Umfrage zum respektvollen Umgang mit Muslimen

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Bismillahir rahmanir rahim

Ich wurde gebeten, diese Einladung weiterzugeben, das mache ich natürlich gerne:

Wir sind eine Gruppe von Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und suchen derzeit für ein kleines Forschungsprojekt dringend Teilnehmer/innen für eine Umfrage. Diese richtet sich an Personen muslimischen Glaubens und befragt in etwa 20min den respektvollen Umgang mit in Deutschland lebenden Muslimen. Es gibt auch was zu gewinnen:-)
Wir würden uns wirklich SEHR freuen, wenn Du an unserer Umfrage teilnehmen würdest und diese vielleicht sogar durch deinen (übrigens sehr interessanten!) Blog verbreiten könntest!
Vielen Dank schon im Voraus für deine Unterstützung!
Herzliche Grüße,
Eva und Co.
Der link zur Umfrage (bitte rauskopieren, der macht so Schwierigkeiten)
Ich hab die Umfrage schon ausgefüllt, macht nicht viel Mühe, also ran liebe Geschwister!

Eine Antwort »

  1. Selam aleikum
    Hab die Umfrage auch mal ausgefüllt und stimme Fatima zu, was die mögliche „Qualität“ angeht. Die Adressangaben zum Schluss sind allerdings irgendwie… naja… Ich habs nicht ausgefüllt und einfach auf Absenden geklickt. Ging auch. Mal sehen, was dann am Ende bei dieser Studie rauskommt…

    wa salam

  2. Ich war schon dabei, es auszufüllen, aber dann habe ich es gelassen. Da waren so komische Fragen bezüglich Deutschland „ich identifiziere mich mit der deutschen Kultur“. Das kann man nicht so pauschal beantworten. Es gibt Dinge, die ich gut daran finde, andere nicht.
    Auch fokussiert sich die Umfrage im späteren Verlauf zu sehr in Richtung Homosexuelle, „Homosexuelle, die nicht bereit sind, die Rechte von Muslimen zu achen, sollen Deutschland verlassen.“ Was bitte ist das für eine komische Frage?
    Oder auch, ob man dafür ist, dass Homosexuelle Kinder adopieren dürfen. Wer dazu nein sagt, ist also automatisch homophob. Das soll wohl zeigen ,dass Muslime Homosexuelle nicht mögen. Auf so eine Art der Gesinnungsschnüffelei habe ich keine Lust. Damit wieder eine Studie rauskommt, wie homophob und deutschfeindlich wir sind?

    • Salam,
      der link scheint aber jetzt zu funktionieren, sonst wärest Du ja gar nicht hingekommen.
      Diese Fragen sind mir natürlich auch aufgefallen, aber das ist immer so bei Umfragen, dass es z.T. sehr pauschal wird. Kann man ja anmerken. Und das mit der Homosexualität – die Fragen fand ich zwar viele, aber ja auch von unterschiedlicher Qualität.Naja.

      • salam

        Nee, deiner funktioniert immer noch nicht 😉 Die Studie wurde in alle möglichen Foren gestellt, so auch ins Shiaforum.

        jedenfalls scheint mir das die gefühlt 1000. „wie- diskreditiert – man – Muslime“ – Studie zu sein. Und die heißt auch noch „Respekt“, dass ich nicht lache.

        wa salam

      • Meryem ich gebe zu ich habe geschummelt weil ich alle antworten komplett bei dieser Umfrage beantwortet habe. Ich habe sie ehrlich beantwortet. Das hier war mein Kommentar zu diesen Fragen den ich eingeben konnte.
        „Dieser Fragebogen ist in seiner Aufmachung in Meinung mehr als nur daneben und diskriminierend.“

      • „Scharia“ bedeutet ungefähr übersetzt „Weg zur Quelle“ und umfasst die ganzen islamischen Normen und religiösen Pflichten, wie z.B. das Gebet, Fasten, Zakat (Almosensteuer), alle Rechtsvorschriften im Zivil- und Familienrecht (Erbrecht, Unterhalt, Scheidung, Vertragsrecht usw.) und das Strafrecht, als dass sie ja gerne verkürzt verstanden wird. Die islamischen Rechtsgelehrten befassen sich damit und erstellen auch Rechtsgutachten( „Fatwas“), also zu alltäglichen Fragen der Gläubigen, was erlaubt oder verboten ist,oder wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll nach islamischem Recht. Es gibt dabei in den unterschiedlichen Rechtsschulen durchaus unterschiedliche Auslegungen, selbst in einer Rechtsschule können die Gelehrten in Teilbereichen voneinander abweichen, aber nicht in den Grundlagen (alos z.B. lehnen die sunnitischen Rechtsschulen die Zeitehe ab, im Gegensatz zur shiitischen. Innerhalb der shiitischen Schule gibt es z.B. verschiedene Meinungen dazu, ob Rauchen erlaubt oder verboten ist).
        Strafrecht ist ein minimaler Bestandteil davon und wichtig zu wissen ist, dass das islamische Strafrecht nur in einem islamischen Staat Anwendung finden kann,da sonst die Voraussetzungen nicht gegeben sind (wenn gesellschaftlicher Konsens ist, dass außereheliche Beziehungen normal sind, kann man niemanden dafür bestrafen). Genauso wie z.B. im Familien- oder Erbrecht hier das deutsche Recht gilt, sonst wären die Frauen benachteiligt. Denn dass sie im islamischen Recht weniger erben als die Männer liegt ja daran, dass sie sich nicht selber versorgen müssen, sondern das müssen wiederum die Männer der Familie tun und dafür ihr Erbe einsetzen.Und das islamische Strafrecht soll Abschreckungsfunktion haben – sind aber die gesellschaftlichen Bedingungen nicht islamisch, kann man niemanden nach diesem Recht bestrafen. Für Diebstahl darf man z.B.nicht bestraft werden, wenn man Not leidet, oder auch nur, wenn die Waren zu verlockend ausgestellt sind. Für die harten Strafen sind die Beweisvorschriften extrem schwierig zu erfüllen.Selbstjustiz ist verboten.
        Und schließlich: der islamische Staat muss vom Volk gewollt sein. Gegen das Volk zu regieren ist nicht islamisch. Das islamische Recht ist auch in vielen Bereichen flexibel und kann der Zeit angepasst werden. Die Vernunft ist hier das Ausschlaggebende. Jedenfalls sehen wir Shiiten das so.

        In der Diskussion ging es ja mal wieder um Wahhabiten/Salafiten wenn ich das richtig gesehen habe. Abgedrehte „Revolutionäre“ haben jedenfalls nicht die Befugnis Recht zu sprechen, genausowenig wie die Taliban in Afghanistan Rechtswissenschaftler wind, die Todesstrafen verhängen dürfen. Und die wahhabitische Auslegung in S.A. ist ja auch sehr merkwürdig. Da dürfen Frauen ja bspw. deswegen nicht Auto fahren, weil sie sich damit womöglich auf den Weg zu einer sündigen Tat machen könnten, :-). Ob Männer davor gefeit sind?

        Wir Shiiten dürfen nicht einmal jemanden zum Gebet wecken, wenn er uns nicht ausdrücklich darum gebeten hat. In S.A. wirst Du zum Gebet geprügelt, wenn Du auf der Straße erwischt wirst und nicht gleich auf den Gebetsruf reagierst. Usf. So unterschiedlich kann das sein, mit der Auslegung der Scharia.

      • Danke sehr aufschlussreich. 😉 Das wird mir bei meinen weiteren „Prügelorgien“ sehr weiter helfen.

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