Archiv für den Monat Dezember 2009

Meine Silvestergedanken sind nicht fröhlich – immer wieder neue Lügen und Kriege

Meine Silvestergedanken sind nicht fröhlich – immer wieder neue Lügen und Kriege

Bismillah

Also ich denke schon seit Tagen über etwas nach und will mich aber immer wieder beschwichtigen, weil ich doch schließlich keine Paranoia entwickeln will-aaaaaaaberrrr: ist es nicht sonderbar, dass gerade jetzt ein mutmaßlicher Terrorist mutmaßlich ein Flugzeug zum Absturz bringen wollte, wo doch gerade der Jemen von SaudiUSA bombardiert wird? Und nun ist der Sprengstoff auch noch von dort? Will man nun eine nachträgliche Rechtfertigung für die bereits erfolgten Bombardements, oder braucht man eine für erhöhte Mordaktivitöten (den Tippfehler lass ich mal).

Also, mir ist das unheimlich und andere scheinen auch darüber nachzudenken.


Der Zwischenfall in Detroit – Wie schön, wenn alles zusammenpaßt!

aktuelle News Eine Theorie über das nützliche Zusammentreffen von Ereignissen und Umständen im Falle des vereitelten Terror-Anschlags von Umar Farouk Abdulmutallab auf ein Passagierflugeug bei seiner Ankunft in Detroit.

von Grant Lawrence

Foto: defense.govIch bin nicht einer, der an jeder Ecke Verschwörungen sieht, aber ich schätze eine gute Theorie über das nützliche Zusammentreffen von Ereignissen und Umständen. Wie zum Beispiel diejenige, die sich bei der Betrachtung des vereitelten Terror-Anschlags von Umar Farouk Abdulmutallab auf ein Passagierflugeug bei seiner Ankunft in Detroit anbietet.

Während der letzten beiden Monate hat Saudi Arabien den Jemen von Kampfflugzeugen bombardieren lassen. Erst kürzlich schickten die USA zwei Marschflugkörper in den Jemen, Berichten zufolge mit der Absicht, Stützpunkte von Al-Qaida zu treffen. An den Angriffen auf Jemen beteiligten sich auch US Kampfjets. Ebenfalls berichtet wurde, daß Al-Qaida Racheaktionen als Antwort auf die Angriffe ankündigte.

Mittlerweile sieht es so aus, als habe der aus Nigeria stammende mutmaßliche Flugzeugterrorist von Detroit Verbindungen in den Jemen. Oder wenigstens behauptet der Verdächtige angeblich, seine Bombe sei im Jemen hergestellt worden.

Genau in dem Moment, da Amerika einen guten Grund braucht, den Jemen anzugreifen, taucht erfreulicherweise ein ebensolcher auf. Jetzt muß man sich nicht groß daran stören, daß USA und die Saudis mit den Angriffen auf den Jemen vor diesem jüngsten Anschlagsversuch begannen. Was zählt, ist, daß der Nigerianer ein jemenitischer Terrorist ist.

Einige beginnen sich zu fragen, wie Flugverbotslisten, die Cat Stevens und einen Kerl, der ein kritisches Buch über die CIA verfaßte, erfolgreich am Boden halten, gegen diesen „nigerianisch/jemenitischen Terroristen“ ohne Wirkung blieben. Imerhin gibt es Berichte, daß der Verdächtige auf Überwachungslisten stand und daß sein Vater bei der amerikanischen Botschaft in Nigeria vorsprach und erklärte, sein Sohn (der spätere Terrorist) sei möglicherweise gefährlich.

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Jetzt muss ich zugeben, dass mein Vertrauen in die amerikanische offizielle Berichterstattung zu den Themen Terror und Kriegsgründe irgendwie gestört ist. Wir erinnern uns an 9/11 und die bis heute nicht erklärten Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung – Tausende Internetseiten sind mit Berichten und Spekulationen über die Unmöglichkeit gefüllt, dass das geschehen ist, was man uns weismachen will. Irgendwie werden wir wohl noch länger vergebens auf eine Richtigstellung der amerikanischen Seite warten müssen.

Nun, auch damals hatte man einen Anlass Krieg zu beginnen, gleich zwei sogar. Erstmal wurde der Irak plattgemacht, wegen angeblicher gefährlicher Waffen Saddam Hussains. Da wurde nachher zwar zugegeben, dass es sich um eine Lüge gehandelt hatte, aber bis dahin hatte man das Land schon mit Uranwaffen verseucht und für eine derartige Instabilität gesorgt, dass sich heute sogar Schiiten Saddam Hussain zurückwünschen.

