Archiv für den Monat Oktober 2010

Aufruf Nr. 2: Aufruf des Münchner Bündnisses für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat zur Kundgebung am Samstag, 13. November 2010 um 12.00 Uhr am Sendlinger Tor gegen den rechtsextremen „Heldengedenkmarsch“

Aufruf Nr. 2: Aufruf des Münchner Bündnisses für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat zur Kundgebung am Samstag, 13. November 2010 um 12.00 Uhr am Sendlinger Tor gegen den rechtsextremen „Heldengedenkmarsch“

Bismillah

Aufruf Nr. 2 – damit die Nazis nicht durch München spazieren:

Für Samstag, den 13.11.2010, rufen Rechtsextremisten zum dritten Mal in Folge zu einem „Heldengedenkmarsch“ durch die Münchner Innenstadt auf.

Dabei knüpfen sie an den von den Nationalsozialisten 1934 zum staatlichen Feiertag erklärten „Heldengedenktag“ an. Die Stoßrichtung der Organisatoren des Marsches steht ganz eindeutig in der Tradition
geschichtsfälschender rechtsextremer Propaganda. Versucht wird so, eine neue rechtsextreme “Tradition“ in München zu etablieren. Dies darf nicht gelingen!
Deshalb ruft das Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat, in dem sich die Stadt München, Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände, Jugendorganisationen und viele Bildungseinrichtungen zusammengeschlossen haben, die Münchner Bevölkerung zur Teilnahme an der Kundgebung am Sendlinger Tor auf. Diese Demonstration wird den Rechtsextremisten abermals deutlich machen, dass sie in dieser Stadt unerwünscht sind und keine Chance haben. München steht als die ehemalige ‘Hauptstadt der Bewegung’ zu ihrer historischen Verantwortung. Die Münchner Zivilgesellschaft wird den
rechtsextremen, ausländerfeindlichen und antisemitischen Kräften zeigen, dass für sie kein Platz in dieser Stadt ist und sie hier nicht widerspruchslos ihr Unwesen treiben können.
Seit seiner Gründung 1998 hat das Bündnis wiederholt mit Erfolg zu großen Kundgebungen aufgerufen, die Rechtsextremisten eine Absage erteilten und die Solidarität der Demokraten bekräftigten. Daher fühlen wir uns verpflichtet, auch diesmal den Rechtsextremen entschieden entgegenzutreten.

Für das Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat:
Oberbürgermeister Christian Ude, Weihbischof Engelbert Siebler, Evang. Stadtdekanin Barbara Kittelberger,
Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern/Präsidentin des Zentralrats der Juden
in Deutschland Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität Prof. Dr. Bernd Huber,
Vorsitzender des DGB Region München Christoph Frey, Vorsitzende des Kreisjugendrings München-Stadt
Karin Ruckdäschel
V.i.S.d.P.: Oberbürgermeister Christian Ude, Rathaus Druck: Stadtkanzlei
Aufruf des Münchner Bündnisses für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat zur Kundgebung am Samstag, 13. November 2010 um 12.00 Uhr am Sendlinger Tor gegen den rechtsextremen „Heldengedenkmarsch“

Aufruf Nr. 1: Online Petition gegen Freiheitspreis für Necla Kelek

Aufruf Nr. 1: Online Petition gegen Freiheitspreis für Necla Kelek

Bismillah

Ich bin gerade wenig hier, was schon zu Protesten geführt hat – ich komm einfach nicht dazu hier zu schreiben, weil ich anderweitig sehr beschäftigt bin. Oder liegt es daran, dass ich jetzt Rentnerin bin, die haben ja nie Zeit.

Na, ich schau aber herein um zwei Aufrufe zu veröffentlichen. Als erstes eine Online-Petition des Arbeitskreises der muslimischen Grünen in NRW. Es geht um den Freiheitspreis der Naumann Stiftung für Necla Kelek, ein Unding, bei dem was die so an Beleidigungen von sich gibt. Einen kleinen Schriftwechsel dazu hab ich ja schon mal veröffentlicht. Diese Naumänner und -frauen lassen sich davon wohl nicht beeindrucken, aber sie dürfen ruhig merken, dass ihr Freiheitsverständnis ein etwas merkwürdiges ist. Die Freiheit andere zu beleidigen, sozusagen. Also, hier ist der Aufruf und der link zur Petition:

Keine Auszeichnung für Diffamierungen!- Kein Freiheitspreis für Necla Kelek!

