Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen
„Und wir machten sie zu Vorbildern (Anführern), die nach Unserem Befehl leiteten. Und wir gaben ihnen ein, gute Werke zu tun, das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten. Und sie pflegten Uns zu dienen.“ (Heiliger Quran, 21:73)
Über den genauen Zeitpunkt der Rückkehr des Imams der Zeit, f., aus der Verborgenheit kann niemand genaue Auskunft geben, alles dazugehörige fällt in den Bereich der Spekulationen. Allerdings haben wir schon über die Zeichen gelesen, die seiner Ankunft vorausgehen. Jedenfalls wird es eine Situation sein, in der Unterdrückung und Tyrannei einen Höhepunkt erreicht haben, viele Menschen in Verzweiflung und Unmoral verfallen sind, abhängig von materiellen Dingen. So traurig dieses auch klingt: es führt dazu, dass es wiederum Menschen gibt, die die Sinnlosigkeit eines solchen Lebens erkennen und sich danach sehnen, dass sich etwas ändert.
Der Glaube an einen Messias, in so vielen Religionen und Kulturen verankert, ist etwas, dass die Hoffnung am Leben erhält. Deshalb ist er auch etwas, dass von den Kräften die für die Unterdrückung stehen, verhasst ist, und man versucht es den Menschen auszutreiben und sie an das irdische Leben zu binden. Es wird aber nicht gelingen, so ist es prophezeit: am Ende der Welt wird diese ein glücklicher und gerechter Ort sein.
„Das was die Menschen zur Arbeit und Aktivität anregt besteht in dem Licht und der Kraft der Hoffnung. Der Glaube an den verheißenen Mahdi erfüllt die Herzen mit dem Licht der Hoffnung. Da wir an die unabwendbare Erscheinung des verheißenen Mahdi glauben, ist uns diese Verzweiflung, in die viele Eliten der Welt verwickelt sind, nicht von Bedeutung.“ (Imam Chamenei)
Je mehr Menschen daran glauben, dass eine Veränderung der Welt möglich ist und je mehr auch bereit sind, dafür etwas zu tun, je näher rückt der Tag der Wiederkehr des Mahdi, f..
Die Menschen sind aber gefordert, nicht passiv abzuwarten. Es gibt keinen Grund sich zurückzulehnen, sondern jeder muss zuerst bei sich selber anfangen, seinen Charakter zu verbessern – es gibt dazu keinen besseren Weg, als nach den islamischen Prinzipien zu leben und sich immer wieder zur Rechenschaft zu ziehen. Mit Allahs Hilfe kommen wir auf diesem Weg voran.
Dann ist es wichtig, schon jetzt und hier, egal unter welchen Umständen wir leben, damit anzufangen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten durch Engagement für die Gesellschaft, ob in Politik, Ehrenamt, guter Nachbarschaftlichkeit usw.
Dadurch kann wiederum die Hoffnung in anderen Menschen wachsen, dass wir nicht hilflos dem Schicksal ausgeliefert sind, sondern Gestaltungsmöglichkeiten haben.
Wenn eine solche Gegenbewegung zu Unterdrückung und Hoffnungslosigkeit stark genug geworden ist, dann wird in scha Allah, der Mahdi, f., mit Allahs Erlaubnis zurückkehren und seinen Aufstand anführen.
Großayatollah Baqir Sadr beschreibt den Moment folgendermaßen:
Es wird einen großen Aufruhr geben, ein großer Feuersbrand wird diese Welt in den Abgrund schicken. In der Finsternis die dann herrscht, dämmert eine neue Sonne in der Gestalt des Mahdis, f., und sie verbreitet Licht und prachtvollen Glanz. Der Mahdi, f., befreit die Menschheit von ihrem Elend und ihrer Pein, dann bewerkstelligt er eine Umwandlung der herrschenden Bedingungen des Lebens, wodurch Gerechtigkeit, Heil, Tugend und Rechtschaffenheit dominieren werden“
Wir wissen wie gesagt, nicht genau wie dieser Aufstand aussehen wird, aber es ist natürlich ziemlich sicher, dass die unterdrückerischen Systeme, wo sie auch überall auf der Welt regieren, nicht kampflos aufgeben werden.