Man hört aber hier fast nichts über die vielen, vielen ungeklärten Todesfälle, Erkrankungen und Mißbildungen, die jetzt auftreten. Wahrscheinlich hat auch niemand Zeit, sich wirklich zu kümmern, denn wer dort lebt, hat genug mit Über-leben zu tun. Gestorben sind inzwischen über 1,3 Millionen Menschen.

Und dann wird ja schließlich auch noch Afghanistan die westliche Demokratie und Freiheit gebracht. Auch hier führt „unsere“ Initiative dazu, dass sich sogar Frauen lieber unter den Taliban wiederfänden. Da kann man wenigstens im Haus bleiben und wird nicht ausgebombt (nein, ich halte nichts von denen).

Natürlich haben alle diese Engagements nichts mit Bodenschätzen oder strategisch günstiger Lage eines Landes zu tun. Was bietet der Jemen eigentlich? Abgesehen von der Gelegenheit, ein paar aufmüpfige Schiiten wegzubomben? Was die anrichten können, sieht man ja im Iran, der auch noch auf der Liste steht, sich aber so gar nicht eignet, mit Al Qaida in einen Topf geworfen zu werden. Aber da gibt´s ja auch noch Hamas und Hizbollah – und schon wieder einen Terrorvorwand.

Mir ist gar nicht nach einem erfreulichen Jahreswechselgefühl. Vor einem Jahr wurde Gaza  überfallen und die Menschen leben noch immer in Zelten, haben keine Häuser, kein sauberes Wasser, nicht genug zu essen, nicht ausreichend Medikamente und zu wenig von allem möglichen für den Alltag.

Die Welt kann wirklich nicht noch einen Krieg gebrauchen – vielleicht braucht die USA einen, um ihre Wirtschaft anzukurbeln, damit ihre Leute, die obdachlos geworden sind in der selbstgemachten Krise, wieder in ihre Häuser ziehen können? Geld scheint ja keine Rolle zu spielen, das kann man ja nachdrucken – aber das tut heute auch nicht mehr not, hängt man halt am Computer ein paar Nullen dran. Ich kann jedenfalls die Zahlen die man zu den bisherigen Kriegskosten liest, gar nicht mehr aussprechen: Tausende Milliarden – das sind dann Billionen, oder Billiarden, oder Trillionen? Heißt bei uns und in den USA sowieso anders.

Ich mag es gar nicht, wenn ich in zynischer Stimmung bin, das passt auch gar nicht zu mir. Im Innern glaube ich ja auch, dass die Welt noch einmal eine andere Entwicklung nehmen wird. Aber der Zynismus der von den Kriegshetzern gezeigt wird – den finde ich so unglaublich, dass ich nur so antworten kann.

So Gott will, gibt ER uns die nötige Stärke und Standhaftigkeit und lässt die Gutwilligen aller Nationen und Religionen zusammenfinden, damit wir dem Wahnsinn ein Ende machen können. Möge ER den Imam unserer Zeit, Imam Mahdi, und Jesus, a.s., bald zurückkehren lassen, um diesen Prozeß einzuleiten.

Hintergrund zum Jemen

Fundsachen zu den aktuellen Ereignissen im Iran

Fundsachen zu den aktuellen Ereignissen im Iran

Bismillah

In der Berichterstattung, auch der „seriösen“ Medien, wird so getan, also ob im Iran ein Umsturz im Gange wäre. Dabei wird gänzlich ignoriert, welche gewaltige Mehrheit des Volkes hinter seinem Präsidenten und hinter seinem geistlichen Oberhaupt steht.

Die Zeit behauptet ganz unverblümt „Die Islamische Republik taumelt ihrem Ende entgegen“ und dort ist auch die diesjährige Wahl schon eine „gefälschte“ geworden, während andere Medien noch das Adjektiv „fragwürdig“ benutzen. Es wird völlig ignoriert, dass es keinerlei Beweise für eine gefälschte Wahl gibt und dass amerikanische (!) Meinungsforschungsinstitutesowohl vor als auch nach der Wahl bestätigt haben, dass das Wahlergebnis ihren Befragungen entspricht. Davon hört man aber in den hiesigen Medien nicht.