Die FDP-nahe Naumann-Stiftung möchte im November den alljährlichen “Freiheitspreis” an die türkischstämmige Soziologin Necla Kelek verleihen. Necla Kelek tritt seit Jahren als so genannte Islamkritikerin in Erscheinung und hat bereits mehrere Bücher v.a. zum Thema “Frauen im Islam” verfasst. In ihren Publikationen und bei öffentlichen Auftritten bleibt es aber häufig nicht bei einfacher Kritik. Vielmehr sind beleidigende und in Teilen auch befremdliche Äußerungen die Regel. So hat sie kürzlich in einem Interview muslimischen Männern einen gesteigerten Sexualtrieb, der im schlimmsten Fall zu Sodomie führt, unterstellt. Eine Behauptung, die völlig an der Realität vorbei geht und für die es folglich auch keinen Beleg geben kann. Im gleichen Interview bezeichnet sie kopftuchtragende Frauen als “Islamic Bitches” (Islamische Schlampen) und belegt diese Frauen, die ohnehin schon stark von Diskriminierung betroffen sind, mit einer weiteren negativen Zuschreibung, die nur als Beleidigung empfunden werden kann.

Nacla Kelek sieht die Ursache für sozio-ökonomische Probleme wie Bildungsbenachteiligung, Arbeitslosigkeit, Kriminalität etc. bei ZuwanderInnen in der islamischen Religion, kann diese Bewertung jedoch nicht mit empirischen Belegen nachweisen und bleibt damit stets auf einer abstrakten Behauptungsebene. Während renommierte WissenschaftlerInnen die Ursachen auf Grundlage langjähriger Forschung und konkreten Daten eindeutig in der Sozialstruktur, der Geschichte der Zuwanderung und der sehr späten politischen Reaktion auf die Realität des Einwanderungslandes Deutschland verorten. Es ist also anzunehmen, dass die Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen näher an der Realität liegt, als Necla Kelek mit ihren selektiven Beobachtungen und skandalisierenden Behauptungen.

Wir sind der Meinung, dass eine Person wie Necla Kelek, die pseudowissenschaftlichen Populismus betreibt und damit eher für Desintegration sorgt, als für Integration, eine Auszeichnung wie diese nicht verdient hat. Denn Freiheit kann nicht ohne Respekt und Achtung vor dem Anderen gedacht werden. Sie ist ein wertvolles Gut und kein Freifahrtschein für Beleidigungen. Dass die Jury der Naumann-Stiftung die Arbeit von Necla Kelek vor diesem Hintergrund mit dem Freiheitspreis auszeichnet, können wir in keinster Weise nachvollziehen.

Aus dem Fundbüro: ein Ex-GI mit Einsicht und eine nostalgische und trotzdem aktuelle Begegnung

Aus dem Fundbüro: ein Ex-GI mit Einsicht und eine nostalgische und trotzdem aktuelle Begegnung

Bismillah

Selten klare Worte!

 

Ach und da fand ich in der Liste des obigen geposteten den guten alten Wecker mit seinem aktualisierten Willi aus Bushs Zeiten – aber wahr ist er immer noch:

 

 

Ihr könnt nicht wissen, welche Bedeutung der Konstantin Wecker für mich in meinen jungen Jahren hatte. Dann ist er total abgestürzt in den Drogensumpf, das hat mir persönlich weh getan, fast genauso seine Rückkehr in den Promistatus samt seichter Fernsehrollen. Da hab ich mich dann gar nicht mehr für ihn interessiert und ihn ganz aus den Augen verloren. Schön, dass er noch das alte Feuer in sich bewahrt hat. Wie ich, :-)

Fundbüro: Obama sagt Tempelbesuch wegen Kopftuchpflicht ab

Fundbüro: Obama sagt Tempelbesuch wegen Kopftuchpflicht ab

Manchmal sind die morgendlichen Nachrichten doch lustig:

Amritsar/Neu Delhi (IRIB/WELT) – US-Präsident Barack Obama hat einen Besuch im Goldenen Tempel der Sikhs im indischen Amritsar offenbar abgesagt, weil er dort ein Kopftuch tragen müsste. Ein US-Diplomat in der indischen Hauptstadt Neu Delhi bestätigte am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP, dass der geplante Besuch im wichtigsten Sikh-Heiligtum während Obamas Indienreise im November unter anderem wegen des Kopftuchs abgesagt worden sei.
Offenbar fürchteten Diplomaten, dass Fotos des US-Präsidenten mit einem Kopftuch, das in Sikh-Tempeln aus religiösen Gründen getragen wird, zu erneuten Vorwürfen führen könnte, er sei in Wahrheit Muslim. In den USA wird dem gläubigen Christ Obama, der mit mittlerem Namen Hussein heißt, in rechten Kreisen vorgeworfen, er sei eigentlich Muslim.
Sikhs in Amritsar zeigten sich enttäuscht über die Absage des Besuchs. Besucher müssten zwar den Kopf bedecken, doch könne Obama auch eine Kappe tragen, sagte ein Vertreter der Tempelverwaltung im nordwestindischen Bundesstaat Pundschab.

Dass man den männlichen Muslim am Kopftuch erkennt, wäre mir neu, :-) . Es sei denn es handelt sich um ein Palästinensertuch, was Herr Obama als Unterstützer des Zionismus wohl kaum aufsetzen wird. Und warum ihm immer “unterstellt” wird, Muslim zu sein, verstehe ich auch nicht. Muslim ist der, der sich dazu bekennt. Wenn jemand ständig sagt, er sei keiner, dann ist er auch keiner.