Aber mit ebensolcher Sicherheit kann man sagen, dass der Sieg der Gerechtigkeit umso eher zustande kommt, je mehr Menschen darauf vorbereitet sind, ihren Anteil zu leisten. Womit wir wieder bei der persönlichen Vorbereitung sind. Ganz sicher werden wir viel Standhaftigkeit beweisen müssen. Viele der Probleme die Allah uns zur Prüfung in diesem irdischen Leben schickt, kann man sicherlich als Vorbereitung auf diese schwere Zeit verstehen.
Aber die Mühe wird nicht umsonst gewesen sein:
Abu Jafar, der fünfte Imam, sagte: „Wenn sich unser Gerechter (Al-Qa’im) erhebt, wird Gott Seine Hand über die Köpfe der Gläubigen halten. Danach wird sich durch ihn ihre Vernunft vereinigen und ihre Geduld vollenden.“ (Bihar al-Anwar, Bd. 52, S. 328 und 336)
„Der Mahdi wird die zu jener Zeit Herrschenden und ihre Stellvertreter zur Rechenschaft ziehen, diese berichtigen und Gerechtigkeit herstellen. Das Verborgene und Unerkannte wird enthüllt, das Ungekannte offenkundig. Jenen, die von Menschenrechten und Freiheit reden, wird offensichtlich gemacht werden, dass ihre bisherigen Annahmen darüber weit entfernt von der Realität sind. Die Heiligen Schriften werden eine Widerbelebung erfahren. Jene, die den Armen helfen möchten, werden keine finden, denen sie helfen können, weil Armut und Bedürftigkeit verschwinden werden. Es wird allen Ortens Sicherheit für Frauen wie für alle Menschen geben, so dass sie sich ungehindert bewegen können ohne eines Schutzes zu bedürfen. Es werden Friedfertigkeit, Freundschaft, Sicherheit, Freiheit unter den Menschen und eine gerechte Verteilung der Reichtümer der Erde nach den Gesetzen Gottes allgegenwärtig sein. Die Menschen werden aufrichtig und ehrlich in ihren Reden und Taten sein. Lüge, Betrug, Argwohn, Hinterlist und ähnliches wird ihnen dann fremd sein. Der Mensch wird erkennen, dass Gerechtigkeit als natürliche, gottgegebene, selbst gewollte Gerechtigkeit mehr in sicht trägt, als nur das Recht des anderen nicht zu verletzen, damit er das seinige nicht verletzt. Das Handeln der Menschen wird dann gerecht und selbstlos sein. Der Mensch vollendet sich in seiner Entwicklung zur Vollkommenheit unter einer gerechten Herrschaft auf der ganzen Welt, die sich stützt auf Gottesgewissheit, Gotterkennen, Gottergebenheit und ist orientiert am Qur’an, dem Wort Gottes.“ (Doris Tarabolsi)
Was haben alle diese Erkenntnisse mit aktuellen Lage in der Welt zu tun? Nun-ganz allgemein gesehen, kann jeder denkende, vernünftige Mensch feststellen, dass sich die Welt in einem extremen Ungleichgewicht befindet. Hunger, Armut und Ausbeutung in den einen Teilen, Überfluss und Verschwendung in den anderen Teilen, Unterdrückung durch korrupte Regierungen die sinnlose Gewalt ausüben, Überbewertung materieller Dinge, Verlust der Familienzusammengehörigkeit, Zerstörung der natürlichen Ressourcen u.v.m.
Gleichzeitig gibt es aber auch die beschriebenen Gegenbewegungen: Menschen die sich ohne Furcht und uneigennützig für andere engagieren, beginnend von Hilfe im familiären Bereich über gute Nachbarschaft, bis hin zum idealistischen Einsatz in benachteiligten Regionen. Menschen, die sich nicht scheuen, die Wahrheit auszusprechen, auch wenn das mit Unterdrückung und Folter bestraft wird.Menschen die sich anstrengen auf Gottes Weg zu gehen und sich nicht durch irgendwelche Versuchungen Satans davon abbringen lassen. Und je irrsinniger die unterdrückerischen Mechanismen werden, je stärker das zu Tage kommt, je stärker werden auch die Gegenbewegungen.