Die Die USA geben ganz offen zu, dass sie Unruhe im Iran stiften, aber niemand fragt, wer denn wohl an den jüngsten Todesfällen schuld ist?  Dass die Sicherheitskräfte nach iranischen Angaben gar nicht mit Schusswaffen ausgestattet waren, scheint niemanden zu interessieren, ebenso wie es niemanden stört, dass die Demonstranten Körperverletzungen und Sachbeschädigungen begehen. Da heiligt der „gute“ Zweck die Mittel?

Die Basidsch werden dargestellt wie eine Terrorgruppe, dabei ist aus fast jeder Familie jemand bei dieser Einsatzreserve tätig. Bis auf einige Ausgeflippte, die es überall gibt, werden ja wohl diese Söhne und Ehemänner nicht gegen friedliche Bürger vorgehen, schließlich handelt es sich um ihre eigenen Familien, die sie beschützen und nicht terrorisieren wollen.

Es wird so getan, als seien die Trauerprozessionen zu Ashura, alles Demonstrationen gegen die Regierung gewesen, was einfach lächerlich ist. Natürlich sind an diesen Tagen Hunderttausende auf den Straßen, wie jeder weiß, der sich ein bisschen mit dem schiitischen Islam beschäftigt hat.

So wundert es mich gar nicht, dass durch hiesigen Medien der Eindruck entsteht, der ganze Iran sei in Aufruhr. Wieso traut sich eigentlich niemand, mal dagegenzuhalten und die Realität anzuschauen. Es ist ja nicht so, dass man im Iran nicht recherchieren könnte und um sein Leben fürchten müsste. Nicht einmal den größten Kritikern der Regierung passiert etwas und sie können lautstark ihre Version kundtun. Reagiert so ein Unterdrückerstaat?

Mir scheint, man will um jeden Preis ein Land kaputtreden, dass sich frecherweise ausländischem Einfluss widersetzt, auf seine Rechte beharrt, Kritik zu wagen übt an den USA, die immer noch meinen, sie seien die Glücksbringer der ganzen Welt und könnten uns Moral lehren – wie lächerlich angesichts der Verwüstungen die sie überall hinterlassen. Und natürlich darf man nichts gegen den Zionismus sagen, sonst wird man gleich zum Antisemiten und „Holocaustleugner“ – auch eine Lüge über Präsident Ahmadinejad, die freudig weiterverbreitet wird, trotz längst erfolgter Gegenbeweise. Dass er in der eigenen Bevölkerung sehr populär ist, auch weil er vehement gegen Korruption im eigenen Land kämpft – sowas wird lieber ignoriert, sonst könnte vielleicht jemand die Politik im eignen Land hinterfragen. Niemand wagt, sich anzuschauen, welche Fortschritte die IRI macht und was sich für die Bürger verbessert hat, in den 30 Jahren ihres Bestehens. Aber dass die Berichterstattung eine einseitige ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen – das ist völlig akzeptiert. Vielleicht wäre es auch zu peinlich, wenn man vergleichen müsste zwischen dem Aufbau einer islamischen Republik und den Ergebnissen unserer „jüdisch-christlichen“ Werteordnung (also ich hätte gar nichts dagegen, wenn die mal verwirklicht würde, da haben wir fast alles gemeinsam).

Vielleicht mag mal jemand auf der Internetseite der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRIB stöbern – man muss ja nicht in allem der gleichen Meinung sein, aber es könnte doch auffallen, dass es andere Sichtweisen gibt, als die gezwitscherten, und womöglich auch ganz fundierte. Und dass es tatsächlich auch noch andere weltpolitische Themen gibt, als den bösen Iran – z.B. über die Opfer des völkerrechtswidrigen Krieges im Irak. Und tatsächlich: das Revolutionsoberhaupt Imam Chamenei ist noch in bester Verfassung und in der Lage ganz klare Aussagen zu treffen und ausführliche Reden zu halten. Komisch, wo er doch in den hiesigen Medien gerne als altersdement dargestellt wird.

Hier noch der Muslim Markt zur aktuellen Situation.

Bastelei mit Photo-Impact: Ein Regentag in Marrakesch

Bastelei mit Photo-Impact: Ein Regentag in Marrakesch

Nach diesem Tutorial

Frauentube hier gefunden

Das ist meine Abschlussarbeit für den online-Grafikkurs, den ich gemacht habe. Damit werde ich aber nicht aufhören, es gibt noch Weiterbildung, lol. Die Pixelitis ist chronisch inzwischen.

