Bismillah
Also ich denke schon seit Tagen über etwas nach und will mich aber immer wieder beschwichtigen, weil ich doch schließlich keine Paranoia entwickeln will-aaaaaaaberrrr: ist es nicht sonderbar, dass gerade jetzt ein mutmaßlicher Terrorist mutmaßlich ein Flugzeug zum Absturz bringen wollte, wo doch gerade der Jemen von SaudiUSA bombardiert wird? Und nun ist der Sprengstoff auch noch von dort? Will man nun eine nachträgliche Rechtfertigung für die bereits erfolgten Bombardements, oder braucht man eine für erhöhte Mordaktivitöten (den Tippfehler lass ich mal).
Also, mir ist das unheimlich und andere scheinen auch darüber nachzudenken.
Der Zwischenfall in Detroit – Wie schön, wenn alles zusammenpaßt!
Eine Theorie über das nützliche Zusammentreffen von Ereignissen und Umständen im Falle des vereitelten Terror-Anschlags von Umar Farouk Abdulmutallab auf ein Passagierflugeug bei seiner Ankunft in Detroit.
von Grant Lawrence
Ich bin nicht einer, der an jeder Ecke Verschwörungen sieht, aber ich schätze eine gute Theorie über das nützliche Zusammentreffen von Ereignissen und Umständen. Wie zum Beispiel diejenige, die sich bei der Betrachtung des vereitelten Terror-Anschlags von Umar Farouk Abdulmutallab auf ein Passagierflugeug bei seiner Ankunft in Detroit anbietet.
Während der letzten beiden Monate hat Saudi Arabien den Jemen von Kampfflugzeugen bombardieren lassen. Erst kürzlich schickten die USA zwei Marschflugkörper in den Jemen, Berichten zufolge mit der Absicht, Stützpunkte von Al-Qaida zu treffen. An den Angriffen auf Jemen beteiligten sich auch US Kampfjets. Ebenfalls berichtet wurde, daß Al-Qaida Racheaktionen als Antwort auf die Angriffe ankündigte.
Mittlerweile sieht es so aus, als habe der aus Nigeria stammende mutmaßliche Flugzeugterrorist von Detroit Verbindungen in den Jemen. Oder wenigstens behauptet der Verdächtige angeblich, seine Bombe sei im Jemen hergestellt worden.
Genau in dem Moment, da Amerika einen guten Grund braucht, den Jemen anzugreifen, taucht erfreulicherweise ein ebensolcher auf. Jetzt muß man sich nicht groß daran stören, daß USA und die Saudis mit den Angriffen auf den Jemen vor diesem jüngsten Anschlagsversuch begannen. Was zählt, ist, daß der Nigerianer ein jemenitischer Terrorist ist.
Einige beginnen sich zu fragen, wie Flugverbotslisten, die Cat Stevens und einen Kerl, der ein kritisches Buch über die CIA verfaßte, erfolgreich am Boden halten, gegen diesen „nigerianisch/jemenitischen Terroristen“ ohne Wirkung blieben. Imerhin gibt es Berichte, daß der Verdächtige auf Überwachungslisten stand und daß sein Vater bei der amerikanischen Botschaft in Nigeria vorsprach und erklärte, sein Sohn (der spätere Terrorist) sei möglicherweise gefährlich.
Jetzt muss ich zugeben, dass mein Vertrauen in die amerikanische offizielle Berichterstattung zu den Themen Terror und Kriegsgründe irgendwie gestört ist. Wir erinnern uns an 9/11 und die bis heute nicht erklärten Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung – Tausende Internetseiten sind mit Berichten und Spekulationen über die Unmöglichkeit gefüllt, dass das geschehen ist, was man uns weismachen will. Irgendwie werden wir wohl noch länger vergebens auf eine Richtigstellung der amerikanischen Seite warten müssen.
Nun, auch damals hatte man einen Anlass Krieg zu beginnen, gleich zwei sogar. Erstmal wurde der Irak plattgemacht, wegen angeblicher gefährlicher Waffen Saddam Hussains. Da wurde nachher zwar zugegeben, dass es sich um eine Lüge gehandelt hatte, aber bis dahin hatte man das Land schon mit Uranwaffen verseucht und für eine derartige Instabilität gesorgt, dass sich heute sogar Schiiten Saddam Hussain zurückwünschen.
Man hört aber hier fast nichts über die vielen, vielen ungeklärten Todesfälle, Erkrankungen und Mißbildungen, die jetzt auftreten. Wahrscheinlich hat auch niemand Zeit, sich wirklich zu kümmern, denn wer dort lebt, hat genug mit Über-leben zu tun. Gestorben sind inzwischen über 1,3 Millionen Menschen.
Und dann wird ja schließlich auch noch Afghanistan die westliche Demokratie und Freiheit gebracht. Auch hier führt „unsere“ Initiative dazu, dass sich sogar Frauen lieber unter den Taliban wiederfänden. Da kann man wenigstens im Haus bleiben und wird nicht ausgebombt (nein, ich halte nichts von denen).
Natürlich haben alle diese Engagements nichts mit Bodenschätzen oder strategisch günstiger Lage eines Landes zu tun. Was bietet der Jemen eigentlich? Abgesehen von der Gelegenheit, ein paar aufmüpfige Schiiten wegzubomben? Was die anrichten können, sieht man ja im Iran, der auch noch auf der Liste steht, sich aber so gar nicht eignet, mit Al Qaida in einen Topf geworfen zu werden. Aber da gibt´s ja auch noch Hamas und Hizbollah – und schon wieder einen Terrorvorwand.
Mir ist gar nicht nach einem erfreulichen Jahreswechselgefühl. Vor einem Jahr wurde Gaza überfallen und die Menschen leben noch immer in Zelten, haben keine Häuser, kein sauberes Wasser, nicht genug zu essen, nicht ausreichend Medikamente und zu wenig von allem möglichen für den Alltag.
Die Welt kann wirklich nicht noch einen Krieg gebrauchen – vielleicht braucht die USA einen, um ihre Wirtschaft anzukurbeln, damit ihre Leute, die obdachlos geworden sind in der selbstgemachten Krise, wieder in ihre Häuser ziehen können? Geld scheint ja keine Rolle zu spielen, das kann man ja nachdrucken – aber das tut heute auch nicht mehr not, hängt man halt am Computer ein paar Nullen dran. Ich kann jedenfalls die Zahlen die man zu den bisherigen Kriegskosten liest, gar nicht mehr aussprechen: Tausende Milliarden – das sind dann Billionen, oder Billiarden, oder Trillionen? Heißt bei uns und in den USA sowieso anders.
Ich mag es gar nicht, wenn ich in zynischer Stimmung bin, das passt auch gar nicht zu mir. Im Innern glaube ich ja auch, dass die Welt noch einmal eine andere Entwicklung nehmen wird. Aber der Zynismus der von den Kriegshetzern gezeigt wird – den finde ich so unglaublich, dass ich nur so antworten kann.
So Gott will, gibt ER uns die nötige Stärke und Standhaftigkeit und lässt die Gutwilligen aller Nationen und Religionen zusammenfinden, damit wir dem Wahnsinn ein Ende machen können. Möge ER den Imam unserer Zeit, Imam Mahdi, und Jesus, a.s., bald zurückkehren lassen, um diesen Prozeß einzuleiten.