Es gibt ein Volk auf der Welt, das erkannt hat, dass es schon jetzt möglich ist, nach den Prinzipien des Imam Mahdi, f., zu leben und dass sich eine entsprechende Verfassung gegeben hat, das ist die Islamische Republik Iran. Dort ist festgelegt, dass das Staatsoberhaupt Statthalter des verborgenen Imams, f., ist und in Verantwortung vor Allah und diesem regiert.
Darum dürfen nur sehr gelehrte Personen mit untadeligem Lebenswandel das höchste Staatsamt einnehmen, wie wir wissen ist nach dem verstorbenen Ayatollah Chomeini, möge Allah ihm gnädig sein, Imam Chamenei seit 1989 in diesem Amt.
Wenn in diesen Tagen von der Auseinandersetzung um die Wahlergebnisse im Iran berichtet wird, gibt es manchmal Spekulationen, warum verhält der Imam sich auf solche oder solche Weise. Dann wird gedeutet, dass er gegen den einen Kandidaten Groll hege, wegen früherer Streitigkeiten oder er fürchte sonst um seinen Status u.ä. . Eben so, als würde er sich verhalten wie ein ganz gewöhnlicher Staatsführer eines ganz gewöhnlichen korrupten Staates. Das sind Ideen, die im Angesicht seines Lebenslaufes total lächerlich sind. Hier ist eine Persönlichkeit im Amt, die über solche Nickeligkeiten erhaben ist und der es wirklich um das Wohl seines Volkes geht.
Der Iran ist keine perfekte islamische Gesellschaft, auch dort sind die Menschen anfällig für Versuchungen, auch dort gibt es darum Korruption, Unmoral, Drogensucht und andere Probleme. Aber selbst die Kandidaten, die jetzt bei der Wahl unterlegen sind, stellen nicht das System der Islamischen Republik in Frage. Jeder dort weiß, dass es keinen besseren Weg gibt. Weshalb auch die Mächte, die versuchen von außen Einfluss zu nehmen und dabei junge Leute instrumentalisieren, die glauben, wenn sie alles dürfen und haben, was in anderen Systemen die Menschen in Unfreiheit bringt, würden sie glücklicher sein, scheitern werden. Der allergrößte Teil der iranischen Bevölkerung hat gezeigt, dass es hinter seinem System steht, auch wenn das Leben dort durch innere Schwierigkeiten und äußeren Druck nicht einfach ist.
Für uns kann das wiederum ein Signal der Hoffnung sein und uns anspornen, uns auf die Rückkehr Imam Mahdis, f., vorzubereiten.
Musa ibn Jafar al Baghadai hörte Abu Muhammad al-Hasan ibn Ali, den 11. Imam, sagen: „Ich sehe Euch nach mir über meinen Nachfolger streiten. Wer solcherart die Imame nach dem Propheten Gottes bestätigt, jedoch meinen Sohn bestreitet, gleicht dem, der sämtliche Propheten Gottes und Seine Gesandten bestätigt, aber dann das Prophetentum von Muhammad, dem Gesandten Gottes, bestreitet; und wer den Gesandten Gottes bestreitet, gleicht dem, der sämtliche Propheten abstreitet; denn wer dem letzten von uns gehorcht, gleicht dem, der dem ersten gehorcht, und wer den letzten von uns bestreitet, gleicht dem, der den ersten bestreitet. Wahrlich, für meinen Sohn existiert eine Verborgenheit, die alle Leute in Zweifel stürzt, außer diejenigen, die Gott beschützt.“ (Bihar al-anwar, Bd. 51, S. 160)
Quelle außer den verlinkten:
„Erwarteter Erlöser“ von Großayatollah Muhammad Baqir Sadr, Verlag m-haditec
Vortrag von Imam Chamenei anlässlich des Geburtstages von Imam Mahdi,f., 2000
www.al-shia.de
Ein schönes Video, das hier aber nicht aufklappen will:
http://www.youtube.com/watch?v=sZdbq29R9fY
Hier ein Auszug aus der Freitagspredigt in Teheran. Imam Chamenei wendet sich direkt an Imam Mahdi, f.,:
http://www.shiatv.net/view_video.php?viewkey=b462f3ad750d65d42a3a



