Women in black – Internationales Frauennetzwerk gegen Gewalt, für Frieden und Gerechtigkeit

Women in black – Internationales Frauennetzwerk gegen Gewalt, für Frieden und Gerechtigkeit

Bismillah

Ich sagte ja schon, dass ich heute an der Mahnwache der Women in Black teilnehmen wollte – also hab ich auch gemacht – und ich kopiere hier den heutigen flyer über dieses Netzwerk und das Thema der heutigen Aktion. Mich beeindruckt, wie lange dieses Netzwerk schon besteht und wie Frauen es hier schaffen, zusammenzuarbeiten, auch wenn ihre Regierungen und teils auch ihre Völker sich feindlich gegenüberstehen. So gibt es in Jerusalem schon jahrelang eine wöchentliche Mahnwache.

Heute waren viele Touristen unterwegs und die Reaktionen waren zum allergrößten Teil sehr interessiert und wohlwollend.



Women in Black – Frauen in Schwarz 

Ihre Geschichte begann im Januar 1988. 20 Jahre, nachdem Israel im sog.
Sechstagekrieg Juni 1967 die Westbank, Gaza und Ostjerusalem besetzt hatte, brach
im Dezember 1987 die erste Intifada, der erste palästinensische Aufstand, aus. Einen
Monat später versammelte sich eine kleine Gruppe israelischer und palästinensischer
Frauen an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Jerusalem, schwarz gekleidet, mit
Schildern in Form schwarzer Hände mit weißer Aufschrift: „Stop the Occupation“ („Ende
der Besatzung!“) in hebräischer, arabischer und englischer Sprache – eine einfache und
klare Botschaft mit breiter Wirkung. Sie standen jede Woche zur selben Zeit am selben
Ort, schweigend, um gegen die Gewalt und gegen das Unrecht zu protestieren, das den
Palästinensern angetan wurde. Innerhalb weniger Wochen breitete sich diese schlichte,
einprägsame und leicht zu praktizierende Form der Mahnwache spontan in Israel aus.
Sie hatten Vorgängerinnen: Black Sash (1955) in Südafrika, die Madres de la Plaza de
Mayo (1977) in Argentinien, die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (1915)
in Den Haag, das Greenham Common Women`s Peace Camp (1980) in Großbritannien
u.a., und sie hatten und haben Nachahmerinnen in mittlerweile ca. 30 Ländern. In
Deutschland gibt es Mahnwachen der „Frauen in Schwarz“ in ca.12 Städten. Auch
Männer nehmen oft teil. Women in Black sind inzwischen ein weltweites Netzwerk von
Frauen, die sich dem Frieden, der Gerechtigkeit und der Gewaltlosigkeit verpflichtet
haben und die neben dem ursprünglichen palästinensischen Anliegen jeweils auch ihre
eigenen thematischen Akzente setzen. Women in Black sind keine Organisation,
sondern eine Bewegung, deren Gemeinsamkeit in der besonderen Form der
Mahnwache besteht, wie sie die Frauen in Jerusalem entworfen haben und bis heute
praktizieren, denn die Besatzung dauert an.
Seit 1991 wurden die Women in Black mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2001 mit dem
Millennium Frauen-Friedenspreis der UNIFEM (United Nations Development Fund for
Women). Die Internationale Bewegung, vertreten durch Women in Black Israel und die
serbischen Gruppen, wurde 2001 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Weitere
Informationen im Internet unter www.womeninblack.org und www.coalitionofwomen.org.

In Israel sind die Women in Black Mitglied der Coalition of Women for Peace, einem
Verband, in dem 10 Frauen-Friedensgruppen organisiert sind und der auch unabhängig
von den Aktivitäten seiner Mitglieder in vielfältiger Weise international tätig ist. Er wurde
nach dem Ausbruch der zweiten (Al-Aqsa-)Intifada im September 2000 gegründet und
ist heute eine führende Stimme der Friedensbewegung.
Die Women in Black Israel halten regelmäßig Mahnwachen in Gan Shmuel, Haifa,
Jerusalem, Carmiel, Meggido, Nachshon und Tel-Aviv, jeden Freitag von 13 – 14 Uhr.
Wir solidarisieren uns mit ihnen!
Ab 2010 startet in München eine Mahnwache der FRAUEN IN SCHWARZ in der Fußgängerzone, Richard-Strauß-Brunnen:
Jeden 2. und 4. Freitag im Monat von 13 – 14 Uhr

Wir fordern: „ENDE DER BESATZUNG!”

