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Mein Monat Ramadan: drei Tage weiter…

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Mein Monat Ramadan: drei Tage weiter…

Bismillahir rahmanir rahim

 

…und schon ist der 24. Ramadan fast vorbei. Ich komm irgendwie gar nicht mit. Wie schön wäre es, die letzten 10 Tage in spiritueller Zurückgezogenheit in einer Moschee zu verbringen. Statt dessen rast die Zeit und ich hab das Gefühl, dass ich gar nichts davon habe. Aber das ist mit Sicherheit ein Irrtum. Denn z.B. hatte ich am Sonntag einen spontanen Ausflug nach Österreich. Das war kein Vergnügungsausflug, sondern hatte mit unserem Nebenjob zu tun, dem kleinen Kurierdienst. Verlorengegangene Koffer zu ihren Besitzern bringen und das in so eine tolle Gegend.

10569750_10202371163389140_2046855109_oUnd wir setzten festgegründete Berge auf die Erde, damit sie nicht mit ihnen wanke

(Sure al Anbiyah, Vers 31)

Um das Thema, ob die Berge „Wurzeln“ haben und ob sie der Stabilisierung der Erdoberfläche dienen, gibt es eine ziemliche Diskussion zwischen Muslimen und denen, die die muslimische Auslegung dazu widerlegen wollen. Ich bin da nicht gebildet genug, hier ist die muslimische Variante: Die Aufgabe der Berge im Koran.

Diese Schöpfung ist jedenfalls sehr beeindruckend und ich werde immer ganz still angesichts dieser Wunder.

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Übrigens soll ja Zell am See ganz in arabischer Hand sein, aber diese Touristen waren wohl wegen des Monats Ramadan nach Hause gereist, wir haben keine gesehen. Aber Urlaub dort wäre für uns unerschwinglich, wie schön, dass wir wenigstens einen bezahlten Ausflug hatten. Da war auch noch ein Palatschinken drin (auf Reisen darf man nicht fasten, 🙂 )

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Ja, das war also ein Gottesgeschenk und dieser Tag ist nicht in Undankbarkeit verstrichen.

Wenn er dann seine Vollreife erlangt hat und das Alter von vierzig Jahren erreicht hat, sagt er: „Mein Herr, veranlasse mich, für Deine Gunst zu danken, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und rechtschaffen zu handeln, womit Du zufrieden bist. Und gib mir Rechtschaffenheit in meiner Nachkommenschaft. Ich wende mich Dir ja in Reue zu, und ich gehöre ja zu den (Dir) Ergebenen.“ (Auszug aus der Sure 46, Vers 15)

Denn was ich am Anfang geschildert habe, dieses Verstreichen von Zeit ohne Bewusstsein, das ist undankbar. Und ich versuche, mich zu bessern und jede alltägliche Handlung mit dem Gedenken an Gott zu verbinden. Es gelingt mir mal mehr, mal weniger gut, aber in diesem Monat eher mehr, alhamdulillah.

Für heute muss das reichen, auch wenn mich natürlich die schrecklichen Geschehnisse in Gaza erschüttern. Bitte betet alle, dass dieses Gemetzel endlich aufhört. Möge Allah die herzlosen Mörder verfluchen. Und diejenigen, die das rechtfertigen. Wozu auch unsere Regierungschefin gehört. Nicht in meinem Namen Frau Merkel, sie forderten „angemessene Selbstverteidigung“ Israels. Angemessen? Ein Volk in einem Freiluftgefängnis überfallen, von oben, vom Meer, vom Boden? Niemand kann dort weg.

Und ich bin nicht antisemitisch. Allerdings: wenn die Zionisten sich mit den Juden gleich setzen, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn Proteste gegen Israel antijüdisch klingen. Da gibt es nämlich (wie ich finde leider) auch unter den Gegnern der Zionisten viele die diesen Unterschied nicht machen.

10565117_10154389342345594_6492808830672979340_nAber gut, ich wollte Schluss machen für heute! Einge gesegnete Nacht und vergesst die Unterdrückten nicht in Euren Dua.