe nicht gibt – und dass die Prophetengefährten z.T. sich mehr oder weniger größerer Verfehlungen schuldig gemacht haben. Mir ist auch immer ein Rätsel, warum das so standhaft ignoriert wird, wo es doch auch aus den sunnitischen Überlieferungen hervorgeht. Die Liebe zu den Ahl-ul-bait ist aber auf jeden Fall eine Basis der Gemeinsamkeiten, auf der sich aufbauen lässt. Wiederum natürlich gegründet auf den Usul-ud-Din, über die wir uns ja wohl einig sind, vom Imamat mal abgesehen.
      Fi aman illah, wa aleikum salam, Meryem

  2. BISMILLAH
    Salam aleikum

    BITTE ALLE UNTERZEICHNEN
    BITTE TEILEN UND LEIKEN, ABER TEILEN UND VEREILEN UND POSTEN WÄRE NOCH BESSER

    Liebe KollegInnen, liebe Freunde,

    Gemeinsam mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)(http://neu.isdonline.de/stoppt-r

    acial-profiling-2/) hat das
    Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung (BUG)
    http://www.bug-ev.org/themen/schwerpunkte/dossiers/ethnic-profiling.html) eine Petition gegen den Einsatz von ‚Racial/Ethnic Profiling‘ in der Polizeiarbeit beim Petitionsausschuss des deutschen Bundestages vorgelegt. Diese Petition ist seit heute eröffnet. Wir sammeln mindestens 50.000 Unterschriften in den kommenden 4 Wochen, um den Bundestag auf die rassistischen Praktiken der Polizei aufmerksam zu machen. Sollten wir dies – mit eurer Hilfe – erfolgreich umsetzen können, wird sich sowohl der Petitionsausschuss als auch der Bundestag mit diesem Vorgehen befassen müssen.

    Unter dem folgenden Link findet ihr die Petition: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_11/_07/Petition_37656.nc.html

    Zunächst müsst ihr euch bei diesem Link registrieren. Dort werdet ihr nach einer e-mail Adresse, einem Passwort (das jeder selbst bestimmen kann) und eurer Adresse gefragt. Dann muss man zweimal die Bestimmungen anklicken, um die Petition zu zeichnen. Darauf hin erhält man eine Bestätigung per e-mail. Diese muss man dann wiederum nochmals bestätigen, um das Benutzerkonto zu aktivieren. Erst dann ist die Petition erfolgreich unterzeichnet. Dies nimmt circa eine Minute in Anspruch.

    Wir möchten euch Alle um Unterstützung bitten. Solltet ihr Mitglieder einer Organisation sein die ‚Racial/Ethnic Profiling‘ bekämpfen möchte, bitten wir euch diese e-mail möglichst breit zu streuen. Nur mit eurer Hilfe können wir in der sehr kurzen Zeit von 4 Wochen alle 50.000 Unterschriften zusammen bekommen.

    Bei Interesse könnt ihr auch die Petitionswebseite ‚Stoppt Racial Profiling‘ besuchen (http://www.stoppt-racial-profiling.de/).

    auf englisch:
    http://www.stoppt-racial-profiling.de/english/
    Herzlichen Dank für eure Unterstützung

    Mit besten Grüßen

    Vera Egenberger


    Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. (BUG)
    Vera Egenberger – Geschäftsführerin
    Greifswalder Str. 4
    im Haus der Demokratie und Menschenrechte
    Vorderhaus, 2. Etage, Raum 201

    D – 10405 Berlin

    Tel +49 30 688 366 18
    Fax +49 30 311 603 73
    Webseite http://www.bug-ev.org

    Nochmals zur Info, was die Petition zu ,,Stoppt Racial Profiling“ betrifft

    (ES WERDEN NOCH VIEL MEHR UNTERSCHRIFTEN GEBRAUCHT, BITTE UNTERSCHREIBEN UND VERTEILEN)

    In der Petition lautet es unter anderem

    • Durch Anti-Rassismus-Trainings und eine Überarbeitung der Einsatzstrategie die Polizeibehörden in die Lage zu versetzen, ihre hoheitlichen Aufgaben ohne „Racial/Ethnic Profiling“ durchzuführen. Sowohl die Polizeiausbildung als auch die Fortbildung von Polizeibeamt_innen muss auf diese Herausforderung angemessen reagieren.

    • Meldestrukturen zu schaffen, die eine lückenlose Erfassung von Fehlverhalten von Polizeibeamt_innen, erlauben. Diese Vorkommnisse müssen von einer unabhängigen und fachkompetenten Prüfinstanz analysiert und bearbeitet werden. Eine bundesweite Statistik soll hierzu geführt werden.

    aber auch

    • Diskriminierungstatbestände, die von staatlichen Akteuren ausgehen – wozu „Racial/Ethnic Profiling“ durch die Polizei zu zählen ist – in § 2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) einzufügen.

    • Die bundesgesetzlichen Regelungen abzuschaffen, die sogenannte verdachtsunabhängige Personenkontrollen der Polizei erlauben. Bei diesen Kontrollen werden Menschen aufgrund einer rein subjektiven Beurteilung der Beamt_innen nach äußerlichen Kriterien ausgewählt, ohne dass nachprüfbare Gründe vorliegen müssen. Diese Kontrollen leisten daher ganz zwangsläufig einer Ungleichbehandlung basierend auf „Racial/Ethnic Profiling“ Vorschub.

    hier nochmals zur Petitition:

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_11/_07/Petition_37656.nc.html

    ES WERDEN NOCH VIEL MEHR UNTERSCHRIFTEN GEBRAUCHT, BITTE UNTERSCHREIBEN UND VERTEILEN

    hier auch einige Zeitungsartikel zum Thema: http://www.stoppt-racial-profiling.de/pressespiegel/

  3. HiHi, ja guck mal an….meine Mutter ist auch Jahrgang 39 und stammt aus Waldenburg, heute Walbrzych. Mein Vater ist rheinisches Schifferkind und kam als einer der ersten Bundeswehrler in die Nähe von Bremen, wo meine Oma mit ihren Kindern nach der Vertreibung gelandet war. So wurde ich in Bremen geboren, :-).

  4. „ÜBER MERYEMDEUTSCHEMUSLIMA
    Muslima, Deutsch mit rheinländisch-schlesischem Migrationhintergrund, Bremerin im bayrischen Exil. Fortgeschrittenen Alters. „

    😉 Ich habe gerade in bisschen Langeweile, im Kellerkindergarten ist heute nicht viel los. Nur ganz nebenbei mein Vater wurde 1939 in Märzdorf geboren. Das liegt ca. 5km westlich von Grünberg (http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnberg_(Schlesien) ).
    🙂 Wie Du siehst ich bin nicht nur ein „Ossi“ sondern wir haben auch noch ein paar „Gemeinsamkeiten“.

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