Für gerechten Frieden im Nahen Osten!
Schließen Sie sich an, Frauen und Männer!

كفى للاحتلال Stop the Occupation די לכיבוש


und das aktuelle Thema:

In Memoriam Gaza
Am 27.12.2008 überfiel die israelische Armee die palästinensische Bevölkerung im
Gazastreifen. Der Angriff war schon lange geplant. Der Auslöser für die Aktion
„Gegossenes Blei“ wurde am 4.11.08 von Israel provoziert durch den einseitigen Bruch
der im Juni zuvor vereinbarten sechsmonatigen Waffenruhe. Zweiundzwanzig Tage lang
bombardierte das Militär den mit 360 qkm Fläche etwa dem Bundesland Bremen
vergleichbaren Küstenstreifen mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern und zerstörte gezielt
Wohnhäuser, Moscheen, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen,
Regierungsgebäude, sogar Gebäude der UN, Fabriken, landwirtschaftliche Anwesen,
die gesamte Infrastruktur, setzte dabei auch völkerrechtlich geächtete Waffen ein und
tötete mehr als 1400 Menschen, darunter 300 Kinder. Unzählige wurden verletzt und
traumatisiert. Niemand konnte fliehen, denn die seit 2007 bestehende totale Blockade
des Gazastreifens durch Israel blieb auch während der Kampfhandlungen aus der Luft
und am Boden erhalten. Hilfsgüterlieferungen von außen und Transporte von Verletzten
und Kranken nach draußen wurden blockiert, Bergungs- und Rettungsarbeiten im Innern
verhindert und bedroht, flüchtende Zivilisten angegriffen. Ein Massaker, kein Krieg. Ein
brutales Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gegen das Völkerrecht und ein
Kriegsverbrechen, von dem jetzt der Bericht des ehemaligen Richters und UNOBeauftragten
Richard Goldstone beredtes Zeugnis ablegt.
Und dieses Verbrechen dauert an: Noch immer ist der Gazastreifen abgeriegelt. Der
einzige Grenzübergang ist immer wieder geschlossen. Die von Israel total abhängige
Bevölkerung ist absoluter Willkür ausgeliefert. Energielieferungen (Treibstoff und Gas)
sind auf einen Bruchteil der nötigen Menge reduziert. Das Wasser ist ungenießbar. Die
Lebensmittel sind knapp. Die medizinische Versorgung ist absolut unzureichend. Der
Wiederaufbau kommt nicht in Gang, und viele Menschen wohnen immer noch in Zelten,
weil keine Baumaterialien über die Grenze gelassen werden, mit der Begründung, sie
könnten der Hamas dienen. Die Palästinenser und die in Gaza tätigen NGOs
(Nichtregierungsorganisationen) sind dazu übergegangen, Lehmziegel zu fabrizieren,
um provisorische Häuser zu bauen und die Menschen vor dem Winter zu schützen.
Die anhaltende Blockade verweigert den Menschen in Gaza ihre Grundrechte auf
Nahrung, Wasser, Gesundheit, Wohnung, Arbeit, Bildung, Bewegungsfreiheit. Um
darauf aufmerksam zu machen, will sich zum Jahrestag des Überfalls am 27.12.09 eine
große internationale Gruppe von Menschenrechtlern, sowie Friedensaktivisten und –
organisationen, die „Internationale Koalition zur Aufhebung der
völkerrechtswidrigen Belagerung Gazas“, zu einem Gaza-Marsch aufmachen mit
dem Ziel, die Blockade zu durchbrechen und den gefangenen Einwohnern zu zeigen,
dass sie nicht vergessen sind. Sie werden am 1.1.10 unter den Augen der
Weltöffentlichkeit den Checkpoint Erez überschreiten und mit den Menschen in Gaza
zusammen gewaltlos für das Ende der mörderischen Blockade demonstrieren.-
Stellvertretend für die Teilnehmer an dieser Aktion fordern wir unsere Regierung auf,
sich eindeutig, ausdrücklich und konkret für das Menschenrecht der Palästinenser
einzusetzen. Wer schweigt, macht sich schuldig. Gerade Deutsche sollten diese
Lektion gelernt haben.
ViSdP: Christa Ortmann,  e-mail: christa.ortmann@gmx.de

Ich werde inschallah erzählen, wie es mit der Gruppe so weitergeht.